Tristan Murail

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Tristan Murail (2026), edition text+kritik, 81673 München, ISBN: 9783689300920

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Accesses

Beschreibung / Abstract

Der Franzose Tristan Murail zählt zu den Hauptvertretern der sogenannten "musique spectrale". Gemeinsam mit Hugues Dufourt, Gérard Grisey, Michaël Levinas und Roger Tessier gründete er 1973 das "Ensemble l'Itinéraire". Tristan Murail (*1947 in Le Havre) gehört zur ersten Generation französischer Spektralisten, die ihr musikalisches Denken seit den frühen 1970er Jahren nicht auf die serielle Organisation der musikalischen Parameter, sondern prozesshaft-dynamisch auf den Klang und die Klangfarbe durch das Komponieren mit Teiltonspektren richteten. Die Klangwelten Murails sind zudem durch eine strukturelle Mehrdeutigkeit geprägt, zu der auch – wie zuerst in "Désintégration" (1982–83) – die Verbindung von instrumentalen und elektronischsynthetischen Klängen gehört. Mit Beiträgen von Barbara Barthelmes, Amy Bauer, Carl Tertio Druml, Joshua Fineberg, Lukas Haselböck, Volker Helbing, Pierre Michel, Daniel Moser, Tristan Murail, Ingrid Pustijanac, Oliver Schneller, Ewa Schreiber, Alexander Stankovski und Christian Utz.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Joshua Fineberg – In der Werkstatt von Tristan Murail. Tristan Murail und Joshua Fineberg
  • I Spektrale Musik
  • II Ästhetik
  • III Früher Hintergrund und Ausbildung
  • IV Entwicklung von Kompositionstools und deren Einfluss auf die Ästhetik
  • Oliver Schneller – Einige Aspekte zu Tristan Murails Verwendung des Computers
  • I Analyse → Transformation → Synthese von elektronischen Klängen, z. T. basierend auf Klanganalyseergebnissen, z. T. mathematisch konstruiert
  • II Reduktion von Daten anhand perzeptiver Kriterien
  • III Expansion und Kontraktion von Spektren
  • IV Re-Projektion (im Sinne von re-mapping) spektraler Komponenten
  • V Simulation – la maquette
  • Ingrid Pustijanac – Instrumentale Synthese und Orchestrierungsanalyse in Le Partage des eaux von Tristan Murail
  • I Das Klangmodell als Freisetzung der Vorstellungskraft
  • II Von der Wellenform zur musikalischen Form
  • III Instrumentale Synthese neu betrachtet im Licht der Orchestrierungskunst
  • IV Schlussfolgerungen und neue Perspektiven
  • Alexander Stankovski – Tristan Murail und der französische Weg
  • Spektrale Diversität
  • Der französische Ansatz
  • Musik ist Harmonie
  • Diskurs: Dynamik statt Statik
  • Psychologische Form
  • Tradition
  • Daniel Oliver Moser – Portulan des Hörens. Zur ästhetischen Orientierung in Tristan Murails Musik im 21. Jahrhundert
  • I Über Spektren zum Symbolismus
  • II Instrumentation und Klangsynthese
  • III Schwerpunkte im Werkkatalog seit der Jahrtausendwende
  • IV Klangliche Kartografie
  • V Ein zentrales Motiv – die Moderne im Zeichen des Verlustes
  • Lukas Haselböck – Murail und die ›Natur des Klanges‹
  • Vorbemerkungen
  • I Historische Voraussetzungen
  • II Murails musique spectrale
  • III Analyse (1): Natur und Wahrnehmung
  • IV Analyse (2): Perspektivwechsel und kontinuierliches Gleiten
  • V Analyse (3): Tiefe des Klangs
  • Amy Bauer – Liber fulguralis und Tristan Murails Beschwörungen der Natur
  • I Natur und kompositorische Raffinesse in Murails späterer Musik
  • II Donner als Klangphänomen
  • III Form und Prozess in Liber fulguralis
  • IV Das mediterrane Erbe der Prophezeiung und Wahrsagerei
  • V Das Natur/Musik-Objekt
  • Volker Helbing – Kontinuität und Drama. Tristan Murails Treize couleurs du soleil couchant (1978)
  • I Generierende Intervalle: Herleitung und Disposition
  • II Introduktion (Zif. 0): Vorstellung, Vorwegnahme und Doppelpunkt
  • III Zentrale Steigerungsdwelle (Zif. 1c–8)
  • IV Schlussbildung
  • V Formbildung
  • Barbara Barthelmes – Objet musical – Image sonore. Gestalt und Gestaltung bei Tristan Murail
  • I Landschaft als angeschauter Raum
  • II Kompositionstechnik und Imagination
  • III Musikalische Objekte und ihre Konfiguration
  • IV Syntax
  • V Image sonore
  • Ewa Schreiber – Fluss der Gefühle, Fluss des Vergessens. Über die Musik von Tristan Murail
  • I Moderne, Gefühle und die (Un)möglichkeit der Expression
  • II Klänge und Gefühle
  • III Vergessen, Erosion, Erklingen
  • IV Bereiche des Gedächtnisses. Reisen und Autobiografie
  • V Schlussbemerkungen
  • Christian Utz – Ambivalenzerfahrung als Grundlage der Verschränkung von Klang und Form. Zum performativen Hören von Tristan Murails Désintégrations
  • I Strukturanalytische Annäherungen
  • II Ambivalenzerfahrungen beim performativen Hören von Désintegrations
  • Pierre Michel – Wie ein lebendiges Mosaik. Versuch über Form, Melodik und Wiederholungen in Tristan Murails Contes cruels
  • I Form/Struktur
  • II Wiederholungen, Periodizitäten und Melodiekonstruktion
  • Resümee
  • Anhang – Tristan Murails Strukturskizze für Contes cruels. Kommentar von Pierre Michel
  • Carl Tertio Druml – »Tristan Murail – sehr französisch, sehr nahe an den Impressionisten«. Interview mit Sylvain Cambreling zur Interpretation spektraler Werke
  • Historische und biografische Aspekte
  • Vorbereitung und Interpretation
  • Ausblick
  • Abstracts
  • Bibliografische Hinweise
  • Zeittafel
  • Autoren und Autorinnen

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