Mädchenkulturelle Räume Pferde(t)räume als Mädchenräume – die Wendy als Imaginatorium für Mädchen

Annette Schnabel
Mädchenkulturelle Räume Pferde(t)räume als Mädchenräume – die Wendy als Imaginatorium für Mädchen

Diese Publikation zitieren

Annette Schnabel, Mädchenkulturelle Räume Pferde(t)räume als Mädchenräume – die Wendy als Imaginatorium für Mädchen (16.03.2026), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1436-1957, 2025 #2, S.158

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Accesses

Beschreibung / Abstract

In diesem Beitrag werden die Comics der (Pferde-)Mädchenzeitschrift Wendy als Mädchenraum untersucht. Die gezeichneten Comics bebildern seit der ersten Ausgabe (1986) die Wendy und bieten ein Imaginatorium, das bestimmte weibliche Vorstellungswelten eröffnet und andere schließt. Mittels einer Inhaltsanalyse auf der Basis der Grounded Theory wird beleuchtet, wie in diesem Raum Weiblichkeit in den Bildern und in den Geschichten hergestellt wird. Dafür wird analysiert, wie die Sozialfigur des Pferdemädchens sowohl als Identifikationsfigur als auch als Symbol für bestimmte gesellschaftliche Erwartungen und Werthaltungen ausgestaltet ist. Die Untersuchung zeigt, dass der Bild- und Geschichtenraum widersprüchlich und exklusiv ist. Pferdemädchen haben hier besondere Freiheiten gegenüber heterosexuell geprägten Ansprüchen an Weiblichkeit und gegenüber der Welt der Erwachsenen, sie werden aber auch an bestimmte Normen der Teamfähigkeit und Fürsorge gebunden. Das Imaginatorium der Wendy bebildert eine (nord-)deutsche, pferdebegeisterte Mittelschicht, während Themen wie Gewalt und soziale Marginalisierung ausgeblendet werden.

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