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Die Schöpfung zähmen

Mensch-Tier- und Geschlechterverhältnisse in der französischen Aufklärung

Aline Vogt
Die Schöpfung zähmen
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Aline Vogt, Die Schöpfung zähmen (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593461908

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Beschreibung / Abstract

Was hat das Verhältnis zwischen Mensch und Tier mit Geschlecht zu tun? Diese Frage, die heute wieder aktuell ist, stellten sich in der französischen Aufklärung Naturforscher, Erzieherinnen und Moralisten. In einer Zeit, in der hitzig darüber debattiert wurde, was »die Natur« des Menschen im Allgemeinen und der Geschlechter im Besonderen sei, wurden Tiere zu einer wichtigen Vergleichsfolie. Aline Vogt zeigt, wie im 18. Jahrhundert Naturwissenschaftler durch eine neue Definition von Spezies versuchten, die in Gefahr geratenen Geschlechter- und Artengrenzen auf eine neue, heteronormative Grundlage zu stellen, wie Literaten männliche Gewalt mit Bezügen zur Tierwelt legitimierten und wie Gouvernanten den Zivilisierungsdiskurs nutzten, um sich als Erzieherinnen des Tiers im Menschen zu positionieren. Insbesondere Frauen wurde dabei eine vermittelnde Rolle zwischen Mensch und Tier zugeschrieben. Auch die Tiere selbst prägten diese Auseinandersetzungen: Hunde, Wölfe, Nutztiere und Insekten regten durch ihr Verhalten dazu an, über Unterschiede und Ähnlichkeiten verschiedener Lebewesen nachzudenken. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0

Beschreibung

Dr. Aline Vogt ist Historikerin und SNF-Stipendiatin.

Lizenz

Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode)

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Frauen, Tiere, Natur und Geschichte
  • Ein Blick in die Forschung
  • Eine Geschlechtergeschichte der Mensch‐Tier‐Konstruktion(en)
  • Von den Quellen zu den Geschichten
  • I. Animalische (Un‑)Ordnung: Geschlecht, Sexualität und Spezies in der Natur
  • 1. Polypen, Blattläuse und Bienen: Das wundersame Sexualleben der Insekten
  • 2. Die Komplementarität der Geschlechter als Grundlage der Spezies
  • 3. Eine neue Menschlichkeit?
  • II. Das Spiel der Abgrenzungen: Von verschiedenen Tieren zu verschiedenen Menschen und umgekehrt
  • 4. Starke und schwache Tiere
  • 5. Raub‐ und Beutetiere
  • 6. Wilde und domestizierte Tiere
  • III. Zivilisierte Beziehungen
  • 7. Tierliche Metamorphosen und ontologische Vielfalt: Zivilisierungskonzepte in Märchen und Erziehungsschriften
  • 8. Gefühle im Umgang mit Tieren: Eine Frage des Geschlechts?
  • 9. Von der Kritik weiblicher Kompetenzen zur Beschränkung von Frauen‐ und Tierrechten
  • Schluss
  • Dank
  • Quellen‐ und Literaturverzeichnis
  • Ungedruckte Quellen
  • Gedruckte Quellen
  • Forschungsliteratur

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