Handbuch Sexualität – Sexuelle Gesundheit – Sexualkultur

Handbuch Sexualität – Sexuelle Gesundheit – Sexualkultur

Diese Publikation zitieren

Uwe Sielert (Hg.), Christoph Behrens (Hg.), Birgit Hullermann (Hg.), Arne Kayser (Hg.), Adriane Skaletz-Rorowski (Hg.), Handbuch Sexualität – Sexuelle Gesundheit – Sexualkultur (2026), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISBN: 9783779987796

Beschreibung / Abstract

Wenn Sexuelle Gesundheit – wie von der WHO gefordert – die Gestaltung der Lebensverhältnisse zu einer demokratischen Sexualkultur voraussetzt, muss auch der gängige Sexualitätsbegriff breiter gefasst werden. Nicht nur sexuelles Verhalten, Identitäten, Orientierungen und Strukturen sind zu bedenken, sondern auch die Energien und Affekte, die Leben erhalten und weiterentwickeln. Ein daran ausgerichtetes Konzept der Sexuellen Gesundheit stellt Mittel zur Verfügung, betont diverse Lebensweisen, beseitigt Diskriminierung und weiß dabei um die Unverfügbarkeit der Zukunft. Das Handbuch vermittelt theoretische Grundlagen, beschreibt die Situation in einzelnen Handlungsfeldern und gibt Anregungen zum »doing sexuality« in Organisationen.

Beschreibung

Dr. Uwe Sielert ist Professor für Sozialpädagogik an der Universität Kiel mit den Arbeitsschwerpunkten Sozialpädagogik der Vielfalt, Sexual- und Geschlechterpädagogik. Christoph Behrens, Dr. phil., war bis Oktober 2025 Politikbereichsleiter in der Landesvertretung Berlin der Schleswig-Holsteinischen Staatskanzlei. Seit 1996 bis heute Forschungsprojekte und Gastprofessuren an verschiedenen Hochschulen. Zu den aktuellen Forschungsinteressen gehören: Strategisches Management von Reform, Innovation, Transformation und ihre Grenzen; Komplexität und Versagen. Birgit Hullermann, M. A. Mehrdimensionale Organisationsentwicklung, Supervision und Coaching, Dipl.-Pflegewirtin, ist freiberuflich in den Bereichen Organisationsentwicklung, Teamentwicklung, Coaching und Supervision tätig. Sie ist zertifizierte Mediatorin sowie Supervisorin (DGSv). Arne Kayser, Dipl.-Sozialarbeiter, absolvierte den Masterabschluss in Bildungsmanagement und Schulentwicklung und trägt außerdem den Titel als Jugend- und Heimerzieher. Derzeit ist er Geschäftsführer der Aidshilfe Bochum e. V. Adriane Skaletz-Rorowski, PD Dr. rer. nat., ist geschäftsführende Leitung des WIR-Walk In Ruhr, dem Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin und Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Sie veröffentlichte bereits zahlreiche Publikationen zu sexuell übertragbaren Infektionen in internationalen peer reviewed Journals.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Die generative Wirksamkeit von Sexualität
  • Zur Entwicklung von Sexualkultur in jüngster Vergangenheit
  • Die Funktion von Sexualkultur im Kontext antidemokratischer Politikgestaltung
  • Sexualpolitik und Sexualkultur im Systemvergleich
  • Zum Aufbau des Handbuchs
  • I Konzepte und Grundlagen Sexueller Gesundheit
  • Sexuelle Gesundheit und Sexuelle Rechte im Verständnis der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderer internationaler sowie deutscher Organisationen
  • Sexuelle Gesundheit und sexuell übertragbare Infektionen – Übersicht und Prävention
  • Sexuelle Gesundheit aus Sicht verschiedener Professionen
  • Sexuelle Gesundheit – eine ideologiekritische Reflexion
  • Sexuelle Gesundheit als transdisziplinärer, ganzheitlicher und sektorübergreifender Ansatz
  • II Sexualität, Assemblage- Räume und Sexualkultur in Organisationen
  • Sexualität, Neuer Materialismus und Assemblage-Theorie
  • Sexualkulturen, Assemblage-Räume und Resonanzverhältnisse
  • Sexualkultur in Organisationen
  • Kulturelle Vielfalt, Ambiguitäten, Assemblagen: Das Beispiel Muhammadiyah
  • III Teilthemen der Sexualkulturgestaltung und Verhältnisprävention
  • Basiscurriculum „Sexuelle Gesundheit“
  • Organisationsentwicklung zur Förderung positiver Sexualkultur und Sexueller Gesundheit – das Bochumer Modell
  • Von Gärtner*innen und Skipper*innen – Sexualkultur im Spannungsfeld von Struktur und Prozess
  • Von guten Weinen und einer positiven Sexualkultur in Organisationen: Eine supervisorische Perspektive
  • Netzwerk Sexuelle Gesundheit: Netzwerkarbeit zwischen persönlichen und professionellen Räumen
  • Von der Sexualerziehung über die sexuelle Bildung zur Sexualkultur – ein Dreisprung mit langem Anlauf
  • Kommunikation in meiner Arztpraxis – Spiegel gelebter Sexualkultur
  • Gesundes sexuelles Verhalten ermöglichen! Transaktionale sexuelle Bildung in Organisationen
  • Sexualkultur in der römisch-katholischen Kirche
  • IV Sexuelle Gesundheit und Sexualkultur in einzelnen Settings
  • Wohnungslose Jugendliche – Sexuelle Gesundheit und Lebensmittelpunkt Straße
  • Sexuelle Gesundheit darf nicht behindert werden – Plädoyer für eine diversitätssensible Sexualkultur in Institutionen der Eingliederungshilfe1
  • Barrieren, Bedarfe und Wege zu einer gelebten Sexualkultur im Kontext Taubheit/ Hörbehinderung
  • Paysex – ein Feld mit heterogenen Strukturen
  • Sexualkultur in Gefängnissen – Zwischen Zwang und Lust1
  • Suchthilfe und Sexualkultur
  • Sexuelle Gesundheit trans und nicht-binärer Menschen
  • „Keine homogene Gruppe, keine Sexualkultur?“ – Zielgruppenorientierte Gesundheitsförderung und sexuelle Bildung für Swinger*innen
  • Sexualkultur in der Altenhilfe
  • Sexualität besprechbar machen – Entwicklung einer Sexualkultur in der ambulanten Pflege
  • Autor*innenangaben

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