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Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0) (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode)
BEGINN
Vorwort
Einleitung: Public Anthropology in den ethnologischen Fächern | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_001 (10.12907/978-3-593-45943-1_001)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_001
Titel:
Einleitung: Public Anthropology in den ethnologischen Fächern
Autor:
Hansjörg Dilger, Gisela Welz, Beate Binder und Thomas G. Kirsch
Beschreibung:
Die Orientierung auf nichtwissenschaftliche Öffentlichkeiten und gesellschaftliche Kontexte hat in den ethnologischen Fächern
eine lange Geschichte, ist heute aber sowohl im internationalen als auch im deutschsprachigen Fachkontext zu einem systematischen
Bestandteil von Forschung und Lehre geworden. Die Einleitung gibt zunächst einen Überblick über rezente Debatten zur Public
Anthropology und diskutiert zudem zentrale Ansätze, Herausforderungen und Wirkungen öffentlich-ethnologischen Arbeitens. Zweitens
skizziert sie die bis heute zumeist unterschiedlich verlaufenden Geschichten öffentlicher Wissenschaft in den ethnologischen
Fächern in Deutschland, bevor sie sich drittens mit den strukturellen Rahmenbedingungen befasst, die das Doing Public Anthropology
gegenwärtig an Universitäten und Forschungseinrichtungen prägen. Schließlich werden die fünf thematischen Sektionen vorgestellt,
unter denen der Reader die aktuellen Neu- und Feinjustierungen konkreter Praktiken und Formate von Public Anthropology verortet:
Öffentlichkeiten, Kollaborationen, Positionierungen, Vermittlung und Transformationen. Es folgen Hinweise auf die unterschiedlichen
Formate der Texte.
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Hansjörg Dilger, Gisela Welz, Beate Binder und Thomas G. Kirsch, Einleitung: Public Anthropology in den ethnologischen Fächern
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_001, Seitenposition: 14
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Öffentlichkeiten
Öffentlichkeiten – Einleitung | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_002 (10.12907/978-3-593-45943-1_002)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_002
Titel:
Öffentlichkeiten – Einleitung
Autor:
Hansjörg Dilger, Thomas G. Kirsch und Beate Binder
Beschreibung:
Die Sektion Öffentlichkeiten setzt an einem Kernbegriff der Public Anthropology an und fragt, was gemeint ist, wenn Ethnolog:innen
vor dem Hintergrund aktueller sozialer, politischer, infrastruktureller und medialer Bedingungen und Herausforderungen davon
sprechen, ›in die Öffentlichkeit‹ zu gehen: Was ist eine Öffentlichkeit und wer kann sich in welcher Weise und gegenüber welchen
Öffentlichkeiten Gehör verschaffen? Wie stehen diese Fragen im Verhältnis zu den epistemischen Grundhaltungen, konzeptuellen
Prämissen und methodischen Vorgehensweisen der ethnographischen Forschung? Vor dem Hintergrund der in dieser Sektion versammelten
Beiträge wird in der Einleitung reflektiert, wie Ethnolog:innen den Prozess des Herstellens von spezifischen Öffentlichkeiten
(besser) verstehen und mitgestalten können. Auch thematisieren die Autor:innen das oft spannungsreiche und teils konflikthafte
Verhältnis ethnologischer Forschungen und Arbeitsweisen zu unterschiedlichen Öffentlichkeiten.
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Hansjörg Dilger, Thomas G. Kirsch und Beate Binder, Öffentlichkeiten – Einleitung
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_002, Seitenposition: 48
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Policy Publics: Doing Public Anthropology in kulturpolitischen Öffentlichkeiten | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_003 (10.12907/978-3-593-45943-1_003)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_003
Titel:
Policy Publics: Doing Public Anthropology in kulturpolitischen Öffentlichkeiten
Autor:
Jens Adam
Beschreibung:
Wie kann es gelingen, ethnografisch generiertes Wissen und anthropologische Konzepte in politische Prozesse einzubringen?
Diese Frage steht im Zentrum dieses Beitrags, der Beispiele eines Doing Public Anthropology in unterschiedlichen Verhandlungs-
und Gestaltungsräumen der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik diskutiert. Konzeptionell plädiert er für eine engere Verknüpfung
der Anliegen der Public Anthropology mit den Herangehensweisen der Anthropology of Policy. Die hier vorgestellten Begriffe
»Policy Public« und »Mikroöffentlichkeit« zielen darauf ab, das Verständnis von möglichen Einstiegspunkten, Settings und Handlungsspielräumen
einer öffentlich sichtbaren und intervenierenden Anthropologie zu erweitern. Gerade die ›Mobilität‹ durch unterschiedliche
Formen von Öffentlichkeit bietet besondere Potenziale nicht nur für eine Public Anthropology, sondern auch für eine mit ihr
verbundene ethnografische Wisensproduktion.
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Jens Adam, Policy Publics: Doing Public Anthropology in kulturpolitischen Öffentlichkeiten
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_003, Seitenposition: 58
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Ethnografische Objekte als Akteure: ein Gespräch über Museumspraktiken in umkämpften Öffentlichkeiten | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_004 (10.12907/978-3-593-45943-1_004)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_004
Titel:
Ethnografische Objekte als Akteure: ein Gespräch über Museumspraktiken in umkämpften Öffentlichkeiten
Autor:
Magdalena Buchczyk, Hansjörg Dilger, Sofia Botvinnik Botvinnik, Benjamina Efua Dadzie und Paola Ivanov
Beschreibung:
In diesem Gespräch beleuchten fünf Sozial- und Kulturanthropolog:innen – Museums- und Sammlungsforscher:innen sowie Praktiker:innen,
die an Universitäten und in ethnologischen Museen tätig sind – die Rolle ethnografischer Objekte und Sammlungen für die Gestaltung
und Mobilisierung von Öffentlichkeiten. Forderungen nach einer Dekolonisierung von Sammlungen stellen gegenwärtig Rahmenkonzepte
der Museumspraxis wie Partizipation, Publikumsentwicklung und Diversifizierung infrage. Auch die politische Instrumentalisierung
von Sammlungen und die Polarisierung gesellschaftlicher Öffentlichkeiten fordern etablierte Ausstellungspraktiken nachhaltig
heraus. Anhand von Beispielen aus der eigenen Arbeit mit ethnografischen Objekten reflektieren die Gesprächsteilnehmer:innen
die Rolle dieser Dinge selbst in der Gestaltung öffentlicher Debatten ebenso wie Fragen des politischen Agenda-Settings und
ihre Vorstellungen zukünftiger Museumsarbeit.
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Magdalena Buchczyk, Hansjörg Dilger, Sofia Botvinnik Botvinnik, Benjamina Efua Dadzie und Paola Ivanov, Ethnografische Objekte als Akteure: ein Gespräch über Museumspraktiken in umkämpften Öffentlichkeiten
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_004, Seitenposition: 80
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Das Gespräch suchen: interessierte Öffentlichkeiten und die Ethnologie | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_005 (10.12907/978-3-593-45943-1_005)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_005
Titel:
Das Gespräch suchen: interessierte Öffentlichkeiten und die Ethnologie
Autor:
Magnus Treiber
Beschreibung:
In außeruniversitären Veranstaltungen bitten interessierte Öffentlichkeiten Wissenschaftler:innen um Expertisen zu drängenden
Themen und laden zum Gespräch ein. Eine solche Veranstaltung ist nicht nur eine Chance, Wissen jenseits des Seminarraums zu
vermitteln, in einer gerahmten Auseinandersetzung kann mit- und voneinander gelernt werden. In Veranstaltungen zu Fluchtherkunftsländern
werden mitunter auch Beweggründe und Unsicherheiten der Teilnehmer:innen Thema und fordern heraus. Nicht immer können Fragen
beantwortet und Erwartungen zufriedengestellt werden, aber solche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch können nicht nur
Publikum und Gast zum weiteren Nachdenken anregen, sie werden in unserer unruhigen Zeit zunehmend zu einer unverzichtbaren
Aufgabe der ethnologischen Fächer.
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Magnus Treiber, Das Gespräch suchen: interessierte Öffentlichkeiten und die Ethnologie
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_005, Seitenposition: 96
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Shitstorms und Social Media als Öffentlichkeiten | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_006 (10.12907/978-3-593-45943-1_006)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_006
Titel:
Shitstorms und Social Media als Öffentlichkeiten
Autor:
Marion Näser-Lather
Beschreibung:
Das Schlaglicht schildert die Erfahrungen mit einem Shitstorm als Reaktion auf
ein Forschungsprojekt zu den Argumentationen von Wissenschaftler:innen, die sich gegen die Gender Studies positionieren. Die
Funktionsweise von Shitstorms als Empörungskaskade, die von emotionalisierender Sprache und der tendenziösen Darstellung von
Sachverhalten gekennzeichnet ist, steht in Beziehung zu den Charakteristika von Onlinemedien, die eine hohe Verbreitungsgeschwindigkeit
von Informationen und eine große Reichweite einzelner Akteur:innen ermöglichen. Diese Bedingungen führen zu einer erhöhten
Unkalkulierbarkeit hinsichtlich der Publika, die Forschungsergebnisse rezipieren, und der Kontexte, in die Inhalte eingebettet
werden, und machen daher ein besonders sorgsames Vorgehen bei der Wissenschaftskommunikation erforderlich.
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Marion Näser-Lather, Shitstorms und Social Media als Öffentlichkeiten
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_006, Seitenposition: 106
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Public Anthropology und klandestine Öffentlichkeiten | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_007 (10.12907/978-3-593-45943-1_007)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_007
Titel:
Public Anthropology und klandestine Öffentlichkeiten
Autor:
Beschreibung:
Dieses Think Piece lädt dazu ein, in der Public Anthropology neben dem Öffentlichmachen auch das Geheimhalten gezielt anzugehen.
Zu diesem Zweck stellt es das Konzept der klandestinen Öffentlichkeiten vor: die gegenseitige Verflechtung und Störung von
Öffentlichmachen und Geheimhalten. Anhand von Beispielen aus Kunst, Aktivismus und Anthropologie werden fünf Methoden klandestiner
Öffentlichkeiten entwickelt: (1) die Identifikation von intendierten und vermiedenen Publika; (2) Spiele mit Bekanntem und
Unbekanntem, (3) labyrinthische Vorder- und Hinterbühnen, (4) Anonymität und (5) Undichtigkeit. In der Public Anthropology
angewendet, können solche Methoden die Umrisse einer möglichen Clandestine Public Anthropology sichtbar werden lassen. Diese
agiert außerhalb der Barrieren wissenschaftlicher Kreise, ohne die Klandestinität zu untergraben, die zum Beispiel in der
Zusammenarbeit mit sozialen Bewegungen wichtig sein kann.
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, Public Anthropology und klandestine Öffentlichkeiten
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_007, Seitenposition: 114
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Public Anthropology im Spätindustrialismus | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_008 (10.12907/978-3-593-45943-1_008)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_008
Titel:
Public Anthropology im Spätindustrialismus
Autor:
Janine Hauer und Asta Vonderau
Beschreibung:
Im Mittelpunkt unseres Beitrags steht die Frage, welche Rolle(n) eine Public Anthropology spielen kann oder muss in einer
Zeit, die geprägt ist durch die Gleichzeitigkeit multipler Krisen sowie divergierender Strategien zu deren Bewältigung. Die
Autorinnen nähern sich möglichen Antworten auf diese Frage anhand ausgewählter Beispiele aus Feldforschungen in der vom Strukturwandel
geprägten ›Transformationsregion Mitteldeutschland‹. Abschließend plädieren sie für eine rollenflexible Forschungshaltung,
die Spannungen zwischen unterschiedlichen Problematisierungen und Problemlösungen sichtbar hält, Vielstimmigkeit stärkt und
Austausch befördert.
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Janine Hauer und Asta Vonderau, Public Anthropology im Spätindustrialismus
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_008, Seitenposition: 128
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Kollaborationen
Kollaborationen – Einleitung | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_009 (10.12907/978-3-593-45943-1_009)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_009
Titel:
Kollaborationen – Einleitung
Autor:
Beate Binder, Hansjörg Dilger und Thomas G. Kirsch
Beschreibung:
Die Sektion Kollaborationen setzt an einer grundlegenden Bedingung der Public Anthropology an: der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen, staatlichen und/ oder kommunalen Akteur:innen und Institutionen, die seit längerem in den ethnologisch untersuchten gesellschaftlichen Feldern aktiv sind. In den letzten Jahren werden – nicht zuletzt unter dem Einfluss feministischer und queerer, post- und dekolonialer Interventionen in die ethnologischen Fächer – gleichberechtigte(re) und hierarchiefreie(re) Formen der Zusammenarbeit erprobt. Die Einleitung bettet die in den Beiträgen dieser Sektion diskutierten praktischen Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen und Modalitäten der Zusammenarbeit in aktuelle Debatten ein und diskutiert deren Rahmenbedingungen und potentiellen Reibungsmomente sowie die Notwendigkeit der Moderation.
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Beate Binder, Hansjörg Dilger und Thomas G. Kirsch, Kollaborationen – Einleitung
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_009, Seitenposition: 148
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Is it labor or is it work? Kollaborative Arbeit in der Public Anthropology | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_010 (10.12907/978-3-593-45943-1_010)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_010
Titel:
Is it labor or is it work?* Kollaborative Arbeit in der Public Anthropology
Autor:
Katharina Schramm
Beschreibung:
Kollaborationen sind Arbeitsverhältnisse. Um die materiellen Grundlagen und Effekte von Kollaborationen sichtbar zu machen,
steht in diesem Beitrag die Frage der Arbeit im Fokus: als schöpferische Tätigkeit (im Sinne von work) sowie in Hinblick auf
die konkreten Bedingungen, die dieser Tätigkeit zu Grunde liegen (im Sinne von labor). Diese diskutiere ich anhand des Projektes
No One Can Be Born Twice. Hier forschten Aktivist:innen und Akademiker:innen gemeinsam zur Frage nach den Effekten von Alterskategorisierungen
auf die Lebenschancen und Möglichkeiten von Migrant:innen innerhalb des deutschen Staatsbürgerschafts-, Grenz- und Migrationsregimes.
In meinem Beitrag beleuchte ich unsere konkreten Arbeitsprozesse: sowohl im Hinblick auf strukturelle Aspekte als auch mit
Bezug auf die interne Dynamik des Projektes.
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Katharina Schramm, Is it labor or is it work?* Kollaborative Arbeit in der Public Anthropology
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_010, Seitenposition: 160
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Von Kollaboration zu Ko-Artikulation: Potentiale und Grenzen kollaborativen Forschens mit sozialen Bewegungen | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_011 (10.12907/978-3-593-45943-1_011)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_011
Titel:
Von Kollaboration zu Ko-Artikulation: Potentiale und Grenzen kollaborativen Forschens mit sozialen Bewegungen
Autor:
Beate Binder und Sabine Hess
Beschreibung:
Die Zusammenarbeit mit außerakademischen Forschungspartner:innen gehört in den ethnologischen Fächern zum Kernbestand kollaborativen
und öffentlichkeitswirksamen Forschens. Zugleich lässt sich auch ein gesteigertes Selbstbewusstsein und eine umfassende Expertise
bei jenen Gruppen feststellen, mit denen kollaborative Forschungen angestrebt werden. Der Beitrag nimmt die Erfahrungen zweier
auf Kollaboration ausgerichteter Forschungsprojekte zum Ausgangspunkt, um auszuloten, welche Effekte diese Formen der Kollaboration
für die Wissenspraktiken der ethnologischen Fächer selbst haben. Wie die Rückschau auf die Projektentwicklung deutlich macht,
veränderten sich die Bedeutung von Feld und Forschung als zentrale Elemente ethnographischer Wissensgenerierung. Mit deren
Neuformatierung gehen auch neue Anforderungen an akademisches ethnographisches Arbeiten einher, die wir mit den Konzeptbegriffen
der ›Ko-Artikulation‹ und der ›Para-Sites‹ zu bestimmen versuchen.
Diese Publikation zitieren
Beate Binder und Sabine Hess, Von Kollaboration zu Ko-Artikulation: Potentiale und Grenzen kollaborativen Forschens mit sozialen Bewegungen
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_011, Seitenposition: 178
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Kokreation und Ko(l)laboration: Denkanstöße für dekoloniales Zusammenarbeiten in universitären Lehr- und Forschungsprojekten | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_012 (10.12907/978-3-593-45943-1_012)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_012
Titel:
Kokreation und Ko(l)laboration: Denkanstöße für dekoloniales Zusammenarbeiten in universitären Lehr- und Forschungsprojekten
Autor:
Amal Abbass, Hansjörg Dilger, Kristina Mashimi, Stephen Muthusi Katembu und Primerose Lucy Maposa
Beschreibung:
Intersektionale Machtstrukturen prägen die Kooperationen zwischen Akteur:innen aus universitären bzw. zivilgesellschaftlichen
Zusammenhängen in postkolonialen und (post)migrantischen Kontexten. In diesem Think Piece schlagen die Autor:innen vor dem
Hintergrund eigener Kooperationen in universitären Lehrund Forschungsprojekten vier Arbeitsfelder vor, die für eine gleichberechtigte
Zusammenarbeit berücksichtigt werden sollten: das aktive Auseinandersetzen mit kolonial bedingten intersektionalen Ungleichheiten;
das Aufbauen vertrauensvoller Beziehungen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Positionen von Marginalisierung und Privilegierung;
das gerechte Verteilen und Umverteilen von Ressourcen; und das explizite Anerkennen der Beiträge aller an diesen Kooperationen
beteiligten Akteur:innen. Die konsequente Bearbeitung dieser Arbeitsfelder betrachten sie als die Grundlage für politisches
Handeln und weitergehende gesellschaftliche Transformation im Kontext kollaborativer Projekte.
Diese Publikation zitieren
Amal Abbass, Hansjörg Dilger, Kristina Mashimi, Stephen Muthusi Katembu und Primerose Lucy Maposa, Kokreation und Ko(l)laboration: Denkanstöße für dekoloniales Zusammenarbeiten in universitären Lehr- und Forschungsprojekten
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_012, Seitenposition: 196
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Passagiere ohne Fahrschein: Wissensproduktion durch interkontinentale Schreibexperimente | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_013 (10.12907/978-3-593-45943-1_013)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_013
Titel:
Passagiere ohne Fahrschein: Wissensproduktion durch interkontinentale Schreibexperimente
Autor:
Ursula Rao und Kavita Dasgupta
Beschreibung:
Dieser Beitrag über ein internationales Schreibprojekt zeigt einen möglichen Weg zur Dekolonisierung der Ethnologie auf. In
dem Projekt arbeiten deutsche Ethnologinnen gemeinsam mit indischen Sozialarbeiter:innen der Nichtregierungsorganisation Ankur
und Jugendlichen aus Armenvierteln an einer Publikation, die Einblicke in den Alltag marginalisierter Menschen in Indien gibt.
Sie erscheint als mehrsprachige Multimediapublikation im Internet (www.ticketless-travellers. info). Durch die gemeinsame
Arbeit erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, neue Kompetenzen zu erwerben, über ihre Lebenswelt zu berichten und so den
auf sie projizierten Vorurteilen engagiert entgegenzutreten. Die Nichtregierungsorganisation Ankur fördert mit ihrer Bildungsarbeit
ganzheitliches Lernen und schärft das kritische Bewusstsein von Menschen aus marginalisierten Stadtteilen. Ethnologinnen aus
Leipzig und Halle erhalten die Möglichkeit, neue partizipative Forschungsmethoden zu erproben, um demokratische Lernräume
zu eröffnen und Nichtethnolog:innen mit Techniken des Perspektivwechsels vertraut zu machen. Auf diese Weise wird universitäre
Forschung unmittelbar für die Breitenbildung relevant. Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist eine Wissensressource, die
alle am Prozess Beteiligten bereichert und Leser:innen zu genauer Beobachtung und kritischem Denken anregt.
Diese Publikation zitieren
Ursula Rao und Kavita Dasgupta, Passagiere ohne Fahrschein: Wissensproduktion durch interkontinentale Schreibexperimente
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_013, Seitenposition: 214
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Collaboration Rewind: Anthropologie öffentlich machen | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_014 (10.12907/978-3-593-45943-1_014)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_014
Titel:
Collaboration Rewind: Anthropologie öffentlich machen
Autor:
Thomas Stodulka und Ferdiansyah Thajib
Beschreibung:
Seit 2006 engagieren sich Ferdiansyah Thajib und Thomas Stodulka in kollaborativen Arbeiten an der Schnittstelle von Sozialanthropologie,
Aktivismus und Kunst. Ihr erstes Projekt war die Gründung von KINOKI, einem kostenlosen, öffentlichen Kinocafé in Yogyakarta.
Später gründeten sie gemeinsam das Netzwerk Jaringan Peduli Komunitas Jalanan (JPKJ), welches zur Entstehung von Rumah Sehat
Lestari führte, einem Shelter, das sich um HIV-positive Jugendliche kümmert und Bildungsangebote bereitstellt. Im Laufe der
Jahre weitete sich ihre Arbeit auf öffentliche Debatten, alternative Bildung und öffentliche Anthropologie aus. Nach 18 Jahren
Zusammenarbeit reflektieren sie nun über die Rolle der Ethnographie in der zeitgenössischen Gesellschaft und betonen die Bedeutung
von engagierter und öffentlicher Sozialanthropologie.
Diese Publikation zitieren
Thomas Stodulka und Ferdiansyah Thajib, Collaboration Rewind: Anthropologie öffentlich machen
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_014, Seitenposition: 232
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Positionierungen
Positionierungen – Einleitung | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_015 (10.12907/978-3-593-45943-1_015)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_015
Titel:
Positionierungen – Einleitung
Autor:
Thomas G. Kirsch, Beate Binder und Hansjörg Dilger
Beschreibung:
Die Sektion setzt sich mit Fragen der sozialen, epistemologischen, moralischen, politischen und forschungsethischen Positionalität
von öffentlich arbeitenden Ethnolog:innen auseinander. Die Autor:innen der Beiträge reflektieren anhand eigener Forschungserfahrungen,
wie sich spezifische Selbstpositionierungen und wechselseitige Zuschreibungen von Ethnolog:innen und ihren Forschungspartner:
innen auf die ethnographische Forschung auswirken können. Die Einleitung der Sektion diskutiert übergreifend die Positionierungsdynamiken
der Public Anthropology als relational, mehrdimensional, themen- und kontextabhängig und im Verlauf des Forschungsprozesses
wandelbar.
Diese Publikation zitieren
Thomas G. Kirsch, Beate Binder und Hansjörg Dilger, Positionierungen – Einleitung
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_015, Seitenposition: 250
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Strategische Netzwerke inmitten konfligierender Positionalitäten: Public Anthropology in der südafrikanischen Landreform | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_016 (10.12907/978-3-593-45943-1_016)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_016
Titel:
Strategische Netzwerke inmitten konfligierender Positionalitäten: Public Anthropology in der südafrikanischen Landreform
Autor:
Olaf Zenker
Beschreibung:
Der Beitrag untersucht anhand der südafrikanischen Landreform, wie Public Anthropologists in kontrovers geführte öffentliche
Debatten intervenieren können. Dabei geht es um das Dilemma, dass viele lokale Wissenschaftler:innen das Anliegen potenzieller
Landreformnutznießer:innen nach schneller(er) Umverteilung teilen, aber aufgrund ihrer Forschungsexpertise die Wirksamkeit
einer von Betroffenen propagierten Verfassungsänderung bezweifeln – somit fallen die Ziele einer kollaborativen Dezentrierung
wissenschaftlicher Expertise und einer politisch engagierten Wissenschaft und damit ihrer Rezentrierung auseinander. Der Beitrag
zeichnet nach, wie ein strategisches Netzwerk aus Wissenschaftler:innen und Scholar Activists zu Eigentumsrecht, Landreform
und Umverteilungsgerechtigkeit versucht(e), neue Öffentlichkeiten, politischen Einfluss sowie ein positioniertes Archiv politischer
Alternativen für die Zukunft zu generieren.
Diese Publikation zitieren
Olaf Zenker, Strategische Netzwerke inmitten konfligierender Positionalitäten: Public Anthropology in der südafrikanischen Landreform
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_016, Seitenposition: 260
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Zwischen Dissemination und Impact: Notizen zu einem Zielkonflikt bei der strategischen Kommunikation anthropologischen Wissens | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_017 (10.12907/978-3-593-45943-1_017)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_017
Titel:
Zwischen Dissemination und Impact: Notizen zu einem Zielkonflikt bei der strategischen Kommunikation anthropologischen Wissens
Autor:
Hans Peter Hahn und Sylvestre Kouakou
Beschreibung:
Für die Kommunikation wissenschaftlicher Einsicht für ein Publikum außerhalb der Fächer der Autoren ist es naheliegend, auf
bestimmte Kommunikationsstrategien zurückzugreifen. Zwei Strategien der öffentlichen Kommunikation werden hier dargelegt und
kritisch diskutiert: Es geht einerseits um Dissemination, was die Strategie einer größtmöglichen Verbreitung bezeichnet, und
andererseits um Impact. Letzteres bedeutet, durch gezielte Informationen gegenüber der Politik oder Entscheidungsträger:innen
Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Beide Strategien haben Defizite: Dissemination nutzt oftmals problematische
Vereinfachungen, während Impact nicht selten zu Missverständnissen oder zur Zurückweisung von Expertenmeinungen führt. Die
geschilderten Dilemmata sollten nicht zu einer Zurückhaltung führen, sondern vielmehr als Aufforderung zu einer Reflexion
öffentlicher Kommunikation verstanden werden.
Diese Publikation zitieren
Hans Peter Hahn und Sylvestre Kouakou, Zwischen Dissemination und Impact: Notizen zu einem Zielkonflikt bei der strategischen Kommunikation anthropologischen Wissens
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_017, Seitenposition: 280
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Rückkehr zum Dialog: Public Anthropology und die Untersuchung von repugnant others | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_018 (10.12907/978-3-593-45943-1_018)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_018
Titel:
Rückkehr zum Dialog: Public Anthropology und die Untersuchung von repugnant others
Autor:
Thomas G. Kirsch
Beschreibung:
Der Beitrag wirft die Frage auf, wie ethnologische Selbstpositionierungen und Repräsentationspraktiken einer Public Anthropology
aussehen können, die mit Personengruppen befasst ist, deren Ansichten und Verhaltensweisen in einem gravierenden Widerspruch
zu den ethisch-politischen Haltungen des/der Forschenden stehen. Mit Bezug auf eigene Forschungserfahrungen (südafrikanische
Sicherheitsindustrie und ein religiöses Feld in Sambia) werden unterschiedliche Modi der Selbstpositionierung bei der Repräsentationsarbeit
vergleichend betrachtet. Dies mündet in das Plädoyer, bestimmte Parameter der ›dialogischen Anthropologie‹, die im Zuge der
Writing Culture-Debatte entwickelt worden waren, für die Public Anthropology über repugnant others produktiv zu machen.
Diese Publikation zitieren
Thomas G. Kirsch, Rückkehr zum Dialog: Public Anthropology und die Untersuchung von repugnant others
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_018, Seitenposition: 294
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Dynamiken der Selbst- und Fremdpositionierung: Navigieren in konflikthaften Feldern am Beispiel von Forschungen zu antifeministischen Diskursen | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_019 (10.12907/978-3-593-45943-1_019)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_019
Titel:
Dynamiken der Selbst- und Fremdpositionierung: Navigieren in konflikthaften Feldern am Beispiel von Forschungen zu antifeministischen Diskursen
Autor:
Marion Näser-Lather
Beschreibung:
Der Beitrag stellt am Beispiel eines Projektes zu anti-›genderistischen‹ Diskursen in akademischen Kontexten dar, wie Selbst-
und Fremdpositionierungen von Forschenden in (konflikthaften) Interaktionen mit Feldpartner:innen und interessierten Öffentlichkeiten
emergieren können, wie sich dies im Forschungsverlauf verändert und welche Folgen sich daraus für das Handeln während der
Feldforschung und für die Repräsentation der Forschungsergebnisse ergeben. Auf der Basis dieser Erfahrungen und unter Rückgriff
auf Positionierungsdebatten in den ethnologischen Fächern reflektiert der Beitrag relevante Ebenen für Positionierungsentscheidungen
und zeigt auf, welche Schlussfolgerungen sich für eine Public Anthropology in sensiblen Feldern ziehen lassen, unter anderem
in Form eines Schutzkonzeptes für die Kommunikation mit Öffentlichkeiten.
Diese Publikation zitieren
Marion Näser-Lather, Dynamiken der Selbst- und Fremdpositionierung: Navigieren in konflikthaften Feldern am Beispiel von Forschungen zu antifeministischen Diskursen
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_019, Seitenposition: 306
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Vermittlung
Vermittlung – Einleitung | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_020 (10.12907/978-3-593-45943-1_020)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_020
Titel:
Vermittlung – Einleitung
Autor:
Gisela Welz und Hansjörg Dilger
Beschreibung:
Die Sektion Vermittlung beschäftigt sich mit den vielfältigen Formen der Wissensvermittlung in der Public Anthropology, mit
denen nicht nur Wissenschaftler:innen erreicht, sondern außerakademische Öffentlichkeiten angesprochen werden können. Neue
Publikationsgenres und der Anspruch, als Übersetzer:innen und Mediator:innen bisher ungehörter und ignorierter Positionen
aktiv zu werden, verändern dabei absehbar auch die universitären Ausbildungsbedingungen. Die Beiträge der Sektion zeigen,
dass Public Anthropology durchaus an die in den ethnologischen Fächern seit langem etablierten Formen des forschenden Lernens
anknüpft, aber zusätzlich neue und zunehmend kritische Auseinandersetzungen mit inner- und außeruniversitären Wissenshierarchien
erzeugt.
Diese Publikation zitieren
Gisela Welz und Hansjörg Dilger, Vermittlung – Einleitung
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_020, Seitenposition: 330
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Epistemische Sozialitäten der Public Anthropology: Plädoyer für ein praxeologisches Verständnis der Beglaubigung von Wissen in Projekten engagierten Forschens | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_021 (10.12907/978-3-593-45943-1_021)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_021
Titel:
Epistemische Sozialitäten der Public Anthropology: Plädoyer für ein praxeologisches Verständnis der Beglaubigung von Wissen in Projekten engagierten Forschens
Autor:
Victoria Huszka
Beschreibung:
Der Beitrag untersucht, wie Wissensvermittlung und -koproduktion in Public-Anthropology-Projekten mit kollaborativen Anteilen
gestaltet werden. Im Fokus steht die interaktive Bestätigung der Glaubwürdigkeit von Wissen zwischen Forschenden und Praxispartner:innen.
Anhand eines Fallbeispiels aus der Kunst- und Kulturarbeit in ländlichen Regionen Deutschlands analysiert der Beitrag, wie
Medienpraktiken und Beziehungsweisen die Wissensproduktion und den Wissensaustausch in Forschungsprojekten beeinflussen. Es
wird argumentiert, dass ein praxeologisches Verständnis von ›epistemischen Sozialitäten‹ zur Reflexion und Verbesserung kollaborativer
Forschungsprojekte der Public Anthropology und ihrer gesellschaftlichen Wirkung beitragen kann.
Diese Publikation zitieren
Victoria Huszka, Epistemische Sozialitäten der Public Anthropology: Plädoyer für ein praxeologisches Verständnis der Beglaubigung von Wissen in Projekten engagierten Forschens
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_021, Seitenposition: 340
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Persönliche Geschichten, ›öffentliche Ängste‹: kollaborative Narrative im filmischen Co-Telling | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_022 (10.12907/978-3-593-45943-1_022)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_022
Titel:
Persönliche Geschichten, ›öffentliche Ängste‹: kollaborative Narrative im filmischen Co-Telling
Autor:
Marcos Freire de Andrade Neves
Beschreibung:
"In diesem Beitrag analysiere ich, wie persönliche Geschichten über Sterbehilfe
im Kontext ›öffentlicher Ängste‹ und rechtlicher Risiken erzählt werden. ›Öffentliche Ängste‹ entstehen, wenn das öffentliche
Teilen solcher Geschichten potentielle soziale und rechtliche Folgen sowie strafrechtliche Verfolgung und/oder soziale Stigmatisierung
nach sich ziehen kann. Unter dem in dieser Analyse genutzten Konzept des Co-Telling verstehe ich einen kollaborativen Ansatz,
bei dem Forscher:innen und Beteiligte gemeinsam Narrative entwickeln, um solche ›öffentlichen Ängste‹ zu navigieren. Co-Telling
schafft einen Raum, in dem verschiedene Perspektiven ausgehandelt werden können, um ethisch verantwortungsvolle und politisch
wirksame Narrative über Sterbehilfe zu entwickeln, die gleichzeitig die Risiken für die jeweiligen Erzähler:innen minimieren."
Diese Publikation zitieren
Marcos Freire de Andrade Neves, Persönliche Geschichten, ›öffentliche Ängste‹: kollaborative Narrative im filmischen Co-Telling
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_022, Seitenposition: 360
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Zwischen ›Public Anthropology‹ und ›Anthropology in Public‹. Schreiben vor, für, mit und gegen Öffentlichkeiten: die boasblogs | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_023 (10.12907/978-3-593-45943-1_023)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_023
Titel:
Zwischen ›Public Anthropology‹ und ›Anthropology in Public‹. Schreiben vor, für, mit und gegen Öffentlichkeiten: die boasblogs
Autor:
Ehler Voss
Beschreibung:
Die boasblogs sind eine Serie von themenbezogenen Blogs, die sich zum Ziel gesetzt haben, aktuelle Themen rund um die ethnologischen
Wissenschaften aufzugreifen, diese durch einen weiten Kreis von Beiträger:innen in ihrer Kontroversität diskutieren zu lassen
und dabei gleichzeitig nach der öffentlichen Rolle und gesellschaftlichen Relevanz ethnologischen Wissens zu fragen. Der Beitrag
reflektiert anhand der bisherigen Erfahrungen die Möglichkeiten und Grenzen dieser 2016 gegründeten Plattform, im Sinne einer
Public Anthropology wissenschaftliche Erkenntnisse sowohl für inner- als auch für außerakademische Öffentlichkeiten aufzubereiten,
und zeigt, was es heutzutage heißen kann, vor, für, mit und gegen Öffentlichkeiten zu schreiben.
Diese Publikation zitieren
Ehler Voss, Zwischen ›Public Anthropology‹ und ›Anthropology in Public‹. Schreiben vor, für, mit und gegen Öffentlichkeiten: die boasblogs
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_023, Seitenposition: 376
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Public Anthropology im Studium – ein Gespräch | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_024 (10.12907/978-3-593-45943-1_024)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_024
Titel:
Public Anthropology im Studium – ein Gespräch
Autor:
Götz Bachmann, Helene Bode, Carla Hartmann, Esther Klein, Tom Lagodny und Mirjam Lüdecke
Beschreibung:
Fünf Studierende aus Studiengängen der ethnologischen Fächer an unterschiedlichen Universitäten in Deutschland berichten von
ihren Erfahrungen mit der Public Anthropology. Ihre Projekte entwickeln je eigene Modelle der Kollaboration mit zivilgesellschaftlichen
Akteur:innen und inner- und außerakademischen Forschungspartner:innen und verorten sich in unterschiedlichen Öffentlichkeiten:
im Feld, auf Veranstaltungen, im Fernsehen und/oder in diversen Onlinezusammenhängen. die Projekte divergieren in ihrer Nähe
zum Aktivismus, aber auch zur Universität als Institution sowie mit Bezug auf die Abgrenzungen und Identifikationen, die damit
einhergehen. Aus ihrer Positionalität als Studierende – und in vielen Fällen als junge Frauen – entstehen für die Gesprächsteilnehmer:innen
Herausforderungen und Chancen, z. B. wenn es darum geht, in und von den entstehenden Öffentlichkeiten ernst genommen zu werden.
Einig sind sich die am Gespräch Beteiligten darin, dass Public Anthropology großes Potential hat, das Studium der ethnologischen
Fächer gesellschaftlich relevant und praxisnah zu gestalten und Perspektiven für den weiteren persönlichen, politischen, beruflichen
und/oder akademischen Werdegang zu entwickeln.
Diese Publikation zitieren
Götz Bachmann, Helene Bode, Carla Hartmann, Esther Klein, Tom Lagodny und Mirjam Lüdecke, Public Anthropology im Studium – ein Gespräch
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_024, Seitenposition: 392
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Forschendes Lernen in den Nachfolgefächern der Volkskunde | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_025 (10.12907/978-3-593-45943-1_025)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_025
Titel:
Forschendes Lernen in den Nachfolgefächern der Volkskunde
Autor:
Gisela Welz
Beschreibung:
Projektförmige Lehr- und Lernformen, die bis heute – wenn auch in veränderter Form – Bestandteil der Curricula in der Europäischen
Ethnologie sind, entstanden im Zusammenhang mit der Reorientierung des Faches Volkskunde als gegenwartsbezogene und problemorientierte
Wissenschaft in den 1970er Jahren. Auch aktuell setzen Lehrforschungsprojekte der heute in der Deutschen Gesellschaft für
Empirische Kulturwissenschaft organisierten Universitätsinstitute oft im regionalen Umfeld an, nehmen vor Ort Anliegen von
Betroffenen auf und haben den Anspruch, die erzielten Forschungsergebnisse in außeruniversitären Öffentlichkeiten zu vermitteln.
Diese Publikation zitieren
Gisela Welz, Forschendes Lernen in den Nachfolgefächern der Volkskunde
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_025, Seitenposition: 404
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Kollektiv Polylog: studentisch initiiertes Forschen und Lernen in der Sozial- und Kulturanthropologie ›nach Bologna‹ | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_026 (10.12907/978-3-593-45943-1_026)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_026
Titel:
Kollektiv Polylog: studentisch initiiertes Forschen und Lernen in der Sozial- und Kulturanthropologie ›nach Bologna‹
Autor:
Hansjörg Dilger und Kristina Mashimi
Beschreibung:
Die Bologna-Reformen haben die Bedingungen für die Durchführung studentisch initiierter Lern- und Forschungsprojekte grundlegend
verändert. Insbesondere stehen eng getaktete Studienvorgaben und der Fokus auf individuelle Studienleistungen in einem Spannungsverhältnis
zu den zeitlichen, emotionalen und sozialen Ressourcen, die eine Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteur:innen im universitären
Kontext erfordert. Am Beispiel des Kollektiv Polylog beleuchten die Autor:innen die Bedingungen und Vorstellungen gleichberechtigten
Kollaborierens zwischen geflüchteten Frauen, Studierenden, Aktivist:innen und Dozierenden im Kontext der neoliberalen Universität.
Sie argumentieren, dass solche Zusammenarbeiten nur unter erheblichem zeitlichen, sozialen und emotionalen Mehraufwand aller
Beteiligten gelingen können und dass selbstorganisiertes Lernen und Forschen in der Public Anthropology daher ein Überdenken
der universitären Rahmenstrukturen erfordert.
Diese Publikation zitieren
Hansjörg Dilger und Kristina Mashimi, Kollektiv Polylog: studentisch initiiertes Forschen und Lernen in der Sozial- und Kulturanthropologie ›nach Bologna‹
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_026, Seitenposition: 410
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Transformationen
Transformationen – Einleitung | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_027 (10.12907/978-3-593-45943-1_027)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_027
Titel:
Transformationen – Einleitung
Autor:
Gisela Welz, Hansjörg Dilger und Thomas G. Kirsch
Beschreibung:
Das ›Going Public‹ in den ethnologischen Fächern generiert neue Ästhetiken, Darstellungs- und Veröffentlichungsformate. Die
heutige Bereitschaft vieler Ethnolog:innen, mit ›Multimodalität‹ zu experimentieren – das heißt unterschiedliche Medien, Methoden
und Formate der ethnologischen Forschung und Wissensproduktion sowie der Repräsentationspraxis miteinander zu verknüpfen –
steht im Zentrum der Sektion Transformationen. Transformiert werden die ethnologischen Fächer dabei vor allem auch durch das
steigende Interesse an ethnographischen Kollaborationen und experimentellen Interventionen, sowohl von Seiten der Öffentlichkeit
als auch von Ethnolog:innen selbst.
Diese Publikation zitieren
Gisela Welz, Hansjörg Dilger und Thomas G. Kirsch, Transformationen – Einleitung
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_027, Seitenposition: 422
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Global Belly: Anthropologie und Theater | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_028 (10.12907/978-3-593-45943-1_028)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_028
Titel:
Global Belly: Anthropologie und Theater
Autor:
Anika König
Beschreibung:
Theater ist eines der künstlerischen Formate, die ethnographische Forschung für ein breiteres, nicht-wissenschaftliches Publikum
zugänglich machen können. Anders als wissenschaftliche Texte ermöglicht Theater dem Publikum, die dargestellten Inhalte nicht
nur kognitiv, sondern auch affektiv zu erfassen. Vor allem in interaktiven Inszenierungen können Zuschauer:innen verschiedene
Rollen einnehmen und so einen multiperspektivischen Zugang zum Thema des Stücks einnehmen, der das Verständnis komplexer Sachverhalte
erleichtert. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem Beispiel für diese Form der Public Anthropology: das interaktive Theaterstück
Global Belly, das aus einer wissenschaftlich-künstlerischen Kooperation zwischen der Sozial- und Kulturanthropologin Anika
König und der freien Berliner Theatergruppe Flinnworks entstand.
Diese Publikation zitieren
Anika König, Global Belly: Anthropologie und Theater
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_028, Seitenposition: 430
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Soziale Welten in Bilder bringen: EthnoGraphic Novels als Modus ethnographischer Forschung und Präsentation | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_029 (10.12907/978-3-593-45943-1_029)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_029
Titel:
Soziale Welten in Bilder bringen: EthnoGraphic Novels als Modus ethnographischer Forschung und Präsentation
Autor:
Beate Binder
Beschreibung:
Das Format der Graphic Novel erfreut sich in den ethnologischen Fächern zunehmender Beliebtheit, um Forschungsergebnisse einem
breiteren, über akademische Kreise hinausweisenden Publikum zu vermitteln. Vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen gehe ich
in diesem Beitrag der Übersetzung von ethnographischem Wissen in Text-Bild-Geschichten nach und lote die Potenziale und Herausforderungen
des Genres aus. Mich interessiert, wie sich ethnographisches Wissen verändert, wenn es als Graphic Novel erzählt wird, welche
Entscheidungen etwa in Bezug auf Auswahl und Reduktion, auf Blickführung und Darstellungsweisen getroffen werden müssen und
welche Möglichkeiten das Genre in Hinblick auf den Umgang mit ethischen Anforderungen, mit visuellen Stereotypisierungen sowie
der Deutungshoheit von Ethnograph:innen bietet.
Diese Publikation zitieren
Beate Binder, Soziale Welten in Bilder bringen: EthnoGraphic Novels als Modus ethnographischer Forschung und Präsentation
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_029, Seitenposition: 448
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Devicing Fieldwork: ein ethnographisches Experiment | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_030 (10.12907/978-3-593-45943-1_030)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_030
Titel:
Devicing Fieldwork: ein ethnographisches Experiment
Autor:
Gisela Welz
Beschreibung:
Am Beispiel einer von der Verfasserin organisierten Podiumsdiskussion mit Umweltaktivist:innen und wissenschaftlichen Expert:innen
lotet der Beitrag das Potential einer gemeinsam mit Mitgliedern der Forschungscommunity durchgeführten öffentlichen Veranstaltung
für die ethnographische Wissensgenerierung aus. In der Public Anthropology werden solche und ähnliche Formate immer häufiger
schon zu Beginn einer Forschung geplant und eingesetzt, anstatt sie erst nach Abschluss der Forschung bzw. nach Publikation
der Ergebnisse zu realisieren. Wenn Forschende und Beforschte so eng zusammenarbeiten, entstehen neue forschungspraktische,
epistemische und ethische Fragen, wie der in diesem Beitrag vorgestellte Erfahrungsbericht zeigt.
Diese Publikation zitieren
Gisela Welz, Devicing Fieldwork: ein ethnographisches Experiment
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_030, Seitenposition: 464
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Multimodales Arbeiten in der Public Anthropology – a Map of Interventions und kein Territorium. Ein Manifest | DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_031 (10.12907/978-3-593-45943-1_031)
DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_031
Titel:
Multimodales Arbeiten in der Public Anthropology – A Map of Interventions und kein Territorium. Ein Manifest
Autor:
Judith Albrecht, Tomás Criado, Ignacio Farías, Andrew Gilbert, Carla J. Maier und Nasima Selim
Beschreibung:
Das Manifest betont das transformative Potenzial multimodaler Forschung in der Public Anthropology und fordert eine institutionalisierte
Evaluierung multimodaler Projekte. Multimodale Arbeiten wie Filme, Games, Graphic Novels und Ausstellungen ermöglichen durch
ihre multisensorischen und kollaborativen Ansätze vielschichtigere Zugänge zu komplexen gesellschaftlichen und kulturellen
Zusammenhängen als rein textbasierte Arbeiten. Das Manifest präsentiert Ergebnisse des Forschungsprojekts »Multimodal Appreciation«,
darunter ein Toolkit zur Bewertung multimodaler Projekte. Anstatt sich als eine weitere Subdisziplin zu positionieren, wird
multimodales Arbeiten in der Public Anthropology als grundlegende Haltung gesehen, die Theorie, Praxis und gesellschaftliche
Relevanz mit der Entwicklung neuer Evaluationskriterien und -praktiken, Publikationsformate und Öffentlichkeiten konsequent
zusammendenkt.
Diese Publikation zitieren
Judith Albrecht, Tomás Criado, Ignacio Farías, Andrew Gilbert, Carla J. Maier und Nasima Selim, Multimodales Arbeiten in der Public Anthropology – A Map of Interventions und kein Territorium. Ein Manifest
, DOI: 10.12907/978-3-593-45943-1_031, Seitenposition: 480
aus dem Gesamtwerk:
Hansjörg Dilger (Hg.), Gisela Welz (Hg.), Beate Binder (Hg.), Thomas G. Kirsch (Hg.), Public Anthropology (2025), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593459431
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Autor:innen