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»When you catch one kill him slowly«

Militärische Gewaltkulturen von der Frühen Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg

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Birgit Aschmann (Hg.), Jan C. Behrends (Hg.), Sönke Neitzel (Hg.), Christin Pschichholz (Hg.), »When you catch one kill him slowly« (2024), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593458717

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Beschreibung / Abstract

Haben sich in militärischen Einheiten, in Gesellschaften, Staaten oder Nationen spezifische Kulturen etabliert, die zu exzessiver militärischer Gewalt geführt haben? Die Beiträge dieses Bandes untersuchen, wie sich in den regulären Armeen der europäischen Großmächte – von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs – spezifische militärische Gewaltkulturen entwickelten. Zudem beleuchten sie, welche Rolle diese bei der Ausübung exzessiver Gewalt von Soldaten spielten. Der Fokus des Bandes liegt dabei auf physischer Gewalt, die von Zeitgenossen sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten als illegitim angesehen wurde. So können sowohl die Maßstäbe der Legitimität und Illegitimität von Gewalt als auch die Bedingungen ihres Wandels aufgezeigt werden. Das überraschende Ergebnis ist: Trotz der Spezifik militärischer Gewaltkulturen der europäischen Armeen in den verschiedenen Epochen hatten diese weniger Auswirkungen auf exzessive Gewalt als bislang in der Geschichtswissenschaft angenommen. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Beschreibung

Birgit Aschmann ist Professorin für Europäische Geschichte des 19. Jahrhunderts an der Humboldt-Universität zu Berlin. Jan C. Behrends ist Projektleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für »Diktatur und Demokratie. Deutschland und Osteuropa von 1914 bis zur Gegenwart« an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Sönke Neitzel ist Professor für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam. Christin Pschichholz, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Deutschen Hochschule der Polizei, Universität der Polizeien des Bundes und der Länder und Post Doc der DFG-Forschungsgruppe »Militärische Gewaltkulturen – Illegitime militärische Gewalt von der Frühen Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg«.

Lizenz

Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode)

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Militärische Gewaltkulturen. Vergleichende Perspektiven vom »Großen Türkenkrieg« bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
  • 1.
  • 2.
  • 3.
  • 4.
  • 5.
  • 6.
  • The Civilian as an Enemy? Violent Practices by the Ottoman Army against »Civilians« during the »Great Turkish Wars« (1683–1699)
  • Introduction
  • 1. Character of the War
  • 2. Legal Context of War and Violence in the Ottoman Empire
  • 3. The Image of »Reaya«, and One’s Own »Soldier«: Violent Practices within the Army
  • 4. Image of the Enemy: Violence against Civilians and Soldiers
  • Conclusion
  • Zwischen Täter und Opfer. Habsburgische Truppen und ihr Umgang mit »Zivilisten« und »Kriegsgefangenen« im »Großen Türkenkrieg« (1683–1699)
  • 1. Vorgaben für den Umgang mit der nichtmilitärischen Bevölkerung
  • 2. Konflikte zwischen Militärpersonal und der nichtmilitärischen Bevölkerung
  • 3. »Habsburgische« oder »reichische« Gewaltkultur? Ein Vorschlag
  • Religion und Gewalt. Beobachtungen auf europäischen Kriegsschauplätzen in der Vormoderne
  • »Orders is so very Strick’d to keep every thing regular«. Illegitime Gewalt der britischen Armee während des Siebenjährigen Krieges (1756–1763)
  • 1. Einleitung
  • 2. Gewaltsituationen, Eskalationspotenziale und militärische Multinormativität
  • 3. »War of the worst Shape«: Das Andere des gehegten Krieges
  • 4. Zwischen Konvivialität und Terror: Zivilisten und soldatische Disziplin im Europa
  • 5. Zierenberg 1760: Ein humanes Massaker?
  • 6. Fazit
  • Von »rasenden Kriegsheeren« und »guter Manneszucht«. Zur Gewaltkultur der russischen und österreichischen Armee im Siebenjährigen Krieg (1756–1763)
  • 1. Reglementierte Ehre – Multinormativität legitimer und illegitimer Gewalt
  • 2. Zwischen Kampf und Ruhe – Gewaltsituationen im Krieg
  • Fazit: Gehegte Gewaltkultur?
  • Illegitime Gewalt und militärische Gewaltkulturen. Die französische und österreichische Armee während der Revolutions‐ und Napoleonischen Kriege (1792–1815)
  • 1. Normen und Grundsätze zu legitimer und illegitimer Gewalt im Krieg
  • 2. Gewaltvergehen in der französischen und in der österreichischen Armee: Häufigkeit und Rahmenbedingungen
  • 3. Gewaltkulturen in der französischen und österreichischen Armee
  • »Der kleine Krieg ist jetzt in vollem Gange.« Thesen für eine Neuperspektivierung des Deutsch‐Französischen Krieges
  • 1. Folgenreiche Entgrenzung oder erfolgreiche Einhegung? Der Deutsch‐Französische Krieg zwischen zwei Sonderwegsnarrativen
  • 2. »Nach Sedan«: Für eine Neuperspektivierung des Krieges
  • 3. Normen zum Krieg, Normen im Krieg
  • 4. Thesen
  • 5. Ein kurzes Fazit
  • Von Ehre und Ängsten. Vorschläge zu einer integrierten Emotionsgeschichte illegitimer Gewalt in militärischen Gewaltkulturen
  • 1. Meisternarrative zur Gewalt und die Rolle der Emotion
  • 2. Eine integrierte Emotionsgeschichte der Gewalt
  • 3. Emotionen, illegitime Gewalt und der Deutsch‐Französische Krieg von 1870/71
  • Schluss
  • Die gewaltsame Aushandlung legitimer und illegitimer Gewalt in interkulturellen Kriegen Ostafrikas (1884–1914)
  • Europäische Legitimation kolonialer Gewalt
  • Die Schutztruppe als multikulturelle Gewaltorganisation: Gewalt nach innen
  • Fazit
  • Brutale (Vor)Reiter? Illegitime militärische Gewalt der Kosaken im Ersten Weltkrieg (1914–1917)
  • Woher kamen die Koasken?
  • Das Russische Reich und das internationale Kriegsrecht
  • Ostpreußen 1914: Einmarsch, Besatzung und Rückzug der Kosaken
  • Ostgalizien 1914/15: russischer Vormarsch, Besatzung und Pogrome
  • Ausblick und Fazit
  • Britain, Canada and the World Wars: Military Cultures of Violence in the »White Empire«, 1914–1945
  • »Every German should be exterminated«: Prisoner Killing on the Western Front
  • »Prussian ›frightfulness‹ is entirely abhorrent to the British nation«: Interwar Discourses
  • »The trouble with our British lads is that they are not killers by nature«: Restraint on the Ground in the Second World War
  • Conclusions
  • »We certainly wanted to be first‐class soldiers«: Examining Possible Excessive Violence by South African Troops in Both World Wars
  • Introduction
  • Excessive Violence? The Rules of Warfare for South African Troops 1914–1945
  • A South African Military Culture? Cultural Factors Influencing the South African Armed Forces
  • Examples of Excessive Violence by South African Troops
  • Conclusion
  • Sowjetische und russische Operationen nach 1945. Aufstandsbekämpfung, »Spezialoperationen« und exzessive Gewalt
  • Russland, die UdSSR und das humanitäre Völkerrecht
  • Aufstandsniederschlagung: Von Berlin über Budapest bis in die Sowjetunion
  • Militärische »Spezialoperationen«: Vom Prager Frühling bis zum Angriff auf die Ukraine
  • Verbrechen gegen Zivilisten: Artillerie, Luftkrieg und Drohnen
  • Besatzung: Illegitime Gewalt sowjetischer und russischer Streitkräfte gegen Zivilisten
  • »The Russian Way of War«: Verbrechen und exzessive Gewalt als Folgen fehlender Verrechtlichung
  • Autorinnen und Autoren
  • Literatur und gedruckte Quellen

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