Widersprüche erkennen, das Gesellschaftliche im Einzelnen sehen

Kritischer Kinder- und Jugendhilfe über Friedhelm Peters begegnen

Widersprüche erkennen, das Gesellschaftliche im Einzelnen sehen

Diese Publikation zitieren

Christian Reutlinger (Hg.), Stefan Lenz (Hg.), Josef Koch (Hg.), Heike Graber (Hg.), Widersprüche erkennen, das Gesellschaftliche im Einzelnen sehen (2024), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISBN: 9783779984047

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Beschreibung / Abstract

Im vorliegenden Band geht es um historische und aktuelle Denkansätze, die dazu beitragen, Kinder und Jugendliche nicht an die Systeme anzupassen, sondern die Jugendhilfesysteme und die Fachkräfte so zu verändern, dass sie Kinder und Jugendliche beim Erwachsenwerden individuell begleiten und unterstützen. Hierzu gibt es viele Berichte aus den ausgehenden 1960er bzw. beginnenden 70er Jahren, als z.B. Heimeinrichtungen entsprechend umgebaut wurden, aber auch Impulse aus aktuellen Zusammenhängen. Dieses Buch ist vor diesem Hintergrund Friedhelm Peters gewidmet und würdigt seine Impulse. Die Aufsätze versuchen unter Rückgriff auf historische und aktuelle Texte grundsätzliche Ideen, Konzepte und Haltungen herauszuarbeiten. Versammelt sind verschiedene Autor*innen, die Peters persönlich begleitet haben.

Beschreibung

Christian Reutlinger, Prof. Dr., geb. 1971, Sozialgeograf und Erziehungswissenschaftler mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik hat seit 2023 die Professur für Stadt und Gesundheit an den Instituten Soziale Arbeit und Gesundheit (ISAGE) und Sozialplanung, Organisationaler Wandel und Stadtentwicklung (ISOS) der FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten und Muttenz inne. Stefan Lenz, Diplom-Sozialpädagoge (FH), ist seit 2001 hauptamtlicher geschäftsführender Vorsitzender des Postillion e.V., einem freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Rhein-Neckar-Kreis mit den Angeboten Kindertagesbetreuung, Mobile Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung (ambulant und stationär) sowie Schulsozialarbeit. Josef Koch, Pädagoge und Lehrer, ehemaliger Leiter des Bundesmodellprojektes INTEGRA zur Etablierung integrierter Hilfen, seit 2003 Geschäftsführer der "Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen – IGfH", Frankfurt/M. Heike Graber, Diplom-Sozialarbeiterin (FH), von 1994 bis 1998 Studium an der EFH Darmstadt, im Anschluss im Strafvollzug sowie in der ambulanten und stationären Erziehungshilfe tätig und aktuell in Modellprojekten beim Postillion e.V.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung
  • Jugendhilfe als Reformprozess – Von der Abschaffung der geschlossenen Unterbringung zum erneuerten Gemeinwesenbezug
  • Kinder‐ und Jugendhilfe im Dienst von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien
  • 1. Verortung
  • Kollektiverziehung in der Reisenden Schule des Johannes‐Petersen‐Heims und was wir daraus lernen könnten
  • Auflösung aller geschlossenen Heime in Hamburg 1980
  • „Seit an Seit“ und unverdrossen. Gegen geschlossene Unterbringung und für eine Erziehung in Freiheit.
  • Ambulant Betreutes Einzelwohnen (ABE). Ein Versuch jenseits von Familie und Anstalt – in vier Szenen
  • 2. Weiterungen
  • „Widersprüche erkennen, das Gesellschaftliche im Einzelnen sehen...“ Die Rolle des Wissens für die Kinder‐ und Jugendhilfe
  • Die Entwicklung der Erziehungshilfe im slowenischen Kontext
  • Nicht die Kinder und Jugendlichen sind 'gestört', sondern die institutionelle Praxis! Ein sozialräumlicher Blick auf die Grundanliegen Friedhelm Peters
  • Gemeinwesenarbeit im Kontext lokaler Sozialpolitik – revisited
  • Veränderungen denken und gestalten – Freiheit in Kritik und Praxis
  • Radikale Bescheidenheit und eine konkrete Utopie
  • Pädagogik und Freiheit bedingen einander
  • 3. Blick zurück nach vorne
  • “Die Kritik ist keine Leidenschaft des Kopfes, sondern der Kopf der Leidenschaft” (K. Marx) – Sozialarbeit und Sozialarbeiterausbildung in den 70er Jahren in Bielefeld
  • 4. Publikationen von Friedhelm Peters – eine Auswahl
  • Autor*innen

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