„Keine Kameraden“ – das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener im Nationalsozialismus

Zur Ausgestaltung der Gedenkstätte „Stalag 326“ und des sowjetischen Ehrenfriedhofs in Stukenbrock/Senne zu einer Gedenk- und Begegnungsstätte von überregionaler und internationaler Bedeutung

„Keine Kameraden“ – das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener im Nationalsozialismus

Diese Publikation zitieren

Falk Pingel (Hg.), „Keine Kameraden“ – das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener im Nationalsozialismus (2019), UVW Webler, Bielefeld, ISBN: 9783946017493

Beschreibung / Abstract

„Das Schicksal der 5,3 Millionen sowjetischer Kriegsgefangener aus dem Erinnerungsschatten herausholen!“ Bundespräsident Joachim Gauck rief mit diesen Worten am 8. Mai 2015 in Stukenbrock zur Weiterentwicklung der bestehenden Dokumentationsstätte „Stalag 326“ („Stammlager“ für sowjetische Kriegsgefangene im „Dritten Reich“) zu einer Gedenkstätte von überregionaler und internationaler Bedeutung auf. Das furchtbare Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen hatte bis dahin nur eine untergeordnete Rolle in der deutschen Erinnerungspolitik eingenommen und seine Beurteilung war zudem von politischen Kontroversen gekennzeichnet. Über 3 Millionen, d.h. etwa zwei Drittel, der sowjetischen Kriegsgefangenen wurden während ihrer Gefangenschaft Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik, die mit dem Krieg gegen die Sowjetunion verfolgt wurde und hinter der Front nicht aufhörte, sondern auf den Gewaltmärschen, in den Lagern der besetzten Gebiete und des Reiches fortgesetzt wurde. Nur wenige Gedenkorte erinnern bisher an diese Fortsetzung des Vernichtungskrieges mit zivilen Mitteln unter der Verantwortung der Wehrmacht. Ausgehend von der Würdigung, die die damalige „Dokumentationsstätte“ in Schloß Holte-Stukenbrock durch den Besuch des Bundespräsidenten erhalten hatte, haben sich politische und zivilgesellschaftliche Initiativen gebildet mit dem Ziel, um Unterstützung für die Ausgestaltung des Gedenkortes zu werben. Diesem Ziel dient diese Broschüre, die vom Initiativkreis zur Unterstützung des Ausbaus der Gedenkstätte Stalag 326, Bielefeld, zusammengestellt wurde.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1. Gedanken zu Inhalt und Gestaltung
  • Programm 03./04.03.2018
  • Die Beiträge bzw. deren Zusammenfassungen
  • Dr. Andreas Hilger: Verwahren, Aussondern, Verhungernlassen
  • Prof. Dr. Thomas Welskopp: Verantwortung und Handlungsspielräume der Wehrmacht im „Unternehmen Barbarossa“
  • Dr. Christian Streit: Sowjetische Kriegsgefangene der Wehrmacht im Spiegel der wissenschaftlichen Forschung und bundesdeutschen Erinnerung
  • Dr. Reinhard Otto: Sowjetische Kriegsgefangene in Konzentrationslagern
  • Dr. Jörg Morré: Chancen deutsch-russischer Zusammenarbeit in der Erinnerungspolitik zum Zweiten Weltkrieg
  • Dr. Thomas Lutz: Gedenken an sowjetische Kriegsgefangene – Anforderungen an Gedenkstättenarbeit heute
  • Dr. Rolf Keller: Sowjetische Kriegsgefangene im NS-Lageruniversum
  • Dr. Nikita Petrov: The Politics of Memory in Russia Today
  • Oliver Nickel: 25 Jahre Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne: ein Überblick.
  • Programm 05./06.10.2018
  • 2. Stellungnahmen politischer Organe
  • 3. Presseberichte

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