„Christfluencerinnen“ – Zwischen christlich-fundamentalistischem „Lebensschutz“ und „feministischer“ Selbstinszenierung in den Sozialen Medien

Laura Meyer-Stolte und Pernilla Harder

Diese Publikation zitieren

Laura Meyer-Stolte, Pernilla Harder, „Christfluencerinnen“ – Zwischen christlich-fundamentalistischem „Lebensschutz“ und „feministischer“ Selbstinszenierung in den Sozialen Medien (04.02.2023), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1438-5295, 2022 #4, S.182

Getrackt seit 05/2018

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Accesses

Beschreibung / Abstract

Als feste Bestandteile des Alltags sind Soziale Medien heute Orte von gesellschaftlichen Diskursen und Aushandlungsprozessen. Durch ihre großen Reichweiten haben sogenannte Influencer*innen einen großen Einfluss und sind unter anderem für Marketingstrategien relevant. Ein in diesem Kontext beobachtbares Phänomen ist das der Christfluencer*innen. Dies sind zumeist junge Menschen, die über Soziale Medien versuchen, bei einer primär jugendlichen Zielgruppe Interesse für den christlichen Glauben zu wecken. Im Gegensatz zu traditionellen christlichen Organisationen schaffen es die christlichen Influencer*innen, dem Glauben einen frischen sowie vermeintlich modernen Anstrich zu geben sowie eine große Follower*innenschaft zu erreichen. Neben der Vermittlung der Begeisterung für den christlichen Glauben beschäftigen sich die Christfluencer*innen mit Fragen rund um das alltägliche christliche Leben. Häufige Inhalte sind folglich christliche Perspektiven auf Themen wie z.B. Liebe, Beziehungen, Sexualität oder auch Mode. Auch gesellschaftlich kontrovers diskutierte Themen wie Schwangerschaftsabbrüche gehören zu den Inhalten vieler Christfluencer*innen. In vielen Fällen findet diese Thematisierung im Kontext einer Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen im Sinne des sogenannten christlichen Lebensschutzes statt. Der Beitrag stellt ein Forschungsprojekt zu dieser Thematik vor.

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