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Datensouveränität

Positionen zur Debatte

Datensouveränität
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Steffen Augsberg (Hg.), Petra Gehring (Hg.), Datensouveränität (2022), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593451947

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Beschreibung / Abstract

Um die Forderung, Bürger:innen mehr Spielraum für die Verwendung ihrer Daten einzuräumen, ist eine heftige Diskussion entbrannt. Ist informationelle Selbstbestimmung in Deutschland nur als Anspruch auf jederzeitige Kontrolle über die »eigenen« Daten zu verstehen? Oder lässt sie sich – als informationelle Freiheitsgestaltung – auch aktiver und partizipativer verwirklichen, bis hin zur kommerziellen Nutzung von Daten? Diese Grundsatzfrage wird zusätzlich dadurch brisant, dass Datenschutzregeln zwar existieren, im Netz aber vielfach nicht durchsetzbar sind. Im Buch diskutieren Expert_innen aus Rechts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaft sowie Philosophie und Theologie die Positionen der aktuellen Debatte. Dabei werden auch konkurrierende Konzepte wie »digitale Souveränität«, »technologische Souveränität« und überhaupt das Phänomen des Rufs nach mehr »Souveränität« in der deutschen und europäischen Digitalpolitik beleuchtet.

Beschreibung

Steffen Augsberg ist Professor für Öffentliches Recht an der Universität Gießen. Petra Gehring ist Professorin für Philosophie an der Technischen Universität Darmstadt. Zusammen mit Prof. Dr. Steffen Augsberg leitete sie im Jahr 2021 gemeinsam die Projektgruppe »Datensouveränität« am Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI). Das Zentrum wird gefördert durch die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung.

Lizenz

Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode)

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Datensouveränität als Diskursgegenstand: Ambiguität als Chance?
  • 1. Souveränität als Topos politischer Philosophie
  • 2. Souveränität als Chiffre für verfassungsnormative Grundentscheidungen
  • 3. (Daten†‘)Souveränität als entwicklungsoffenes und Entwicklungen anleitendes Paradigma
  • 4. Positionen zur Debatte
  • Datensouveränität versus Digitale Souveränität: Wegweiser aus dem konzeptionellen Durcheinander
  • 1. Souveränität – eine Großvokabel
  • 2. Datensouveränität: Verfügen über persönliche Daten
  • 3. Digitale Souveränität: Kompetenz vs. Rückbau von Abhängigkeiten
  • 4. Babylonisches Durcheinander: die Datenstrategie der Bundesregierung Anfang 2021
  • 5. Alles »ein« neues Konzept?
  • 6. Konzeptionelle Wegweiser?
  • Konsumentensouveränität und Datensouveränität aus ökonomischer Sicht
  • 1. Einleitung
  • 2. Zur Entwicklung des Begriffs »Konsumentensouveränität« in der Ökonomie
  • 3. Konsumentensouveränität und Verbraucherpolitik
  • 4. Zu den Problemen der Konsumentensouveränität bezüglich Daten in der digitalen Wirtschaft
  • 5. Konsumentensouveränität und Datensouveränität – einige weitergehende Perspektiven aus ökonomischer Sicht
  • Datensouveränität zwischen informationeller Selbstbestimmung und EU†Datenschutzgrundrecht
  • 1. Datensouveränität als informationelle Freiheitsgestaltung
  • 2. Die informationelle Selbstbestimmung als Ausgangspunkt der Datensouveränität
  • 3. Die Grundlagen des bestehenden Datenschutzes im europäischen Primärrecht
  • 4. Exkurs: Art. 12a Hessische Verfassung – informationelle Selbstbestimmung in Reinform
  • 5. Datensouveränität als Verantwortung
  • Datenschutz und Datensouveränität – ein Widerspruch?
  • Einleitung
  • Datenschutz versus Datensouveränität?
  • Fazit
  • Datensouveränität als Privatautonomie
  • Einleitung
  • 1. Datensouveränität als Ausprägung der Privatautonomie
  • 2. Dimensionen der Datensouveränität
  • 3. Zusammenfassung
  • Datenschutz, Datensouveränität, Data Governance: Überlappungen, Spannungen und mögliche Lerneffekte
  • 1. Daten als zentraler Faktor der Netzwerk†‘/0ptPlattformgesellschaft
  • 2. Datenschutz: klassische Schutzmechanismen und ihre Grenzen
  • 3. »Datensouveränität als informationelle Freiheitsgestaltung«
  • 4. Data Governance: Daten als Wirtschaftsfaktor
  • 5. (Zwischen†‘)Fazit: Tatendurst und Datenhunger
  • Zwischen Datensouveränität und Volkssouveränität: Demokratietheoretische Überlegungen mit und gegen Hannah Arendt
  • 1. Hannah Arendts (Miss†‘)Verständnis von Souveränität
  • 2. Hannah Arendts politische Philosophie – drei Differenzierungen
  • 3. Auf dem Weg zur souveränen Datengenossenschaft?
  • Datensouveränität als Gestaltungskonzept wissenschaftlich†technischer Entwicklungen
  • 1. Einleitung
  • 2. Anlässe
  • 3. Eine eher traditionelle Sichtweise auf Risikoaspekte – Datensouveränität als Abwehr† und als Schutz†Konzept und als negative Freiheit
  • 4. Datensouveränität als positive Gestaltungsherausforderung – als Freiheit†zu
  • 5. Die Kehrseite: Zuviel (moderner) Technikoptimismus?
  • 6. Der Bürger, User und Konsument als souverän Handelnder: Ein mündiger und kritischer »Tanz auf des Messers Schneide« statt eines risikoaversiven Handlungsverzichts
  • 7. Anknüpfungen zur Zuschreibung von »Souveränität« in der Lebenswelt
  • 8. Fazit: Die Gestaltungsherausforderungen annehmen und nutzen
  • Datensouveränität durch Dateninfrastrukturen: Das Leuchtturmprojekt Gaia†X
  • 1. Vorstellung der Entwicklung von Gaia†X
  • 2. Das Konzept der Datensouveränität aus wissenschaftlicher Perspektive – ein schillernder Begriff
  • 3. Die (Daten†‘)Souveränität aus Sicht von Gaia†X
  • 4. Gaia†X – Zwischen unternehmerischer Datensouveränität und Datenschutz: Fazit
  • Datentoxikalität: Eine technikethische Herausforderung
  • 1. Schädigung
  • 2. Exemplarische Konkretisierungen
  • 3. Vergessenwerden durch Unauffindbarmachen
  • Literatur
  • Autorinnen und Autoren

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