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Disparitäten in Anstrengungsbereitschaft und Leistung nach SES, Familiensprache und Geschlecht: Folgen von Sozialisation oder von Diskriminierung durch verzerrte Lehrpersonenerwartungen

Markus Neuenschwander und Edith Niederbacher

Diese Publikation zitieren

Markus Neuenschwander, Edith Niederbacher, Disparitäten in Anstrengungsbereitschaft und Leistung nach SES, Familiensprache und Geschlecht: Folgen von Sozialisation oder von Diskriminierung durch verzerrte Lehrpersonenerwartungen (07.12.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1436-1957, 2021 #4, S.449

Getrackt seit 05/2018

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Accesses

Beschreibung / Abstract

Gemäß der Sozialisationsthese werden die Unterschiede in Anstrengungsbereitschaft und Leistung von Schülerinnen und Schülern nach strukturellen Merkmalen wie sozioökonomischer Status (SES), Familiensprache und Geschlecht durch differenzielle Lerngelegenheiten und Normenbildung erklärt. Gemäß der Diskriminierungsthese sind die Anstrengungs- und Leistungsunterschiede durch Lehrpersonenerwartungen bedingt, welche gegenüber Kindern mit bestimmten strukturellen Merkmalen verzerrt sind. Wie gut erklären diese Thesen die Effekte von SES, Familiensprache bzw. Geschlecht auf Anstrengungsbereitschaft und Leistungen von Schülerinnen und Schülern in Deutsch und Mathematik? Anhand einer Längsschnittstichprobe mit 1152 Kindern (4.-6. Klasse) und 75 Lehrpersonen wurde mit Mehrebenen-Strukturgleichungs- bzw. Pfadmodellen die Mediation der meisten Effekte von SES, Familiensprache und Geschlecht auf Anstrengungsbereitschaft und Leistung in Deutsch und Mathematik durch Lehrpersonenerwartungen bestätigt. Die Anstrengungs- und Leistungserwartungen der Lehrpersonen waren durch SES, Familiensprache und Geschlecht verzerrt. Die Ergebnisse liefern Hinweise zur Erklärung von Bildungsungleichheiten.

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