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Das Phänomen der verschwundenen Flüchtlingskinder

Andrea Hartmann, Myriam Eser Daviolo und Eva Mey

Diese Publikation zitieren

Andrea Hartmann, Myriam Eser Daviolo, Eva Mey, Das Phänomen der verschwundenen Flüchtlingskinder (29.09.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1432-6000, 2021 #3, S.235

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

In Europa werden Schätzungen zufolge über zehntausend unbegleitete geflüchtete Kinder und Jugendliche vermisst. Die Gründe und die Folgen des Untertauchens sind kaum erforscht und stellen ein Dunkelfeld dar.
Wenig ist auch bekannt darüber, wie Fachpersonen der Sozialen Arbeit, welche die Kinder und Jugendliche betreuen, das Phänomen wahrnehmen und damit umgehen. In einer explorativen Untersuchung wurde das Phänomen des Untertauchens untersucht, um das Ausmaß, die Ursachen, Folgen und Interventionen von Fachkräften sowie Prävention(-smöglichkeiten) mit Hilfe von Expert*inneninterviews (N=5), statistischen Angaben und rechtlichen Rahmenbedingungen zu bestimmen.
Dabei hat sich gezeigt, dass von den Expert*innen unterschiedliche Deutungen entwickelt werden: Die verschwundenen Kinder und Jugendliche werden grob nach zwei Gruppen unterschieden, jene, deren Verbleib gänzlich unbekannt ist, und jene, deren Verbleib inoffiziell bekannt ist. In Bezug auf beide Gruppen sind die Fachpersonen gewissen Belastungen und Dilemmata ausgesetzt. Dabei entwickeln sie verschiedene Strategien im Umgang damit. Hier zeigt sich die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung in der Praxis der Sozialen Arbeit und Enttabuisierung des Phänomens.

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