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»Mir fällt es immer noch schwer, mich an das Leben hier zu gewöhnen«

Die Biografien der »DDR-Kinder aus Namibia« im Zeichen der internationalen Solidarität?

Caroline Schmitt und Matthias D. Witte

Diese Publikation zitieren

Caroline Schmitt, Matthias D. Witte, »Mir fällt es immer noch schwer, mich an das Leben hier zu gewöhnen« (08.12.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0340-8469, 2021 #8, S.79

Getrackt seit 05/2018

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Accesses

Beschreibung / Abstract

In diesem Beitrag geht es um eine Gruppe von rund 430 Personen, die im Zeitraum von 1979 bis 1989 aus namibischen Geflüchtetenlagern in die DDR gebracht wurden, um den gefährlichen Lebensbedingungen vor Ort zu entkommen und zur »Elite« eines zukünftig befreiten Namibias ausgebildet zu werden. Das Aufwachsen in der DDR stand unter der Maxime der »internationalen Solidarität«. Die DDR wollte sich »solidarisch« mit der Befreiungsbewegung South-West Africa People’s Organization (SWAPO) zeigen und sie im Kampf gegen die rassistische Vorherrschaft Südafrikas unterstützen. Mit der Unabhängigkeit Namibias und Wiedervereinigung in Deutschland wurden die jungen Menschen jedoch unvorbereitet nach Namibia ausgeflogen und von den politischen Eliten weitgehend vergessen. Statt solidarischer Verbundenheit erlebten sie Ausschluss und formierten ihre eigene Schicksalscommunity.

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