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Vom Anti-Judaismus zum Anti-Israelismus

Der Wandel der Judenfeindschaft in theologisch-kirchlichen Diskursen

Wolfgang Stegemann und Ekkehard W. Stegemann

Diese Publikation zitieren

Wolfgang Stegemann, Ekkehard W. Stegemann, Soham Al-Suadi(Hg.), Vom Anti-Judaismus zum Anti-Israelismus (2021), W. Kohlhammer Verlag, 70565 Stuttgart, ISBN: 9783170374812

Getrackt seit 05/2018

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Accesses

Beschreibung

Prof. Dr. Ekkehard W. Stegemann war Professor für Neues Testament an der Universität Basel. Prof. Dr. Wolfgang Stegemann war Professor für Neues Testament an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. Prof. Dr. Soham Al-Suadi ist Professorin für Neues Testament an der Universität Rostock.

Beschreibung / Abstract

Judenfeindschaft artikuliert sich sehr unterschiedlich. In den letzten Jahrzehnten ist eine Verschiebung von antijudaistischen zu antiisraelischen Diskursen zu beobachten, die gesellschaftlich erschreckend weit akzeptiert werden und nicht selten in einer judenfeindlichen Interpretation der neutestamentlichen Texte wurzeln. Ekkehard W. Stegemann und Wolfgang Stegemann machen seit vielen Jahren aufmerksam auf Judenfeindschaft und deren Deutungsmuster, die sich stets wandeln. Aspekte des Antijudaismus im Neuen Testament, Judenfeindschaft im frühen Christentum, aber auch das Verhältnis von Kirche und Israel als christliches Identitätsproblem gehören zu den Themen, die sie seit über 30 Jahren benennen.

Inhaltsverzeichnis

  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung
  • Aspekte des Antijudaismus im Neuen Testament
  • 1 Antijüdische Äußerungen begegnen im NT als negative Identifizierung eines Verhaltens, das in Wahrheit an den christlichen Adressaten der neutestamentlichen Schrift selbst kritisiert wird
  • 2 Antijudaismus als Ausdruck eines christlichen Legitimationsinteresses
  • 3 In der geschichtstheologischen Konzeption des Matthäusevangeliums wird das ablehnende Verhalten Israels gegen Jesus Christus zu einem negativen Mythos
  • Die Evangelischen Kirchen und das Judentum seit 1945
  • 1 Verschweigen und Verkennung der gestellten Probleme (1945–1950)
  • 2 Entdeckung der Bedeutung der christlichen Judenfeindschaft (1960–1979)
  • 3 Haschoah als Wendepunkt christlicher Theologie
  • Das Verhältnis Rudolf Bultmanns zum Judentum
  • 1 „Im grundlegend Menschlichen konnte man sich einfach auf Bultmann verlassen“ (Hans Jonas)
  • 2 Die „jüdische Gesetzlichkeit“ Bultmanns Zerrbild vom antiken Judentum
  • 3 Der jüdische Glaube als das negative Gegenstück zum christlichen und Repräsentant eines uneigentlichen Existenzverständnisses
  • 4 Pathologie des strukturell-theologischen Antijudaismus
  • Die Stellung Martin Luthers und der Evangelischen Christen zum Judentum
  • I
  • II
  • III
  • König Israels, nicht König der Juden?
  • Vorbemerkungen
  • I Der Königstitel bei Johannes
  • II Das Verhältnis des Johannesevangeliums zu dem „apokalyptischen“ und dem „weisheitlichen“ „Königs(herrschaft)“-Diskurs
  • Jesus als Messias in der Theologie des Lukas
  • I Problematisches Bekenntnis
  • II Jesus als Messias und endzeitlicher König in der lukanischen Christologie
  • III Abschließende Bemerkungen
  • Der Jude Jesus und der Glaube der Christen
  • 1 Jüdische Versöhnung mit dem Juden Jesus von Nazareth
  • II Das Desiderat einer christlichen Versöhnung mit dem Judesein Jesu von Nazareth
  • III Jesus im Glauben der Christen
  • Theologie zwischen Antisemitismuskritik und alten Vorurteilen
  • I Einleitung
  • II Antisemitismuskritik im Christentum
  • III Judenfeindschaft als Antijudaismus und Antisemitismus
  • IV Die Entstehung des christlich-jüdischen Antagonismus
  • V Die Ausbildung einer transethnischen (universalen) Identität im Christentum
  • VI Sicherstellung des christlichen Anspruchs durch Kanonisierung und Hermeneutik
  • VII Die Inversion des Antijudaismus
  • VIII Christliche Theologie ohne Antisemitismus: Prolegomena
  • Am Anfang war die Unterscheidung
  • Einleitung
  • I Auseinandergehen der Wege
  • II Transformation jüdischer Traditionen
  • III Der partikulare Universalismus des Paulus
  • IV Deklaration oder Wirklichkeit?
  • V Transformation der Körper
  • Schluss
  • Israel in Barths Erwählungslehre
  • 1 Einleitung
  • 2 Barth verschiebt das Ziel der Argumentation von Israels Teilhabe an der endzeitlichen Erlösung zur Teilhabe an der geschichtlichen Kirche
  • 3 Barth verschiebt die kontextuelle Stellung des Argumentationsgefälles in Röm 9–11
  • 4 Barth erklärt zum Rätsel, was für Paulus die Enthüllung der „Taktik“ des Erlösungshandelns Gottes ist
  • 5 Barth trägt Anschuldigungsstereotypen gegen Juden aus antijüdischer Tradition in die Auslegung ein
  • 6 Die Kritik der elenden antijüdischen Geschichte des Christentums ist theologisch zu reflektieren
  • 7 Finitum incapax infiniti
  • Lief am Anfang etwas falsch?
  • 1 Gab es am Anfang eine Geburt in Sünden?
  • 2 Kritik des essenzialistischen Denkens
  • 3 Plädoyer für ein Diskursmodell
  • 4 Die Entstehung des Christentums als Entstehung einer neuen kollektiven Identität – neben Juden und Griechen
  • 5 Ein Fazit
  • Wie „christlich“ ist das Judentum?
  • 1 Wie „christlich“ ist das Judentum?
  • 2 Die Konstruktion des Judentums als Religion
  • 3 Religion versus Volk – Kritik an der ethnischen Identität des Judentums
  • 4 Eine antijüdische Gleichung: X – Judentum = Christentum
  • 5 Zur Kritik essenzieller Konstruktionen des Judentums
  • 6 Diskursmacht und Konstruktion des Anderen
  • Von Ambivalenz zur Feindschaft
  • 1 Im Spannungsfeld des Nahostkonflikts von Anfang an parteiisch gegen Israel
  • 2 Von theologischen Clowns und politischen Gestaltern im ÖRK
  • 3 Israelfeindliche Verlautbarungen
  • 4 Reaktionen von jüdischer Seite
  • 5 Die Erklärung von Beirut 2013 – bisheriger Höhepunkt der feindlichen Politik des ÖRK gegenüber Israel
  • Hat der Apostel Paulus eine rabbinische Ausbildung in Jerusalem erhalten?
  • Einleitung
  • 1 Kleiner Überblick über die Verwendung des Wortes rabbi (rabbouni) im Neuen Testament
  • 2 Apostelgeschichte 22,1–3
  • 3 Was geht aus Apg 22,1–3 über den „vor-christlichen“ Paulus hervor?
  • „Und Jakob zog seine Füße auf das Bett zurück und verschied“
  • I Abschied nehmen auch die Sterbenden
  • II „Wie standhaft und edel er endete“: Sokrates und seine Nachahmer
  • III Abschiedsszenen in der Hebräischen Bibel und in jüdischen Schriften
  • IV Die Sterbeszene und das letzte Wort Jesu nach dem Markusevangelium
  • Die Evangelien als jüdische Texte
  • 1 Boyarin: Die jüdischen Evangelien und ihre jüdische Christologie
  • 2 Kritische Reaktion von Peter Schäfer
  • 3 Ein vergleichbarer Ansatz aus christlicher Perspektive
  • Thematisches Schriftenverzeichnis
  • Nachweis der Erstveröffentlichungen

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