Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Anfangsgründe der Volkssouveränität

Immanuel Kants "Staatsrecht" in der >Metaphysik der Sitten<

Martin Welsch

Diese Publikation zitieren

Martin Welsch, Anfangsgründe der Volkssouveränität (2021), Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main, ISBN: 9783465145752

Getrackt seit 05/2018

49
Downloads

Beschreibung / Abstract

Kants ‚Staatsrecht‘ in der "Metaphysik der Sitten" stellt wohl die schärfste Analyse und Kritik der demokratischen Moderne nach 1789 dar. Das musste unerkannt bleiben, solange die immer wieder beklagte Problemverfassung der Spätschrift auf die angebliche Senilität des Autors zurückgeführt wurde oder man chaotische Vorgänge bei der Drucklegung für die Textverfassung verantwortlich machte. Tatsächlich aber ist sie Ausdruck der Brillanz einer bis heute unerforschten philosophischen Rhetorik, die als Höhepunkt und Glanzstück des Kantischen Schaffens angesehen werden muss. Indem Martin Welsch ihr erstmals in der Geschichte der Kant-Literatur Achtung schenkt, deckt er zugleich eine bislang unbeachtete Spielart radikaler Volkssouveränität auf, die unsere politische Gegenwart in ein neues Licht stellt.

Kant's 'Staatsrecht' in the "Metaphysik der Sitten" very likely represents the sharpest analysis and critique of democratic modernity after 1789. This, however, had to remain unrecognized as long as the repeatedly lamented problematic nature of this late text was attributed either to the alleged senility of the author, or else confusion created in the course of the printing process was blamed for its inscrutable composition. In fact, however, it is an expression of the brilliance of a philosophical rhetoric that has remained unexplored to this day and must be regarded as the culmination and pièce de résistance of Kant's oeuvre. By focussing the attention to this piece of writing for the first time in the history of Kant scholarship, Martin Welsch uncovers a hitherto unnoticed variant of the notion of radical popular sovereignty that sheds new light on our political present.

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Impressum
  • Inhalt
  • Textgrundlage, Zitierweise und Siglen
  • Vorspann
  • Einleitung
  • 1. Das Problem: Die double bind-Paradoxie der repräsentativen Demokratie
  • 2. Zur Ideengeschichte des Problems: Hobbes, Rousseau, Sieyes
  • 3. Kants 'Staatsrecht': Seine Position in der Ideengeschichte der repräsentativen Demokratie sowie in der gegenwärtigen Forschung
  • 4. Nähere Bestimmung des Forschungsansatzes
  • Vorstudie zum Postulat des öffentlichen Rechts
  • 1. Überblickschaffende Interpretation:Das Postulat des öffentlichen Rechts in den §§ 41 und 42
  • 2. Stand- und Gesichtspunkt der Adressaten des Postulats des öffentlichen Rechts
  • 3. Die Hobbes’sche Lektüre: Das Postulat des öffentlichen Rechts als Staats- und Autorisierungsgebot
  • 4. Eine alternative Lektüre
  • 5. Die Funktion des Postulats des öffentlichen Rechts in der Genese von Strukturen öffentlichen Rechts
  • 6. Erläuterung und Zusammenfassung mit Blick auf die Kantische Terminologie der Epistemologie praktischer Erkenntnis
  • 7. Ausblick auf das 'Staatsrecht'
  • Hauptteil: Interpretation des ‚Staatsrechts‘ von 1797
  • Zum Aufbau des 'Staatsrechts'
  • A. Der erste Paragraphenblock: §§ 43-49
  • B. Die Allgemeine Anmerkung: „Von den rechtlichen Wirkungen aus der Natur des bürgerlichen Vereins“
  • C. Der zweite Paragraphenblock: §§ 50-52 „Von dem rechtlichen Verhältnisse des Bürgers zum Vaterlande und zum Auslande“
  • Schluss
  • Literatur
  • Danksagung

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor