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Wie uns das Coronavirus kränkt – und unser historisches Selbstverständnis verwandeln kann

José Brunner

Diese Publikation zitieren

José Brunner, Wie uns das Coronavirus kränkt – und unser historisches Selbstverständnis verwandeln kann (2021), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISSN: 1860-2177, 2021 #1, S.201

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Im Verlauf des letzten Jahres konnte man viel darüber lesen und hören, welchen Einfluss die Covid-19-Pandemie auf die Zukunft der Welt ausüben wird. Im Gegensatz zu diesen futuristischen Gedanken erläutert der Beitrag, wie das Coronavirus unser historisches Selbstverständnis, man könnte sagen, unsere Vergangenheit, verändert. Ausgangspunkt der Analyse ist eine tiefe narzisstische Kränkung, die uns dieses Weltereignis zugefügt hat, die aber bisher nicht zur Sprache gebracht wurde. Die zum Teil bewusste und zum Teil unbewusste Dynamik von Schrecken, Scham und Wut, die durch die Pandemie ausgelöst wurde, verändert unsere Sicht auf die Vergangenheit, indem sie Seuchen einen neuen historischen Stellenwert verleiht und so auch in Zukunft unser historisches Selbstverständnis beeinflussen kann. Zugleich prägt die narzisstische Kränkung durch Covid-19 unseren Corona-Alltag wie auch die kriegerische Rhetorik der führenden Politiker des Westens.

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