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Gute Assistenz für Menschen in Behinderungen

Wirkungskontrolle und die Frage nach dem gelingenden Leben

Diese Publikation zitieren

Johannes Eurich(Hg.), Andreas Lob-Hüdepohl(Hg.), Gute Assistenz für Menschen in Behinderungen (2021), W. Kohlhammer Verlag, 70565 Stuttgart, ISBN: 9783170376908

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung

Prof. Dr. Johannes Eurich ist Direktor des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Universität Heidelberg. Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl lehrt Theologische Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen, Berlin.

Beschreibung / Abstract

Wirkungskontrolle in sozialen Professionen lässt sich keineswegs auf die Klärung von technisch-organisatorischen Fragen reduzieren. Leistungserbringer sind vor allem gegenüber den Leistungsberechtigten, aber auch den Leistungs- und Rehabilitationsträgern verpflichtet, die Qualität, also die "gute Wirkung" zu sichern und nachzuweisen. Diese Qualitätskontrolle erfordert jedoch nicht nur eine grundsätzliche Klärung, worin die "gute Wirkung" besteht, sondern wirft auch die Fragen auf, wer diese Qualität der Leistungserbringung definiert, wie sich "gute Wirkung" messen und wodurch sie sich steuern lässt. Dabei besteht die Gefahr einer bewussten oder unbewussten Orientierung an bestimmten Leitbildern eines gelingenden Lebens, die den Leistungsberechtigten aufoktroyiert werden.

Inhaltsverzeichnis

  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Teil 1: Grundlagen von Teilhabe und Wirkung
  • Gleichberechtigte Teilhabe und gelingendes Leben – wie kann beides verwirklicht werden?
  • 1. Gelingendes Leben und Behinderung
  • 2. Die UN-Behindertenrechtskonvention
  • 3. Regelungen der UN-BRK im Einzelnen
  • 4. Wirkung
  • Literatur
  • Zwischen Selbstbestimmung und Angewiesenheit: Gelingendes Leben – mit und ohne Behinderung
  • 1. Gelingendes Leben als selbstbestimmtes Leben
  • 2. Zwischen Selbstbestimmung und Angewiesenheit
  • 3. Teilhabe im Plural
  • Literatur
  • Kontrollierte Teilhabe? Theologische Zwischenrufe
  • 1. Impuls: Menschliches Leben ist verletzliches Leben
  • 2. Impuls: Gelingendes Leben ist mehr als normativen Vorgaben zu entsprechen
  • 3. Impuls: Selbstbestimmung gehört zur Würde des Menschen
  • 4. Impuls: Zugehörigkeit ist Bedingung von gehaltvoller Teilhabe
  • 5. Ausblick
  • Literatur
  • Messen welcher Wirkung? Normativ-handlungstheoretische Vorbemerkungen zur Wirkungsmessung sozialprofessioneller Interventionen
  • 1. Soziale Professionen als kommunikative Praxis. Handlungstheoretische Unterscheidungen und normative Verbindlichkeiten
  • 2. Professionalisierung Sozialer Arbeit im Zeichen einer Kritik der instrumentellen Vernunft
  • 3. Evidenzbasierte Praxis (EBP)
  • 4. Kommunikabilität
  • Literatur
  • Wozu die Wirkung Sozialer Arbeit messen? Sozialpolitische Implikationen der Wirkungskontrolle
  • 1. What works – die Auseinandersetzung um den Nutzen sozialer Interventionen
  • 2. Sozialinvestition und Wirkungsmessung
  • 3. Wirkungssteuerung im Bundesteilhabegesetz
  • 4. Widersprüche der sozialpolitischen Zielsetzung am Beispiel des BTHG
  • 5. Widersprüche wirkungsorientierter Steuerung in der Eingliederungshilfe
  • 6. Widersprüche fiskalisch motivierter Wirkungssteuerung
  • 7. Sozialpolitische Schlussfolgerungen
  • Literatur
  • Wie misst man soziale Wirkung? – Zur Frage angemessener Indikatoren und Messinstrumente
  • 1. Legitimation durch Wirkungsmessung
  • 2. Wirkungsmessung auf qualitativer Basis: Das Wirkungsmodell
  • 3. Quantifizierung und Monetarisierung zur Grundlegung von Steuerungsentscheidungen
  • 4. Zusammenfassung und Ausblick
  • Literatur
  • Wirkungen messen – die Bedeutung subjektiver Wirkungsbewertung
  • 1. Wie kann aber subjektive Bewertung von Teilhaben gelingen?
  • 2. Ergebnisse des Projektes zum Bewerten von Teilhabezielen
  • 3. Wirkungsbewertung als komplexen Prozess verstehen
  • 4. Zur Bedeutung von Zielaushandlung im Kontext der Eingliederungshilfe
  • 5. Die Bedeutung von Zielen in Bezug auf betriebliche Wirksamkeit
  • 6. Wirkung als mittelbarer Rückschluss auf den Erfolg von Eingliederungsmaßnahmen und der Kompetenz der beteiligten Fachkräfte
  • 7. Von der Unterstützung der Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen zur Entwicklung teilhabeorientierter Sozialräume
  • 8. Vorschlag einer integrierten regionalen Teilhabe-Wirkungsanalyse
  • Literatur
  • Teil 2: Erfahrungen aus der Praxis
  • Auf dem Weg zu einem gelingenden Leben: Erfahrungen aus 10 Jahren UN-BRK „einfach machen!“ – die Umsetzung der UN-BRK gestern, heute und morgen
  • 1. Gestern
  • 2. Heute
  • 3. Morgen
  • 4. Abschluss
  • Literatur
  • „Teilhabe an Arbeit gelingt!“ – ein Diskurs zu Selbstbestimmung, Anerkennung und Sinnstiftung
  • 1. Lohnt sich Eingliederungshilfe? – Nutzen vs. Nützlich
  • 2. Was ist zu tun? – Ziele des Vorstandes Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V.
  • 3. Von der Werkstatt in den Allgemeinen Arbeitsmarkt
  • 4. Vom EU-Projekt zum Modell Spagat in Vorarlberg
  • 5. Teilhabe an Arbeit gelingt!
  • Literatur
  • Glauben leben – einfacher gesagt als getan! Erfahrungen aus der religiösen Begleitung von Menschen mit Behinderungen
  • 1. Gleiches Recht für alle
  • 2. Die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen der St. Augustinus Gruppe
  • 3. Religiöse Begleitung im Kontext der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen der St. Augustinus Gruppe
  • 4. Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen der St. Augustinus Gruppe
  • 5. Religiöse Angebote der St. Augustinus Gruppe in Tradition und Innovation
  • 6. Maßstäbe der Wirkungskontrolle
  • 7. Ausblick
  • Literatur
  • Wirkungskontrolle in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen – was heißt das für ein bürgerschaftliches Engagement?
  • 1. Hintergrundinformationen
  • 2. Baustellen
  • 3. Beispiele und Perspektive
  • Literatur
  • Inklusiver Sport – eine Chance für Sportvereine
  • 1. Die DJK Franz Sales Haus e.V.
  • 2. Integration von Menschen mit Behinderungen in Regelsportvereine
  • 3. Sport und Inklusion im Schwimmen
  • 4. Inklusives Anfängerschwimmen
  • 5. Zusammenfassung
  • Literatur
  • „Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling – oder etwa doch?“ Wie öffnen sich Räume für Erfahrungen mit Beziehungen und sexuellem Erleben für behinderte Menschen?
  • 1. Gegenwärtig ist eigentlich klar
  • 2. Wieder zurück zur Realität und hin zu manch engen Räumen
  • 3. Was also öffnet Räume?
  • 4. Was sonst noch zu sagen wäre
  • Literatur
  • Teilhabe am gelingenden Leben – was heißt das für Eltern mit Behinderungen und deren Kinder?
  • 1. Die Stiftung Haus Lindenhof
  • 2. Einführende Aussagen
  • 3. Das Konzept
  • 4. Ausblick
  • Literatur
  • Wirkung messen – Ergebnisqualität sichtbar machen: das Instrument Personal Outcomes Scales (POS)
  • 1. Das Assistenzmodell Qualität des Lebens
  • 2. Was man nicht messen kann, kann man auch nicht lenken – Personal Outcomes Scales (POS)
  • 3. Wissen, was wirkt – Perspektiven für eine bessere Dienstleistung
  • Literatur
  • Verhaltensbeobachtungsinstrument – ein systematischer Ansatz zur retrospektiven Bewertung und zur perspektivischen bedarfsgerechten Assistenzplanung am Beispiel des Prader-Willi-Syndroms
  • 1. Vorgeschichte und Partner*innen
  • 2. Personenkreis (Zielgruppe)
  • 3. Ziel der Studie
  • 4. Das Instrument
  • 5. Anwendung des Instruments
  • 6. Auswertung
  • 7. Auswertungsbeispiele
  • 8. Zusammenfassung
  • Literatur
  • Gelingendes Leben – durch Gebote, Seligpreisungen, Wirkungskontrolle, Alexa?
  • Autor*innenverzeichnis

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