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Kulturalisierung und Mehrsprachigkeit in der biografischen Fallarbeit mit Geflüchteten: Herstellung und Dekonstruktion der Kategorie „Flüchtling“ in narrativen Gesprächssettings

Sabrina Luimpöck
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Sabrina Luimpöck, Kulturalisierung und Mehrsprachigkeit in der biografischen Fallarbeit mit Geflüchteten: Herstellung und Dekonstruktion der Kategorie „Flüchtling“ in narrativen Gesprächssettings (25.06.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 2628-4502, 2021 #1, S.313

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die Narration der eigenen Lebensgeschichte geflüchteter Menschen wird u.a. durch die Struktur von Einvernahmen im Asylverfahren und Beratungssituationen beeinflusst, in denen sich die Betroffenen gezwungen sehen, sich auf ihre Hilfsbedürftigkeit zu fokussieren. Diese Vorerfahrungen formen einerseits die Erzählstruktur, andererseits wirken normative Integrationserwartungen auf die biografische Selbstpräsentation. Die Analyse der Sprachwechsel innerhalb der Erzählung legt zudem latente Deutungsmuster offen. Der Artikel verweist auf die Notwendigkeit professioneller Reflexivität, welche über ein kritisches Hinterfragen der eigenen biografischen Situiertheit von Fachkräften hinausgeht. Es gilt, Gesprächssettings so umzugestalten, dass Rassismus- und tabuisierte Krisenerfahrungen erzählbar werden und sich die Akteur_innen zeitgleich als handlungsfähige Subjekte wahrnehmen können. Der Beitrag zeigt Perspektiven der biografischen Fallarbeit bei krisenhaften Lebensereignissen im Kontext Flucht auf.

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