Inklusive Didaktiken des Lehrens und Lernens

Ansätze für inklusiven Unterricht (nicht nur) im Fach Musik

Ina Henning

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Ina Henning, Inklusive Didaktiken des Lehrens und Lernens (14.07.2024), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0943-8394, 2021 #2, S.105

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Beschreibung / Abstract

Dieser Beitrag hat sich zum Ziel gesetzt, Ansätze inklusiver Fachdidaktik, die sich dezidiert der Vermittlung von Sache und Subjekt widmen und bereits in der Musikdidaktik Anwendung fanden, systematisch zu besprechen. Zunächst werden die Konzeptionen von Georg Feuser (1989) und Simone Seitz (2006), die sich in ihrer Komplexität von anderen Zugängen unterscheiden und breiter von den anderen Fachdidaktiken rezipiert wurden, historisch situiert, miteinander in Bezug gesetzt und kritisch reflektiert. Daran schließt sich der Ansatz der Struktur der Lern-Lehrumgebungen von Thomas Rihm (2015a) an, anhand dessen beispielhaft für das Fach Musik inklusive fachdidaktische Überlegungen skizziert werden. Die Aneignungsebenen bzw. -möglichkeiten basal-perzeptiv, handelnd-konkret, bildlich-anschaulich und abstrakt-begrifflich, die sich aus dem Brunerschen EIS-Schema (enaktiv-ikonisch-symbolisch) sowie Leontjew†™s dominierende Tätigkeiten herleiten lassen, spielen darin eine zentrale Rolle. Der Einsatz der Rihmschen Struktur kann das Lernen am Gemeinsamen Gegenstand im Hinblick auf individuelle Lernziele weiter ausdifferenzieren, es existiert auch die Möglichkeit, mehrere Modi, so denn didaktisch erwünscht und räumlich möglich, parallel einzusetzen. Die Struktur der Lern-Lehraktivitäten kann somit als Matrix der Vermittlung zwischen Subjekt und Sache (nicht nur) in der Fachdidaktik Musik dienlich sein.

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