Gesellschaft als Risiko

Soziologische Situationsanalysen zur Coronapandemie

Diese Publikation zitieren

Sarah Lenz(Hg.), Martina Hasenfratz(Hg.), Gesellschaft als Risiko (2021), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593446486

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Der Ausbruch von Covid-19 im Dezember 2019 versetzte Gesellschaften weltweit in einen Ausnahmezustand. Von der rasanten Verbreitung des Virus geht eine doppelte Risikohaftigkeit aus: Durch die Pandemie werden Gesellschaften einerseits in einen besonders riskanten politischen, ökonomischen und sozialen Zustand versetzt. Andererseits wird das fundamentale Element menschlichen Zusammenlebens, das »in-Gesellschaft-sein«, zu einem gesundheitlichen Risiko für bestimmte soziale Gruppen und Subjekte, was wiederum den Ausgangspunkt für weitreichende politische, ökonomische und soziale Risiken bildet. Diese empirische Studie zu den gesellschaftlichen und sozialen Begleitfolgen der Pandemie untersucht in Interviews und thematischen Essays, wie Menschen in Deutschland die hervorgebrachten subjektiven und kollektiven Risiken wahrnehmen und bearbeiten.

Beschreibung

Sarah Lenz und Martina Hasenfratz sind wiss. Mitarbeiterinnen in der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Zukünfte der Nachhaltigkeit«.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Einleitung: Gesellschaft als Risiko – Sarah Lenz und Martina Hasenfratz
  • Coronachronik: Vom ersten Lockdown bis zum »Sorglos-Sommer« – Christian Eberlein
  • Covid-19 als Gefahr oder Risiko. Warum interessieren uns Infektionstote plötzlich so sehr? – Michael Grothe-Hammer
  • Drohender Sinnverlust
  • »Als Endzeitfan habe ich mir die Apokalypse anders vorgestellt – nicht mit Chips auf dem Sofa.« – Elisabeth Boßerhoff
  • »Ich wäre jetzt einfach gerne bei meiner Family und meine Mama umarmt mich mal wieder.« – Paul Weinheimer
  • »Es kommt mir insgesamt vor, wie in einer komischen Käseglocke zu leben.« – Sören Altstaedt
  • Essay
  • Von Paaren und anderen persönlichen Beziehungen in Zeiten der Pandemie – Marie-Kristin Döbler
  • In der Schwebe
  • »Erstmal überleben.« – Nina Sökefeld
  • »Also was sich geändert hat sind die Schutzmaßnahmen […], aber sonst ist alles normal.« – Ruth Manstetten
  • »Man opfert halt so viel für etwas, wo man noch nicht weiß, ob es das wert ist.« – Elisabeth Boßerhoff
  • Seiltanzen
  • »Ich habe nicht das Gefühl, dass wir den Infektionsschutz richtig einhalten.« – Marco Hohmann
  • »Mein größter Kampf ist es, jeden Tag neu zu organisieren, jeder Tag ist neu herausfordernd – ein bisschenorientierungslos.« – Sarah Lenz
  • »Und das hängt alles wie so eine Gewitterwolke über einem.« – Martina Hasenfratz
  • »Es geht uns allen so langsam die Puste aus.« – Martina Hasenfratz
  • Essay
  • Heroisierung als Entpolitisierungsstrategie: Die unfreiwilligen Held:innen der Krise – Roman Kiefer und Ruth Manstetten
  • Informiert-Sein
  • »Ich hatte also auch schon Klopapier, als es die Witze über Klopapier noch nicht gab.« – Sören Altstaedt
  • »Die Menschheit muss mit der Natur und nicht gegen die Natur arbeiten.« – Sarah Lenz
  • »Was ich bedenklich finde ist, dass es keine Pluralität der Meinungen gibt.« – Paul Weinheimer
  • »Ich habe eine Informationslage, die andere Leute nicht haben.« – Marco Hohmann
  • »Ich will ja, dass man da so gut wie möglich drüber hinwegkommt.« – Nina Sökefeld
  • »Aber ich hatte auch ohne Corona gelegentlich Angst um mein Kind.« – Natalia Besedovsky
  • Essays
  • Katastrophenzeit – Sighard Neckel
  • Die Familie im Coronadiskurs – Viola Dombrowski, Marc Hannappel, Lukas Schmelzeisen, OulHan und Matthias Kullbach
  • In Sorge
  • »Ich persönlich habe da eine ganz andere Meinung zu diesem Virus.« – Nadine Maser
  • »Wenn man jetzt noch jemandem die Hand gibt, dann fühlt sich das so an wie ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einer wildfremden Person.« – Marco Hohmann
  • »Ich denke da jetzt einfach positiv und hoffe, dass es bald ein Ende nimmt.« – Martina Hasenfratz
  • »Wenn wir die Apotheke nicht mehr desinfizieren können, dann können wir eigentlich auch zumachen.« – Nina Sökefeld
  • »Wenn halt was mit mir ist, da muss sie ja praktisch komplett mitziehen.« – Nadine Maser
  • Essays
  • Die Picknick-Decken-Kontroverse: Eine Geschichte über Alltagsmasken – Annerose Böhrer
  • Die Verdrängungen des Coronatodes – Ekkehard Coenen
  • Am Limit
  • »Mir fällt die Decke auf den Kopf – ich neige da sehr zur Einsamkeit.« – Sarah Lenz
  • »Jederzeit kann etwas passieren, das alle deine Pläne zerstört.« – Ruth Manstetten
  • »Ich will nur, dass das alles aufhört, mehr nicht.« – Nadine Maser
  • »Eine absolut existentielle Situation, in der ich gar nicht mehr weiter wusste.« – Ruth Manstetten
  • Essay
  • An den Rändern der Pandemie – Tobias Schramm und Larissa Pfaller
  • Epilog
  • Herzfehler – Christian Baron
  • Anhang
  • Glossar
  • Autor:innen

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