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Transparente Schätze

Der abbasidische und fatimidische Bergkristallschnitt und seine Werke

Marcus Pilz

Diese Publikation zitieren

Marcus Pilz, Transparente Schätze (2021), WBG, Darmstadt, ISBN: 9783534406432

Beschreibung / Abstract

Die mittelalterlichen Bergkristallgefäße aus den islamischen Reichen der Abbasiden und Fatimiden sind herausragende Meisterwerke ihrer Epoche, einzig vergleichbar mit den Steinschneidearbeiten der römischen Kaiserzeit. Die Forschung betrachtete die Objektgruppe bislang weitgehend pauschal als Produkt der fatimidischen Kunst. Marcus Pilz hinterfragt diese mehr als 100 Jahre alte Zuschreibung kritisch und differenziert das erhaltene Material in einer vergleichenden ikonografischen und technischen Studie.
Im Ergebnis stellt sich der Bergkristallschnitt nicht mehr als isoliertes Phänomen der islamischen Kunst des Mittelalters dar, sondern erweist sich als Teil einer dichten technischen Überlieferungstradition, die über das byzantinische und das sasanidische Reich bis in die Antike zurückreicht. Zugleich wird der Weg der Bergkristallobjekte von ihrer Entstehung in der islamischen Welt bis in die europäischen Kirchenschätze nachgezeichnet, in denen sie vielfach bis heute verwahrt werden.

Beschreibung

Dieser Band stellt die erste monografische Studie zu den mittelalterlichen Bergkristallobjekten der islamischen Welt dar. In einer detaillierten technischen und ikonografischen Studie wird die bisherige Zuweisung der Stücke an das fatimidische Ägypten widerlegt sowie ihr Weg aus den Kalifenreichen in die europäischen Kirchenschätze nachgezeichnet.

Beschreibung

Marcus Pilz studierte von 2008 bis 2012 Kunstgeschichte, Germanistik und Katholischen Theologie in München. Das anschließende Promotionsprojekt zum Islamischen Bergkristallschnitt schloss er 2017 ab. Seit 2020 ist Marcus Pilz Kurator an den Kunstsammlungen der Veste Coburg.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Impressum
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Dank
  • Stand der Forschung
  • Chronologischer Überblick und Karten
  • I. Einführung
  • I.1 Bergkristall – Material und Eigenschaften
  • I.2 Der Bergkristall in antiken und mittelalterlichen Quellen
  • I.3 Steinschliff und Steinschnitt. Eine historisch-technische Einführung
  • I.4 Exkurs: Bergkristall und Glas
  • II. Zeugnisse zur Entwicklung des Steinschnitts
  • II.1 Steinschnitt in vorislamischer Zeit
  • II.2 Zeugnisse des Steinschnitts in islamischer Zeit
  • II.3 Kontinuitäten und Brüche – Überlegungen zur Werkstatttradition
  • III. Ohne Zweifel fatimidisch?
  • III.1 Hohl geschnittene Gefäße
  • III.2 Offene Gefäße – Tassen, Becher und Teller
  • III.3 Massiv geschnittene Gefäße
  • III.4 Massiv geschnittene Objekte
  • III.5 Florale Dekore
  • III.6 Figürliche Dekore
  • III.7 Stilisierte und geometrische Dekore
  • hier noch eine Gruppe vonStücken zu nennen, deren Gestaltung sich am ehestenmit Variationen von kerbschnittartigen Liniendekorenumschreiben lässt. In erster Linie sind dieszylindrische Fläschchen (Taf. T63–T66), die in derEinfachheit ihrer Struktur u
  • III.9 Technische Beobachtungen
  • III.10 Diskussion
  • III.11 Stilistische Gruppierung
  • IV. Die Biografie der Objekte
  • IV.1 Zwischen Orient und Okzident – Objekte des Transfers
  • IV.2 Von Kalifen und Kaisern – Der Steinschnitt als Instrument der Macht undRepräsentation
  • IV.3 Klarheit und Transparenz – Überlegungen zu Wirkung und Montierung
  • IV.4 Zur Frage von Nutzung und Funktion
  • IV.5 Von Kaisern und Heiligen –Islamische Bergkristallobjekte im lateinischen Westen
  • Schlussbetrachtung
  • Literaturverzeichnis
  • Index
  • Bildnachweis
  • Tafeln
  • Überblick der Objektauswahl nach den Orten ihrer Aufbewahrung
  • Objektinformationen
  • Backcover

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