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Grimmelshausen

Politik und Religion

Dieter Breuer

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Dieter Breuer, Grimmelshausen (2020), WBG, Darmstadt, ISBN: 9783534402786

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen hat mit seinen satirisch-kritischen und zugleich unterhaltsamen Romanen und Traktaten die beiden großen Diskurse der Frühen Neuzeit, Politik und Religion, begleitet, so wach und an eigener Erfahrung orientiert wie kein anderer deutscher Barockdichter. Er ist zu Antworten gelangt, die uns in ihrer Menschenfreundlichkeit über die Jahrhunderte hinweg immer noch berühren und ermutigen können. Dieter Breuer stellt hier vor, was er für den „Kern“ von Grimmelshausens Werken hält: positives Geschichtsdenken, gerechte Staatsordnung, Ächtung des Krieges und Friedenspolitik, Aufklärung über Vorurteile gegenüber Minderheiten, insbesondere den Juden, soziales Engagement statt Resignation, Widerstand gegen unverantwortliche politische Entscheidungen, überkonfessionelles Christentum, Bekehrung als didaktisch nicht planbare innere Glaubenserfahrung, Tolerierung andersartiger Lebensentwürfe, Überwindung religiöser Intoleranz, Willensfreiheit und Vorsehung.

Beschreibung

Grimmelshausen hat mit seinen satirisch-kritischen und zugleich unterhaltsamen Romanen und Traktaten die beiden großen Diskurse der Frühen Neuzeit, Politik und Religion, begleitet, wach und an eigener Erfahrung orientiert. Er bietet Antworten, die uns in ihrer Menschenfreundlichkeit über die Jahrhunderte hinweg noch immer berühren und ermutigen.

Beschreibung

Dieter Breuer war Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte am Germanistischen Institut der RWTH Aachen von 1982 bis 2003. Seine Forschungsschwerpunkte sind Frühe Neuzeit, Goethe und das Nibelungenlied.

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorbemerkung
  • Einleitung: „Nicht nur zur Zeit-Verkürtzung“ – Grimmelshausen und seine Historien
  • I. Teil: „von Aenderung eins Staads“ – Kritik des politischen Handelns
  • 1. Grimmelshausens politische Argumentation: Für und Wider den absolutistischen Staat
  • 2. Krieg und Frieden im Simplicissimus Teutsch
  • 3. Antisemitismus und Toleranz. Grimmelshausens Darstellung der Vorurteile gegenüber den Juden
  • 4. Grimmelshausens Inselutopie
  • 5. Erotik und Gewalt
  • 6. Politischer Widerstand im Jahreskalender
  • 7. Wider die Intoleranz der Theologen
  • 8. Die Friedensschriften des Erasmus während des Dreißigjährigen Krieges
  • II. Teil: „Weder Petrisch noch Paulisch“ – Der simplicianische dritte Weg
  • 1. Grimmelshausens simplicianische Frömmigkeit und der Augustinismus des 17. Jahrhunderts
  • 2. Grimmelshausen und das Kloster Allerheiligen
  • 3. Sich verändern, sich verwandeln – Zu Grimmelshausens Continuatio
  • 4. Weissagung und Willensfreiheit – Die Wahrsagerin von Soest
  • 5. Die Geister unterscheiden lernen – Grimmelshausens Ewig-währender Calender
  • 6. Der Vergleich mit dem Propheten Jona
  • 7. Courasches Unbußfertigkeit
  • 8. Vergebliche Bekehrungsversuche im Springinsfeld-Roman
  • 9. Die sinnreiche Siebzehn – Zahlenallegorese bei Grimmelshausen
  • 10. Irenik – Bestrebungen zur Überwindung des Konfessionsstreits zur Zeit Grimmelshausens
  • Schluss: „Eine freye Person die niemand unterworffen“ – Zur Frage der Identität und Entwicklung des Simplicissimus
  • Anmerkungen
  • Register
  • Back Cover

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