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Tiberius im taciteischen Narrativ

Gewaltarme Aushandlungen zwischen Tiberius und der senatorischen Oberschicht in den Annalen des Tacitus

Alrun Schößler

Diese Publikation zitieren

Alrun Schößler, Tiberius im taciteischen Narrativ (2021), WBG, Darmstadt, ISBN: 9783534404971

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Keine Gekränkten, keine Aufgebrachten, keine Übergangenen, keine Übermütigen - und vor allem keine Feinde. So wünschte es sich der zweite römische Kaiser Tiberius.
Doch die historische Person des Tiberius und das, was Tacitus seine Leser über ihn glauben machen wollte, sind Zweierlei. Etwa die nicht enden wollenden Konflikte mit der senatorischen Oberschicht sorgen dafür, dass der Eindruck eines erratisch und willkürlich handelnden Kaisers entsteht. Doch der Blick hinter das taciteische Narrativ offenbart einen Princeps, der im Spannungsfeld zwischen Vorgängerwillen, Gesetzeslage, mos maiorum und senatorischer Gefühlswelt stringent und bisweilen sogar milde agiert.
Alrun Schößler entschlüsselt die erzählerischen Mittel, die Tacitus anwendet, um seinen Bericht zu Ungunsten des Tiberius zu färben. Dazu untersucht sie interpersonale Konflikte, die gerade nicht gewaltsam, sondern gewaltarm beigelegt wurden - und paradoxerweise dennoch als schlechtes Regierungshandeln gewertet wurden.

Beschreibung

Die historische Person des Tiberius und was Tacitus seine Leser über ihn glauben machen wollte, sind Zweierlei. Die Konflikte mit der senatorischen Oberschicht sorgen in den Annalen dafür, dass der Eindruck eines erratisch handelnden Kaisers entsteht. Doch der Blick hinter das taciteische Narrativ offenbart einen Princeps, der stringent agiert.

Beschreibung

Alrun Schößler studierte Alte Geschichte, klassische Archäologie und Latein in Heidelberg und Bologna mit Schwerpunkt auf der römischen Sozialgeschichte. Sie ist Geschäftsführerin der Bürgerstiftung der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Danksagung
  • I EINLEITUNG
  • II ZUM PROBLEM DER SUBJEKTIVITÄT EINER QUELLE
  • II.1 Strategien für die methodische Kontrolle der Quellen
  • II.2 Begriffsklärung und Vorgehen
  • III BEIGELEGTE KONFLIKTE ZWISCHEN TIBERIUS UND ANGEHÖRIGEN DER SENATORISCHEN OBERSCHICHT
  • III.1 Aushandlungen über Bittgesuche
  • III.2 Angriff auf die arcana imperii. Der Versuch, das Vergabeverfahren der höchsten Ämter regelhaft zu machen
  • III.3 Fehlgeleitete adulatio in der Folge von gestörter Kommunikation
  • III.4 Ablehnende Reaktionen auf Forderungen des Kaisers während Senatssitzungen
  • IV DIE „WENDE ZUM SCHLECHTEREN“: SELBSTMORDE IN DER FOLGE VON KONFLIKTEN MIT TIBERIUS BEI ÄHNLICHEN VORKOMMNISSEN
  • IV.1 Die Selbstmorde des sechsten Buchs
  • IV.2 Zusammenfassung
  • V KERNMERKMALE BEIGELEGTER KONFLIKTE IN DEN ANNALEN UND IHRE FUNKTION IM NARRATIV DES TACITUS
  • V.1 Kernmerkmale formal beigelegter Konflikte in den Annalen
  • V.2 Die Entstehung des Narrativs: die Insinuationskunst des Tacitus
  • VI FAZIT: AUSWIRKUNGEN DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE AUF UNSER TIBERIUSBILD
  • VII QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
  • VII.1 Werkausgaben und Kommentare
  • VII.2 Sekundärliteratur
  • Back Cover

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