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Politische Bildung am Berufskolleg

Polis 4/2017

Diese Publikation zitieren

Dt. Vereinigung für politische Bildung(Hg.), Politische Bildung am Berufskolleg (2017), Wochenschau Verlag, Schwalbach am Taunus, ISBN: 9783734411137 ISSN: 1433-3120, 2017 #4,

Beschreibung / Abstract

Für viele Lehrende und Forschende im Feld der politischen und sozioökonomischen Bildung ist der berufsbildende Bereich eine Terra incognita. Wenn über berufsbildende Schulen medial berichtet wird, dann oft im Zusammenhang mit sog. „Bildungsbenachteiligten“. Die berufsbildenden Schulen als Auffangbecken für die Gescheiterten? Diese Perspektive ist falsch und sie verkennt das Potential der Lernenden, sie verkennt die Vielfalt der Angebote, die vom dualen Zweig, über Fachschulen, die Fachoberschule, das Berufsgymnasium sowie Integrationsklassen reichen und sie verkennt auch die Chancen, die Berufe außerhalb akademischer Berufsbilder eröffnen.
Gut 80% der Absolventen/Absolventinnen der allgemeinbildenden Schulen wechseln an berufsbildende Schulen. Dennoch schenkt die Politische Bildung dem berufsbildenden Bereich bisher immer noch wenig, zu wenig Beachtung.
Die vorliegende POLIS-Ausgabe soll einen ersten Eindruck über die Herausforderungen und Erfahrungen der politischen Bildung an berufsbildenden Schulen geben. Es gibt vieles zu lernen. Die Vielzahl an Konzepten, Ideen und Maßnahmen zum unterrichtlichen Umgang mit heterogenen Lerngruppen sind ein Beispiel. Die Breite der Erfahrungen
mit fächerübergreifendem Unterricht, der mit der Lernfelddidaktik von der Kultusministerkonferenz curricular festgelegt wurde, ein weiteres. Der berufsbildende Bereich ist eine der zentralen Institutionen der gesellschaftlichen Integration von Geflüchteten, von Zuwanderern und von jungen Menschen insgesamt. Diesen im Rahmen der politischen Bildung den Wert und die Bedeutung der Demokratie und der freiheitlich-pluralen Gesellschaft zu vermitteln, sie auf dem Weg zur
politischen Mündigkeit zu begleiten, ist eine Aufgabe, der sich die politische Bildung im berufsbildenden Bereich stellt.

Beschreibung

Hans-Werner Heißmann-Gladow
Gewerkschaftssekretär der IG Metall Gütersloh-Oelde
Dr Martin Kenner
Akad. Oberrat am Lehrstuhl Berufspädagogik an der Universität Stuttgart
Torsten Kühn-Schad
ist Studiendirektor und Fachleiter für Sozialkunde/Wirtschaftslehre am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Mainz
Anton Meier
Studienreferendar am Studienseminar Bielefeld
Dr Susanne Offen
Studienrätin, Bildungswissenschaftlerin und Dozentin in der außerschulischen politischen Bildung
Jannis Papoutsakis
studierte Wirtschaftspädagogik und Politikwissenschaften an der Universität Kassel, ist Studienrat an der BBS Alzey und unterrichtet dort die Fächer Wirtschaft und Sozialkunde
Prof Dr Bettina Zurstrassen
Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Bettina Zurstrassen
  • Wozu politische Bildung an beruflichen Schulen?
  • Martin Kenner
  • Zur Orientierungsleistung von empirischen Studien für den politischen Unterricht an beruflichen Schulen
  • Interview mit Hans-Werner Heißmann-Gladow
  • Gewerkschaftliche Präsenz an berufsbildenden Schulen
  • Susanne Offen
  • „Niemand war schon immer da“ –
  • Torsten Kühn-Schad und Jannis Papoutsakis
  • Heterogenität an berufsbildenden Schulen als Ressource in der politischen Bildung
  • Anton Meier
  • Im Spannungsfeld von Beschäftigung und Unsicherheit: Flashmob als Instrument des Arbeitskampfes
  • IMPULS
  • Replik auf Richard Meng (POLIS 3/2017) – Hinein ins Leben
  • TERMINE
  • BERICHTE

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