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Die Krise der Arbeit

Neue Unsicherheiten und die Zukunft des Individuums

Robert Castel

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Robert Castel, Die Krise der Arbeit (2011), Hamburger Edition HIS, Hamburg, ISBN: 9783868545241

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Beschreibung / Abstract

Robert Castel analysiert scharf und schonungslos die Strukturen unserer westlichen Arbeitsgesellschaft.

Der Mensch in unserer Gesellschaft ist mit Umbrüchen in der Arbeitswelt konfrontiert, die tief greifende Konsequenzen haben – wachsende soziale Unsicherheiten sind die Folge.

Die Forderung nach einer Befreiung des Individuums aus den »Fesseln kollektiver Regelungen« ist zu einer allgemeinen Glaubenslehre geworden. Aber die Fähigkeiten zur Selbstverwirklichung sind nicht angeboren. Und Gesetze und Vorschriften nichts von dem das Individuum erst befreit werden muss, damit es erwacht. Die Fähigkeit, sich als freies und selbstverantwortliches Individuum zu verwirklichen beruht auf Voraussetzungen, die nicht von vornherein gegeben und vor allem nicht allen in gleichem Maße gegeben sind.

Castel beschreibt die Notwendigkeit, soziale Sicherung in einer »Gesellschaft der Individuen« neu zu begreifen. Das verlangt auch ein neues Verständnis der Funktion des Staates und der Prinzipien des Arbeitsrechts – also zwangsläufig ein Eingreifen der Politik, um der Krise der Arbeit, der dadurch bewirkten Krise des Sozialstaats und somit dem gefährdeten gesellschaftlichen Zusammenhalt etwas entgegensetzen zu können.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • VORBEMERKUNG
  • EINLEITUNG · Eine »große Transformation«
  • Der soziale Kompromiss des Industriekapitalismus
  • Die Dynamik der Entkollektivierung
  • Die Grauzonen einer Gesellschaft der Individuen
  • Eine Risikogesellschaft?
  • Die Frage(n) des Sozialstaats
  • Soziale Frage, städtische Frage und ethnische Frage
  • Von 1995 bis 2009 – und danach?
  • Zur Methode
  • ERSTER TEIL · Die Deregulierung der Arbeitsverhältnisse
  • 1. Arbeit zwischen Knechtschaft und Freiheit. Die Bedeutung des Rechts
  • 2. Worin liegt die Bedeutung der Arbeit?
  • 3. Umgestaltung oder Neubegründung des Arbeitsrechts?
  • 4. Haben Jugendliche ein anderes Verhältnis zur Arbeit?
  • 5. Jenseits der Lohnarbeit oder diesseits des Arbeitnehmerstatus? Die Institutionalisierung des Prekariats
  • ZWEITER TEIL · Der Umbau der Sozialsysteme
  • 6. Im Namen des Sozialstaats
  • 7. Die Sozialarbeit in der Entwicklung des Sozialstaats
  • 8. Was ist soziale Sicherheit? Die sozio-anthropologische Dimension sozialer Sicherung
  • 9. Liberaler oder linker Reformismus?
  • DRITTER TEIL · Die Wege der Entkoppelung
  • 10. Der Roman der Entkoppelung. Über »Tristan und Isolde«
  • 11. Die Marginalisierten in der Geschichte
  • 12. Die Fallstricke des Exklusionsbegriffs
  • 13. Warum die Arbeiterklasse den Kampf verloren hat
  • 14. Bürgerschaft und Alterität. Die Ungleichbehandlung der ethnischen Minderheiten in Frankreich
  • SCHLUSS · Die Herausforderung, ein Individuum zu werden. Entwurf einer Genealogie des hypermodernen Individuums
  • Vorgeschichte: Gott als erste Voraussetzung des Individuums
  • Die erste Moderne: Das Privateigentum als Voraussetzung des Individuums
  • Die zweite Moderne: Vom Privateigentum zur sozialen Bürgerschaft
  • Das hypermoderne Individuum I: Das »Individuum im Übermaß«
  • Das hypermoderne Individuum II: Das »bloße Individuum«
  • Dank
  • Bibliografie
  • Personenregister
  • Zum Autor

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