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Postsouveräne Territorialität

Die Europäische Union und ihr Raum

Diese Publikation zitieren

Nikola Tietze(Hg.), Ulrike Jureit(Hg.), Postsouveräne Territorialität (2015), Hamburger Edition HIS, Hamburg, ISBN: 9783868546415

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Das Buch bietet mit dem Konzept der Postsouveränen Territorialität einen neuen Forschungsansatz, der den veränderten Bedingungen räumlicher Herrschaft in Europa Rechnung trägt und zugleich die mitunter atemberaubende Dynamisierung politischer Entscheidungs- und Handlungsabläufe im europäischen Integrationsprozess darstellt.

Im Zuge der Ausdifferenzierung von globalen Märkten, von digitalen Kommunikationsformen und transnationalen Verflechtungsdynamiken scheint die territoriale Ordnung von Staaten mehr und mehr an Bedeutung zu verlieren. Gehört das Zeitalter territorialer Herrschaft der Vergangenheit an? Werden wir irgendwann in einem Europa ohne Grenzen leben? Ohne Zweifel gewinnen supranationale Organisationen wie die Europäische Union an Einfluss auf politische, ökonomische, soziale und kulturelle Prozesse.

Obgleich sich Territorialität also gravierend verändert, werden die Raumbezüge politischen Ordnungshandelns in der Europäischen Union keineswegs schwächer, wohl aber komplexer. Postsouveräne Territorialität stellt eine historisch gewachsene, wenn auch bisher einzigartige Form kontinentaler Raumordnung dar, die sich im Kontext der europäischen Integration ausgebildet hat und die sich gegenwärtig und mit durchaus offenem Ende weiter fortschreibt.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Ulrike Jureit | Nikola Tietze, Postsouveräne Territorialität. Eine Einleitung
  • Achim Landwehr, Im Zoo der Souveränitäten Oder: Was uns die Präsouveränität über die Postsouveränität lehren kann
  • Von Fröschen und Vögeln
  • Von Hennen und Eiern
  • Von Hasen und Igeln
  • Vom Schnabeltier
  • Susanne Rau, Einheit Europa? Visionen und Figuren der Vormoderne
  • Einleitung
  • Europa in der Vormoderne
  • Konsequenzen für gegenwärtige Europa-Konzepte
  • Nikola Tietze, »Räume und Träume«: Ordnungsimaginationen in der Europäischen Union
  • Die Karriere des Raumbegriffs in der EU
  • »Der Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts«:
  • Raumsemantiken der imaginierten Ordnungen der Europäischen Union
  • Nationalstaatliche Territorialität in der EU
  • Jochen Kleinschmidt, Europäische Raumsemantiken. Überlegungen zu einem post-geopolitischen Selbstverständnis
  • Die EU als Ensemble multipler Verräumlichungen
  • Identitäts- und Alteritätssemantiken der EU
  • Europäische Raumsemantik als Anti-Geopolitik
  • Fazit: Zur Krisenanfälligkeit einer alteritären Raumsemantik
  • Ulrike Jureit, Wachsender Raum? Die Europäische Union kommentiert ihre territorialen Erweiterungen
  • Tote im Mittelmeer
  • Größer, schneller, weiter? Wachstumssemantiken in europäischen Selbstbeschreibungen
  • Raum ohne Grenzen? Die Europäische Union auf der Suche nach ihrer territorialen Verfasstheit
  • Wachstum ohne Erweiterung? Die Europäische Union als postsouveräner Raum
  • Steffi Marung, Die wandernde Grenze. Territorialisierungsentwürfe nach der EU-Osterweiterung 2004
  • Prolog
  • Territorialisierung und Grenzregime
  • Brüssel
  • Warschau
  • Lublin und L’viv
  • Zivilisierungsmission und Ergänzungsraum
  • Epilog
  • Lena Laube, Postsouveräne Räume: Makroterritorien und die Exterritorialisierung der europäischen Grenzpolitik
  • Territorialität in der europäischen Grenzpolitik
  • Die Entstehung des europäischen Makroterritoriums
  • Jenseits des Makroterritoriums
  • Zwischen räumlicher Flexibilität und Kooperationsnotwendigkeit
  • Tobias Chilla, Grenzüberschreitende Verflechtung – ein Fall von postsouveräner Raumentwicklung?
  • Grenzräume als territoriale Friktionen?
  • Funktionale Verschränkungen
  • Antworten auf dem Gebiet der Governance
  • Konzeptionelle Rückbindung
  • Fazit
  • Sebastian M. Büttner, Mobilisierte Regionen. Zur Bedeutungsaufwertung des subnationalen Raums in einem erweiterten Europa
  • Subnationale Regionen im heutigen Europa
  • Die territorialen Implikationen des EU-Integrationsprojekts
  • Die Mobilisierung der subnationalen Regionen im Zeichen »europäischer Kohäsion«
  • Die Aufwertung des subnationalen Raums in den Praktiken und Strategien der europäischen Raumentwicklungspolitik
  • Fazit: »Territoriale Kohäsion« durch regionale Mobilisierung – eine unklare europäische Entwicklungsvision?
  • Jens Wissel | Sebastian Wolff, Die Europäische Union als multiskalares taatsapparate-Ensemble. Zum Zusammenhang von gesellschaftlicher Regulation und strategischer Raumproduktion
  • Regulation und Staat
  • Staatliche Regulation und Raum
  • Die Multiskalierung von Staatlichkeit in der EU
  • Krisenmanagement im multiskalaren Staatsapparate-Ensemble
  • Demokratisierung im multiskalaren Staatsapparate-Ensemble
  • Monika Eigmüller, Die Entwicklung des europäischen Rechtsraums als sozialpolitischer Anspruchsraum: Raumdimensionen der EU-Sozialpolitik
  • Die Entwicklung der Europäischen Union als Rechtsraum und Rechtsgemeinschaft
  • Die Entgrenzung nationaler Wohlfahrtsstaatlichkeit: Die Entwicklung sozialpolitischer Anspruchsrechte der Unionsbürger
  • Ausblick: Der Europäische Raum als sozialpolitischer Anspruchsraum
  • Petra Deger, Die Europäische Union als Gestaltungsraum – Postsouveräne Territorialität oder das Ende moderner Staatlichkeit?
  • Wo endet Europa?
  • Souveränität – eine kurze Geschichte eines scheinbar dauerhaft stabilen Konzepts
  • Die EU – ein postsouveränes Gebilde?
  • Identität und Volkssouveränität als innerer Zusammenhalt in der Demokratie
  • Der Sieg des Universalismus: Souveräne Individuen und einheitliche Verfahren
  • Zusammenfassung: Verwerfungen der modernen Leitidee des souveränen Nationalstaates
  • Zu den Autorinnen und Autoren
  • Zu den Herausgeberinnen

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