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Macht und Geist im Kalten Krieg

Diese Publikation zitieren

Tim B. Müller(Hg.), Bernd Greiner(Hg.), Claudia Weber(Hg.), Macht und Geist im Kalten Krieg (2011), Hamburger Edition HIS, Hamburg, ISBN: 9783868545319

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Beschreibung / Abstract

Ideen haben Konsequenzen – vor allem, wenn Intellektuelle und Experten das Ohr der Mächtigen finden, weil diese fürchten, ihnen könnten die Ideen ausgehen.

Auch im Kalten Krieg wurden umfassend geistige Ressourcen mobilisiert, um das feindliche Lager im weltweiten Kampf um Macht, Prestige und Einfluss auszustechen. So ist die Konjunktur von Modernisierungs- und Planungstheorien zu verstehen, der Aufschwung von Kybernetik, von Spieltheorien und anderer Modelle des Konfliktmanagements.

25 renommierte Historiker_innen rekonstruieren diese Geschichte von Macht und Geist im Kalten Krieg. Sie zeichnen die Entwicklungen in den westlichen und östlichen Zentren nach und beschäftigen sich mit dem Transfer von Wissen in die Peripherie wie umgekehrt mit den geistigen Ressourcen, die von der Peripherie abgeschöpft wurden. Nicht zuletzt verdeutlichen sie das nachhaltige Erbe dieser facettenreichen Indienstnahme von Wissen und Wissenschaft.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Bernd Greiner, Macht und Geist im Kalten Krieg. Bilanz und Ausblick
  • Mobilisierung und Selbstmobilisierung
  • Zwischen Modernisierung und Weltuntergang
  • Produktion und Anwendung von Wissen
  • Wege aus der Gefahr?
  • Rebecca Lowen, Zur Verflechtung von Politik und Universitäten in den USA
  • Brother, Can You Spare a Dime?
  • Die Forschungsförderung während des Krieges
  • Das Wissenschaftsförderungssystem der Nachkriegsära
  • David C. Engerman, Die Ursprünge der amerikanischen Sowjetologie im Zweiten Weltkrieg
  • John Krige, Die Führungsrolle der USA und die transnationale Koproduktion von Wissen
  • Amerikanisch-britische Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Gaszentrifugen zur Urananreicherung in den 1960er Jahren
  • Transnationale Wissenschaftsgeschichte und Kalter Krieg
  • Alexei Kojewnikow, Die Mobilmachung der sowjetischen Wissenschaft
  • Mobilmachung während des Krieges
  • Kriegstrophäen
  • Große Wissenschaftsprojekte
  • Motivation und Prestige
  • Ideologische Anpassung im Kalten Krieg
  • Risse im Gebäude
  • »The little Sputnik that Could«
  • Wladislaw M. Subok, Sowjetische Westexperten
  • Westexperten unter Stalin
  • Allmähliches Wiederaufleben des Expertentums
  • »Aufgeklärte« Apparatschiks als Westologen
  • Vom Prager Frühling zur Entspannungspolitik
  • Schluss
  • Peter C. Caldwell, Sozialistische Wirtschaftslehre: Zur Planung und Kontrolle einer Disziplin
  • Die politische Ökonomie des Sozialismus unter Stalin
  • Wirtschaftswissenschaft und »Revisionismus« von 1951 bis 1960
  • Gläubige und Ungläubige: Brus, Bahro und Kornai, 1960 bis 1980
  • Schlussfolgerung
  • Hunter Heyck, Die Moderne in der amerikanischen Sozialwissenschaft
  • Kontinuitäten
  • Wandel
  • Kontexte
  • Schlussfolgerungen
  • Michael A. Bernstein, Die Transformation der amerikanischen Wirtschaftswissenschaft
  • Koopmans Chicago-Konferenz
  • Spieltheorie
  • Forschungsförderung
  • Einbindung in den nationalen Sicherheitsstaat
  • National Science Foundation und Sozialwissenschaften
  • Rüdiger Graf, Das »Petroknowledge« des Kalten Krieges
  • Ölboom, Petroknowledge und politische Theorie im Kalten Krieg
  • Neueinschätzungen des Kalten Krieges in der Politikwissenschaft der 1970er Jahre
  • Die erste Ölkrise 1973/74 als Epochenbruch der internationalen Politik? Zur Reichweite zeitgenössischer Perspektiven
  • Andreas Wirsching, Bildung als Wettbewerbsstrategie
  • Bildung als Wissenschaft
  • Bildung als Strategie
  • Nach dem Kalten Krieg
  • Mario Keßler, Zur Futurologie von Ossip K. Flechtheim
  • Flechtheims wissenschaftlicher Werdegang
  • Ein Gründervater der Futurologie
  • Reaktionen aus dem Osten
  • Fazit
  • Paul Erickson, Eine Neubewertung der Spieltheorie
  • Wir brauchen bessere Computer: Spieltheorie und Rationalität bei der RAND Corporation
  • Kalkulation allein reicht nicht
  • Von der Gruppendynamik zum Wettrüsten
  • Die Konsequenzen von Strategie und Bewusstsein
  • Ron Robin, Gleichgewicht des Schreckens oder des Irrtums?
  • Albert Wohlstetter und das »fragile Gleichgewicht des Schreckens«
  • Bernard Brodie schlägt zurück
  • Wohlstetters Bekenntnisse
  • Philip Rocco, Wissensproduktion in der RAND Corporation
  • Die Entstehung der interdisziplinären Politikanalyse bei RAND
  • Systemanalyse als zweckgerichtete Innovation
  • Die Studie über strategische Bombardierungen und die Notwendigkeit analytischer Innovation
  • Schlussfolgerung
  • Kenneth Osgood, Propaganda und psychologische Kriegführung auf Amerikanisch
  • Public Relations, Werbung und totaler Krieg
  • Die institutionelle Vielfalt der Propaganda
  • Ambivalente Mission
  • »Graue« Propaganda und private Stellvertreter
  • »Jedermann ein Botschafter«
  • Schlussfolgerung
  • Sönke Kunkel, Amerikanischer Wissenstransfer im Nigeria der frühen 1960er Jahre
  • Glaube, Wissen, Hoffnung: Imperiale Integration als symbolische Praxis
  • Amerikanische »Besserwisser« in Lagos
  • Verhandelte Moderne
  • Moritz Feichtinger, Modernisierung als Waffe - »Strategische Dörfer« in Malaya und Algerien
  • Die Mao-Obsession
  • Strategische Dörfer in Malaya und Algerien
  • Modernisierungslaboratorien
  • Bewaffnete Sozialwissenschaft
  • Schluss
  • Slawa Gerowitsch, Kyberkratie oder Kyberbürokratie in der Sowjetunion
  • Die Krise der Wirtschaftslenkung in der Zeit nach Stalin
  • Der Ruf nach Kyberkratie
  • Unterschiedliche Visionen einer kybernetischen Utopie
  • Die sowjetische Regierung auf dem Weg zur Kyberbürokratie
  • Die Kybernetisierung der Kommunistischen Partei
  • Kybernetik-Wettlauf
  • Constantin Katsakioris, Sowjetische Bildungsförderung für afrikanische und asiatische Länder
  • Bildung und Modernisierung nach der Unabhängigkeit
  • Sowjetische Professoren und Bildungseinrichtungen in asiatischen und afrikanischen Ländern
  • Asiatische und afrikanische Studenten in der Sowjetunion
  • Schlussfolgerung
  • Holger Nehring, Frieden durch Friedensforschung?
  • Doug Rossinow, Konservativer und rechter Dissens in den USA
  • MAD versus Pax Americana
  • Das Netzwerk des schmutzigen Krieges
  • Perrin Selcer, UNESCO, Weltbürgerschaft und Kalter Krieg
  • Die Theorie der Reform durch Osmose
  • Die ganze Welt ein Klassenzimmer
  • Amerikanische Bürgerbeteiligung und das Ende der Weltgemeinschaft
  • Kein Berater des Fürsten?
  • Michael D. Gordin, »True GRIT«: Rationalität, nukleare Abrüstung und Semantik
  • Wer war Charles E. Osgood?
  • Die Erfindung von GRIT
  • GRIT im Test
  • Das Paradox des GRIT-Modells
  • Stephen V. Bittner, Die sowjetische Dissidenz und Intelligenzija
  • Die Peripetie der Intelligenzija
  • Feindkontakte
  • Die Fälle Konstruktivismus, Max Eastman und derZK-Dekret von 1958
  • Kurze Wellen, lange Wirkungen
  • Fazit
  • Zu den Autorinnen und Autoren

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