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Die Figur im Film

Grundlagen der Fugurenanalyse

Jens Eder

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Jens Eder, Die Figur im Film (2020), Schüren Verlag, Marburg, ISBN: 9783741001147

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Figuren sind für Spielfilme und das Erleben der Zuschauer von zentraler Bedeutung. Dieses Buch stellt das bislang umfassendste Modell zur Untersuchung von Filmfiguren in ihren vielfältigen Formen und Funktionen vor. Um dafür eine neuartige Grundlage zu schaffen, wurden die Erkenntnisse verschiedener Disziplinen integriert und auf einen griffigen Kern verdichtet: die "Uhr der Figur". Das Modell verzeichnet vier Aspekte, unter denen Figuren betrachtet werden können: Als Artefakte sind sie durch audiovisuelle Mittel gestaltet. Als fiktive Wesen zeichnen sie sich durch körperliche, mentale und soziale Eigenschaften aus. Als Symbole vermitteln sie darüber hinausgehende Themen und Bedeutungen. Als Symptome verweisen sie schließlich auf soziokulturelle Ursachen (ihrer Produktion) und Wirkungen (ihrer Rezeption). In Verbindung mit diesen vier Aspekten behandelt das Buch die Funktionen einzelner Charaktere im Film, ihr Verhältnis zur Handlung, ihre Stellung innerhalb der Figurenkonstellation sowie die emotionale Anteilnahme, die sie bei Zuschauern auslösen. Für jeden der Bereiche bietet das Modell neuartige, differenzierte Analysemethoden auf kognitionswissenschaftlicher Basis an, die durch Grafiken, Tabellen und Leitfragen zusammengefasst werden. Eine große Bandbreite unterschiedlicher Filmbeispiele veranschaulicht die theoretischen Konzepte, darunter ausführliche Analysen zum Klassiker Casablanca und zu Polanskis Der Tod und das Mädchen. Ein detailliertes Inhaltsverzeichnis und ein Register machen das Buch auch zum Nachschlagen geeignet.

Beschreibung

Jens Eder ist Professor an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • 1. Einleitung
  • 1.1 Das Verhältnis von Figur und Handlung
  • 1.2 Wozu Figurenanalyse?
  • 1.3 Auf der Suche nach einer theoretischen Grundlage
  • 1.4 Der Aufbau des Buchs
  • Teil I: Theoretische Grundlagen (T)
  • 2. Die Forschung zur Figur (T)
  • 2.1 Von Aristoteles bis ins 19. Jahrhundert
  • 2.2 Ausdifferenzierung im 20. Jahrhundert
  • 2.3 Der gegenwärtige Forschungsstand: Koexistenz und Integrationsmöglichkeiten
  • 3. Ausgangspunkt: Was sind Figuren, wie entstehen sie, und wie werden sie erlebt? (T)
  • 3.1 Definition und Ontologie: Was sind Figuren?
  • 3.2 Kommunikation und Bedeutung: Wie entstehen Figuren?
  • 3.3 Rezeption: Wie werden Figuren verstanden und erlebt?
  • 3.4 Konsequenzen für die Figurenanalyse
  • Teil II: Wie untersucht man Figuren?
  • 4. Ein Grundmodell: Die Uhr der Figur
  • 4.1 Figuren als fiktive Wesen, Symbole, Symptome und Artefakte – und ihre Rezeption
  • 4.2 Allgemeine Typen der Figur
  • 4.3 Erweiterung des Modells: Kontexte und Emotionen
  • 4.4 Ausdifferenzierung des Modells: Spezifischere Kategorien und die Medialität der Figur
  • 4.5 Die Strukturbereiche im Zusammenhang: DIE EHE DER MARIA BRAUN
  • Teil III: Figuren als fiktive Wesen
  • 5. Fiktive Wesen erfassen: Mentale Figurenmodelle undihre Entwicklung (T)
  • 5.1 Figurenmodelle und ihre Struktur
  • 5.2 Faktoren der Figurenrezeption I: Soziale Wahrnehmung
  • 5.3 Faktoren der Figurenrezeption II: Die Medialität der Figur
  • 5.4 Zwei Wege der Bildung von Figurenmodellen: Typisierung und Individualisierung
  • 6. Die Analyse fiktiver Wesen: Eine anthropologische Heuristik
  • 6.1 Überblick: Fiktive Wesen erfassen
  • 6.2 Körperliche Eigenschaften und Verhaltensaspekte
  • 6.3 Sozialität
  • 6.4 Psyche: Innenleben und Persönlichkeit
  • 6.5 Überblick: Zusammenhänge und Schwerpunkte von Figuren-Eigenschaften
  • 6.6 Veränderung, Verwandlung und Dekonstruktion fiktiver Wesen
  • 6.7 Analyseleitende Fragen zu Figuren als fiktiven Wesen
  • Teil IV: Figuren als Artefakte
  • 7. Figurengestaltung im Film: Sinnlichkeit und Dramaturgie
  • 7.1 Die Darstellungsmittel des Films und die Ästhetik der Figur
  • 7.2 Die Dramaturgie der Figur: Strukturen der Informationsvermittlung
  • 7.3 Analyseleitende Fragen zur Figurengestaltung
  • 8. Artefakt-Eigenschaften und Figurenkonzeptionen
  • 8.1 Strukturen der Figur: Artefakt-Eigenschaften
  • 8.2 Figurenkonzeptionen als Leitideen der Menschendarstellung
  • 8.3 Sinnlichkeit, Dramaturgie und Strukturen der Figur – das Beispiel CASABLANCA
  • 8.4 Analyseleitende Fragen zu Artefakt-Eigenschaften und Konzeptionen der Figur
  • Teil V: Figuren im Kontext: Handlung und Konstellation
  • 9. Motivation und Handlung
  • 9.1 Arten der Motivation
  • 9.2 Motivationskonflikte: Äußere Ziele, innere Bedürfnisse und zentrale Schwächen
  • 9.3 Die Architektur der Motive und die Identität der Figur
  • 9.4 Analyseleitende Fragen zur Motivation
  • 10. Die Figurenkonstellation
  • 10.1 Hierarchien der Aufmerksamkeit: Haupt- und Nebenfiguren
  • 10.2 Die Figurenkonstellation als Eigenschaftssystem: Ähnlichkeiten und Kontraste
  • 10.3 Dramaturgische Funktionen von Figuren
  • 10.4 Konfliktkonstellationen: Protagonisten und Antagonisten
  • 10.5 Die Figurenkonstellation als Sozialsystem und Wertestruktur
  • 10.6 Zusammenfassung und Beispiel
  • 10.7 Analyseleitende Fragen zur Figurenkonstellation
  • Teil VI: Figuren als Symbole und Symptome
  • 11. Symbolik und Symptomatik von Figuren: Indirekte Bedeutungen, Realitätsbezüge und «Interpretation»
  • 11.1 Figuren als Symbole: Indirekte Bedeutungen
  • 11.2 Figuren als Symptome: Ursachen und Wirkungen
  • 11.3 Symbolik, Symptomatik und CASABLANCA
  • 11.4 Analyseleitende Fragen zur Figur als Symbol und Symptom
  • Teil VII: Figuren und Zuschauer: Imaginative Nähe und emotionale Anteilnahme
  • 12. Die Perspektivität der Anteilnahme: Imaginative Nähe und Distanz zu Figuren
  • 12.1 Theorien der Anteilnahme
  • 12.2 Perspektive, Identifikation, Empathie: Begriffliche Grundlagen
  • 12.3 Die Perspektive auf Figuren und mit Figuren
  • 12.4 Identifikation und Empathie
  • 12.5 Filmische Verfahren der Perspektivlenkung
  • 12.6 Polyphonie der Perspektivierung: Erzähler und Filmemacher
  • 12.7 Typische Perspektivenstrukturen
  • 12.8 Imaginative Nähe und Distanz zu Figuren – ein Modell
  • 12.9 Analyseleitende Fragen zu Perspektive und imaginativer Nähe
  • 13. Emotionale Anteilnahme
  • 13.1 Was ist emotionale Anteilnahme an Figuren?
  • 13.2 Voraussetzungen und Auslöser der Anteilnahme an fiktiven Wesen
  • 13.3 Perspektivierte Einschätzung und die Formen der Anteilnahme
  • 13.4 Übersicht: Die Formen und Kontexte emotionaler Anteilnahme
  • 13.5 Typische Entwicklungsmuster emotionaler Anteilnahme
  • 13.6 Das Beispiel CASABLANCA
  • 13.7 Analyseleitende Fragen zur emotionalen Anteilnahme
  • 14. Zusammenfassung: Grundlagen der Figurenanalyse
  • 14.1 Die Figur im Film – ein Überblick
  • 14.2. Ein Beispiel: DEATH AND THE MAIDEN
  • 14.3 Analyseleitende Fragen
  • Bibliographie
  • Filmographie
  • Abbildungsnachweise
  • Abbildungen
  • Grafiken
  • Register
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
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  • Z

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