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Erste Briefe / First Letters aus dem Exil 1945-1950

(Un)mögliche Gespräche. Fallbeispiele des literarischen und künstlerischen Exils

Diese Publikation zitieren

Primus-Heinz Kucher(Hg.), Johannes Evelein(Hg.), Helga Schreckenberger(Hg.), Erste Briefe / First Letters aus dem Exil 1945-1950 (2011), edition text+kritik, 81673 München, ISBN: 9783967071603

Beschreibung / Abstract

Erste Briefe /First Letters sind Dokumente der Wiederaufnahme von Kontakten zwischen ExilantInnen und früheren Bekannten und KollegInnen, die 1933/38 in NS-Deutschland bzw. Österreich geblieben sind. Sie verhandeln nicht nur die Frage einer eventuellen Rückkehr, sie thematisieren zugleich und wesentlich die Bedingungen, unter denen ein Gespräch möglich erscheint, zeigen die Erwartungshaltungen beider Seiten auf und ob bzw. wie sich diese weiterentwickelt haben. Insofern verstehen sie sich auch als Reflexionen über den Status der Vertreibung, der Entwurzelung, möglicher Re-Lokalisierung durch Immigration und Akkulturation und sprechen die Problematik der "Inneren Emigration" bis hin zur kollaborativen Verstrickung an. Inspiriert vom Modell "diskursiver Verhandlungen" (David Kettler) und hervorgegangen aus mehreren Tagungen, Workshops und Projekten (Bard College/N.Y., Marbach, Hartford/CT, Mainz, Klagenfurt), versammelt der vorliegende Band Fallstudien und Dokumente, die neben prominenten Stimmen wie Thomas Mann und Anna Seghers wichtige Netzwerker wie Robert Neumann, aber auch Publizisten, Medienpioniere sowie das Musikexil mit Bruno Walter zu Wort kommen lassen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • I
  • Einleitende Bemerkungen der Herausgeber
  • Johannes F. Evelein — Briefkultur und Exil
  • Primus-Heinz Kucher — Zur Vielfalt und Spezifik Erster Briefe des österreichischen Exils. Kontaktaufnahmen von Exilanten (Angel, Bernfeld, Engel, Kramer, Polak, Zur Mühlen) zu literarischen Netzwerkern und Freunden (Basil, Dubrovic, Fontana, Matejka)
  • David Kettler — Ausgebrannt im Exil? Erste Briefe zweier »verbrannter« Dichter. Die Korrespondenzen Kesten – Kästner und Graf – Hartung
  • II
  • Leonore Krenzlin — »Ich hebe keinen Stein auf«. Thomas Manns Erster Brief an Walter von Molo
  • Reinhard Mehring — Faustusnarrativ und »Unmöglichkeitsthese«. Thomas Manns Antwort auf Walter von Molo
  • Birgit Maier-Katkin — Sehnsucht nach dem zerrütteten Europa. Erste Briefe von Anna Seghers
  • Helga Schreckenberger — »Es wär vielleicht ein neues Exil und vielleicht das schmerzlichste«. Das Thema der Rückkehr in Oskar Maria Grafs Briefen an Hugo Hartung
  • Dorit Krusche — »Wer kann einem Menschen verargen, dass er seine Freiheit liebt?«. Karl Ottens Erste Briefe aus London an Ernst Rowohlt, Gottfried Benn und andere
  • III
  • Donald G. Daviau — »Amerika gefällt mir ganz gut. Ich gefall mir nicht in Amerika«. Friedrich Torbergs Erste Briefe als Zeugnisse der Verhandlung über Exil und Rückkehr
  • Franz Stadler — Rechenschaftsbericht und Vertrauensfragen. Zu einigen Korrespondenzen Robert Neumanns nach 1945
  • Evelyne Polt-Heinzl — »Kannst Du mich verstehen?«. Annemarie Selinko und Rudolf Kalmar
  • Natalia Shchyhlevska — »Einander im geschriebenen Wort nahe sein«. Heinrich Eduard Jacob und Oskar Jellinek im Briefwechsel mit Oskar Maurus Fontana
  • IV
  • Els Andringa — »Das Schicksal hat mich nun in den verhängnisvollen Jahren nach Holland geführt«. Ludwig Kunz’ Kontaktaufnahme mit Wilhelm Lehmann
  • Rebecca Unterberger — »… heute weder Ja noch Nein …«. Briefdokumente zur Rückkehrthematik bei Ernst Krenek
  • Oliver Rathkolb — Bruno Walter und die »bitteren Gefühle« und »schlimmen Jahre« der Wiener Philharmoniker und Karl Böhms
  • V
  • Abstracts
  • Autorinnen und Autoren
  • Personenverzeichnis

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