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Prekäre Arbeit, prekäre Liebe

Über Anerkennung und unsichere Lebensverhältnisse

Christine Wimbauer und Mona Motakef
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Christine Wimbauer, Mona Motakef, Prekäre Arbeit, prekäre Liebe (2020), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593444413

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Beschreibung

Christine Wimbauer, Dr. phil., ist Professorin für Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Mona Motakef, Dr. phil., ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrbereich Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Beschreibung / Abstract

Erwerbsarbeit und Paarbeziehungen sind wichtige Quellen für Anerkennung. Doch was geschieht, wenn Arbeit prekär wird? Wie wirken sich unsichere Arbeitsverhältnisse und Anerkennungsdefizite auf die Liebe aus, auf Beziehungen und auf die Lebenszusammenhänge der Menschen überhaupt? Welche Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern werden sichtbar?
Das Buch zeichnet anhand von Interviews eindrücklich nach, welch destruktives Potenzial prekäre Erwerbsarbeit entfalten kann und was das für die Einzelnen, für Paare und für die Gesellschaft bedeutet. Außerdem entwickeln die Autorinnen Vorschläge, wie sich auf prekäre Beschäftigung, Geschlechterungleichheiten sowie auf Anerkennungsbedürftigkeit und Verletzbarkeit reagieren lässt.

Dieses Werk ist lizensiert unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0, CC-BY-SA: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Lizenz

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This is an open access book available on www.campus.de, www.oapen.org and further repositories. All content published can be shared under the terms of the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License (CC-BY-SA 4.0).

Kritik

»Den beiden Berliner Soziologinnen gelingt es, das sozialtheoretische Konzept der ›Anerkennung‹ als zentrale Kategorie sozialer Ungleichheitsforschung zu plausibilisieren. Darüber hinaus dient ihre empirisch fundierte Analyse allerdings nicht nur einer Illustration der Anerkennungstheorie, sondern ermöglicht es den beiden Forscherinnen ebenso, diese kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln.« Charlotte Nell, Soziopolis, 09.04.2020

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • 1. Einleitung
  • 2. Prekäre Erwerbsarbeit – prekäre Lebenszusammenhänge – prekäre Anerkennung
  • 2.1 Prekarisierung von Erwerbsarbeit
  • 2.2 Geschlechtersoziologische Erweiterungen: Prekarität im Lebenszusammenhang
  • 2.3 Theorien der Anerkennung
  • 2.4 Anerkennung im Lebenszusammenhang
  • 2.5 Forschungskonzepte und Fragen
  • 3. Die empirische Studie
  • 3.1 Methodologie
  • 3.2 Sampling und Akquise
  • 3.3 Die Erhebung: Paar- und Einzelinterviews
  • 3.4 Auswertung und theoretische Generalisierung
  • 3.5 Kurzdarstellung der Befragten
  • 4. Erwerbsarbeit und Anerkennungsdefizite in der Erwerbssphäre
  • 4.1 Der (Irr-)Glaube an Meritokratie: Von Mühen und Leistungen ohne Lohn
  • 4.2 Vom Ringen um Respektabilität
  • 4.3 »Gute Arbeit« als Ausdruck des Selbst: Veronika Vetter
  • 4.4 Erwerbsarbeit zur Sicherung der Existenz und der Unabhängigkeit
  • 4.5 Weitere soziale Funktionen von Erwerbsarbeit
  • 4.6 Exkurs: Prekarisierungsprozesse in der Erwerbsarbeit und einige Ursachen
  • 4.7 Erwerbsarbeit als notwendiges Übel, Heteronomie und Ausbeutung
  • 4.8 Von den Pathologien selbst- und sozialdestruktiver Erwerbsarbeit
  • 4.9 Zwischenfazit: Von Selbstausdruck über Heteronomie zur Destruktivität von Erwerbsarbeit
  • 5. Verhältnisse von Anerkennung/sdefiziten: Ein Überblick
  • 6. Paarbeziehungen als Anerkennungsressource oder -verhinderung
  • 6.1 Paare mit starkem Paarzusammenhalt
  • 6.2 Paare mit ambivalentem Paarzusammenhalt
  • 6.3 Paare mit schwachem Paarzusammenhalt
  • 7. Menschen ohne Paarbeziehungen
  • 7.1 Abmilderung beruflicher Nichtanerkennung
  • 7.2 Ambivalente Nicht-/Anerkennung: Widersprüchliche Relationierungen
  • 7.3 Kumulation von multiplen Anerkennungsdefiziten
  • 8. Männlichkeit/en zwischen prekärer Erwerbsarbeit und Sorgeorientierung
  • 8.1 Festhalten an der Ernährermännlichkeit
  • 8.2 Prekäre Ernährermännlichkeit ohne Elternschaft – Umdeutungen und Rechtfertigungen
  • 8.3 Prekäre Ernährermännlichkeit und (verhinderte) Hinwendung zu Sorge
  • 8.4 Jenseits von Erwerbsarbeit – jenseits von Männlichkeit?
  • 9. Sozialstaatliche und gesellschaftliche Nicht-/Anerkennung
  • 9.1 Sozialstaatliche Anerkennung und positive Einschätzung des Sozialstaates
  • 9.2 Ambivalente Kämpfe um Anerkennung
  • 9.3 Vergebliche Kämpfe um Anerkennung und sozialstaatliche Nichtanerkennung
  • 10. Prekäre Sorge: Fehlende Anerkennung und Unvereinbarkeit mit Erwerbsarbeit
  • 10.1 Vereinbarkeitsprobleme in der Sorge für Andere
  • 10.2 Zur mangelnden Legitimität von Selbstsorge
  • 11. Prekäre Zukünfte
  • 11.1 Wünsche, Perspektiven und Forderungen
  • 11.2 Zukunftsvisionen und Zukunftsängste
  • 12. Zusammenfassung und Weiterentwicklungen
  • 12.1 Ein Blick zurück: Unsere Forschungsfragen
  • 12.2 Anerkennungswünsche und Anerkennungsdefizite in der Erwerbssphäre
  • 12.3 Verhältnis der Anerkennungssphären
  • 12.4 Geschlecht und Sorge: Vergeschlechtlichte Ungleichheiten
  • 12.5 Zu den »Anerkennungsfallen« prekärer Arbeit und Liebe
  • 12.6 Eine um Anerkennung erweiterte Heuristik für prekäre Lebenszusammenhänge
  • 12.7 Zum ideologischen Potential von Erwerbsarbeit
  • 13. Fazit und Ausblick
  • 13.1 Perspektivenerweiterungen der Prekarisierungsforschung
  • 13.2 Anregungen für die Anerkennungsforschung
  • 13.3 Grenzen und offene Forschungsfragen
  • 13.4 Was tun? Politiken der Ent_Prekarisierung
  • Literatur
  • Erklärung zu bereits vorliegenden Publikationen

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