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Wohnen als Weltverhältnis

Eugen Fink über den Menschen und die Physis

Diese Publikation zitieren

Hans Rainer Sepp(Hg.), Cathrin Nielsen(Hg.), Wohnen als Weltverhältnis (2020), Verlag Karl Alber, Freiburg, ISBN: 9783495820520

Getrackt seit 05/2018

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Accesses

Beschreibung / Abstract

Das kosmologische Denken Eugen Finks verabschiedet sich vom europäischen Verständnis eines Herrschaftsverhältnisses des Geistes über die Natur. Demgegenüber bestimmt Fink im Rückbezug auf die antike Physis das welthafte Sein des Menschen, sein Wohnen, als eine Existenzweise, die Naturbezug und Dimensionen der Freiheit in sich schließt. Demzufolge existiert der Mensch als ein Verhältnis, das sowohl im Einverständnis mit Elementarvorgängen lebt als auch offen für seine Selbstgestaltung ist. Die Beiträge klären diese Neubestimmung des Menschen in der Spannung von Natur und Freiheit und schlagen einen Bogen von Finks frühem Werk bis hin zu seinen späteren Schriften.

Beschreibung

Cathrin Nielsen studierte Philosophie, Ältere Germanistik und Musikwissenschaft in München, Berlin und Tübingen. Promotion mit einer Arbeit zu Heidegger. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Eugen Fink-Archiv der Pädagogischen Hochschule Freiburg und gemeinsam mit Hans Rainer Sepp Herausgeberin der Eugen Fink Gesamtausgabe.
Dr. phil. Hans Rainer Sepp, geb. 1954, lehrt Philosophie an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Karls-Universität Prag. Von 1982 bis 1992 Mitarbeiter des Husserl-Archives Freiburg i.Br. Koeditor von Bänden der gesammelten Werke Husserls ("Husserliana"). Herausgeber (mit Kah Kyung Cho, Buffalo, und Yoshihiro Nitta, Tokyo) des "Orbis Phaenomenologicus (bei Alber 1993ff.). Beirat u.a. der Zeitschriften "Phänomenologische Forschungen" (Alber) und "Recherches Husserliennes". Frühere Veröffentlichungen bei Alber: "Edmund Husserl und die Phänomenologische Bewegung" (als Hg., 1988).

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Literatur
  • Yusuke Ikeda: Eugen Finks transzendental-phänomenologisches Weltdenken und seine Heraklit-Interpretation unter besonderer Berücksichtigung des Begriffs der Physis
  • Einleitung
  • 1. Finks »ur-apriorisch-transzendentale These von der Welt«
  • 2. Der Ausweis von Finks »transzendentaler These von der Welt« in seiner Heraklit-Interpretation
  • 3. Finks Deutung von Heraklits Fragment B 123: Übergang zur phänomenologischen These von der Welt
  • 4. Finks »phänomenologische These von der Welt«. Das Scheinen der Welt und ihr Widerschein im Binnenweltlichen, vor allem im Menschen
  • 5. Finks Heraklit-Kritik in Ansehung der Ergründung der Widerschein-These
  • 6. Finks Ergründungsversuch der Widerschein-These: seine »Nähe und Distanz« zu Heidegger
  • 7. Finks Phänomenologie des Wachens und Schlafens
  • 8. Finks Auflösung der Schwierigkeit und seine Transformation der Phänomenologie
  • Ausblicke - Nähe und Distanz
  • Literatur
  • Giovanni Jan Giubilato: Vom Sinn der Erde
  • 1
  • 2
  • Literatur
  • Cathrin Nielsen: Die Chiffren des Mythos
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • Literatur
  • Nicola Zippel: Geistige Natur, natürlicher Geist: Der unmögliche Dualismus
  • Einleitung
  • 1. Phänomenologisches Zeitbewusstsein
  • 2. Finks Beitrag zum phänomenologischen Zeitbewusstsein
  • 3. Das Ich und seine zeitliche Natur: eine bedingte Freiheit
  • Schluss
  • Literatur
  • Georgy Chernavin: Die flimmernde Natur der Doxa
  • I. Die Schwebe zwischen »Habe« und »Prätention«
  • II. Das »Flimmern« des Doxischen enthüllen
  • Literatur
  • Giulia Cervo: Das Menschenwesen als endliches Schöpfertum
  • 1. Die Arbeit als Medium von Natur und Freiheit
  • 2. Die Entmenschung und ihre Bedeutungen
  • 3. Die Arbeit als Befreiung der Freiheit und deren Scheitern
  • 4. Die Zeit der »entfesselten Produktion«. Das Wesen der Herstellung als "meontisches" Weltverständnis
  • Literatur
  • Anna Luiza Coli: Tantalus und die kosmologische Dialektik
  • Einleitung
  • 1. Die Verkehrtheit der traditionellen Konzeption der Ontologie
  • 2. Kosmologie als Ontologie und der tantalide Mensch
  • 3. Ens cosmologicum und Bildlichkeit
  • Schlussbemerkung
  • Literatur
  • Hans Rainer Sepp: Exzentrisch wohnen
  • I. Wohnen als Weltverhältnis
  • II. Drei Anmerkungen
  • Literatur
  • Tatiana Shchyttsova: »Der Zug der Welt«
  • 1. Das Phänomen der Erziehung im Lichte des Begriffspaars Leben - Existenz
  • 2. Der heilende Kreis des Mitleids und der Neugier
  • 3. Hokuspokus. Der Schlussteil
  • Literatur
  • N/A
  • Introduction
  • 1. The Impenetrability of Absolute Incomprehension
  • 2. Absolute Incomprehension and the Meontic
  • 3. Hermeneutical Experience and Absolute Incomprehension
  • 4. Absolute Incomprehension as Singularization
  • Works Cited
  • Karel Novotný: Die Welt und das Ereignis des Erscheinens
  • Einleitung
  • 1. Der Monismus der Welt im Kontext
  • 2. Das Ereignis des Fremden: die Subjektivität
  • 3. Ereignis und Erde bei Fink
  • Schluss
  • Literatur
  • Die Autorinnen und Autoren

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