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Zur Psychologie einer Grundangst

Über abwehrende und existentielle Zugänge zum eigenen Tod

Alexander Batthyány

Diese Publikation zitieren

Alexander Batthyány, Zur Psychologie einer Grundangst (2020), Verlag Karl Alber, Freiburg, ISBN: 9783495820926

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Dieses Buch handelt von der Sterblichkeit, genauer – vom zwiespältigen Verhältnis vieler Menschen zum Wissen um ihre eigene Sterblichkeit und die auch durch zahlreiche psychologische Forschungsarbeiten belegte Tatsache, dass viele Menschen ein solches Denken an und über den eigenen Tod systematisch zu vermeiden und zu verdrängen versuchen. Dieselbe Forschung sagt uns allerdings auch, dass das verdrängte Sterblichkeitswissen nicht etwa einfach "weg" ist, sondern sich vielmehr auf vielfältige und oftmals unvermutete Art und Weise auf unser Alltagserleben und -verhalten auswirkt. Ferner wurde vielfach untersucht, weshalb und in welcher Weise das Wissen um den eigenen Tod abgewehrt wird und welche Folgen das zeitigt
Weit weniger häufig und prominent wird aber die Frage behandelt, ob und wie eine existentiell offenere und vernunftbasierte, d.h. nicht bloß defensive Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit gelingen könnte. In diesem Buch werden vor diesem Hintergrund abwehrende und existentielle Zugänge zum eigenen Tod untersucht und damit auch Wege zur Erweiterung der Sozial- und Existenzpsychologie des Sterblichkeitswissens vorgestellt.

Beschreibung

Alexander Batthyány ist Inhaber des Viktor Frankl Lehrstuhls in Liechtenstein und lehrt am Forschungsbereich Kognitionswissenschaften der Universität Wien. Seit 2012 Gastprofessur für existentielle Psychotherapie (Logotherapie) am Universitätsinstitut für Psychoanalyse, Moskau. Herausgeber der auf 14 Bände angelegten Edition der Gesammelten Werke von Viktor Frankl und der Proceedings des Viktor Frankl Instituts (Springer). Zahlreiche Veröffentlichungen zur existentiellen Psychologie, Psychologie des Sterbens und philosophischen Anthropologie. Seine Arbeiten wurden in über zehn Sprachen übersetzt.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • 1. Die eigene Sterblichkeit
  • 1.1. Wissen um die eigene Sterblichkeit
  • 1.2. Der eigene Tod, der Tod der anderen
  • 1.3. Denken und Abwehren der eigenen Sterblichkeit
  • 1.4. Zugänge zur eigenen Sterblichkeit
  • 1.5. Bewusste und unbewusste Bilder der eigenen Sterblichkeit
  • 1.6. Unbehagen an der eigenen Sterblichkeit
  • 1.7. Dialektiken des Sterblichkeitswissens
  • 2. Die Flucht in die Struktur
  • 2.1. Das Ich im Licht seines eigenen Todes
  • 2.2. Der eigene Tod und die Gemeinschaft
  • 2.3. Flucht in die Struktur
  • 2.4. Die Struktur als Bewältigungsversuch
  • 2.5. Ein Exkurs zum kognitiven Unbewussten
  • 2.6. Weltsicht als distale Abwehr
  • 2.7. Selbstwert als distale Abwehr
  • 2.8. Abwehr als Alltagsgeschehen
  • 3. Gehalte und Ziele der Abwehr
  • 3.1. Gehalte und Ziele der distalen Abwehrmechanismen
  • 3.2. Was Weltsichtverteidigung leistet
  • 3.3. Was Selbstwertsteigerung leistet
  • 3.4. Zur Psychopathologie abwehrender Sterblichkeitsangst
  • 3.5. Zuständliche und gegenständliche Angst
  • 3.6. Die Angst vor sich selbst
  • 3.7. Die eigentliche Weite existentieller Verunsicherung
  • 4. Andere Zugänge zum eigenen Tod
  • 4.1. Grenzbedingungen der dualen Abwehrmechanismen
  • 4.2. Folgen wirklicher Begegnungen mit dem eigenen Tod
  • 4.3. Zur Verhandel- und Abwendbarkeit der Abwehr
  • 4.4. Ausgangspunkte und Ziele der Flucht in die Struktur
  • 5. Vergänglichkeit und Sinnfrage
  • 5.1. Unsterblichkeit als existentielles Problem
  • 5.2. Vergänglichkeit und Sinnfrage
  • 6. Aussöhnung mit dem eigenen Tod
  • 6.1. Der Tod gibt dem Leben Form
  • 6.2. Der Tod bewahrt das Gewordene
  • 6.3. Es gibt ein Gesolltes im Werdenden
  • 6.4. Thanato- und Existenzpsychologie: Eine Begegnung
  • 6.5. Aufbruch zur Aussöhnung mit dem eigenen Tod
  • Bibliographie

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