Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Austria inventa?

Zu den Anfängen der österreichischen Staatsrechtslehre

Martin P. Schennach

Diese Publikation zitieren

Martin P. Schennach, Austria inventa? (2020), Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main, ISBN: 9783465144144

Getrackt seit 05/2018

1
Downloads

Beschreibung / Abstract

Das Werk widmet sich erstmals umfassend der von der (rechts-)historischen Forschung bislang kaum beachteten österreichischen Staatsrechtslehre. Es untersucht ihre Entstehung, ihre Autoren, ihren Zusammenhang mit der Reichspublizistik, ihre Quellen und Methoden sowie ihre Inhalte und nicht zuletzt ihre Rolle in der universitären Lehre. Unter allen Partikularstaatsrechten im Heiligen Römischen Reich wurde ihr Gegenstand wohl am intensivsten traktiert. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stellte die österreichische Staatsrechtslehre eine florierende Literaturgattung dar, die vom habsburgischen Herrscherhaus gefördert wurde. Dies erklärt sich auch aus ihren Leitthemen: Sie flankierte den Prozess der Binnenintegration des heterogenen habsburgischen Herrschaftskomplexes und zielte auf die diskursive und juristische Konstruktion eines österreichischen Gesamtstaats sowie auf die Legitimation des Absolutismus ab.

This is the first work of its kind devoted to Austrian constitutional law, which has so far received little attention in (legal) historical research. It examines its origins, its authors, its connection with the “Reichspublizistik”, its sources and methods as well as its contents and, last but not least, its role in university teaching. Of all the particular state rights in the Holy Roman Empire, its subject was probably the one most intensively discussed. In the second half of the 18th century, Austrian constitutional law was a flourishing genre of literature promoted by the Habsburg dynasty. This is accounted for by its main themes: It flanked the process of internal integration of the heterogeneous Habsburg ruling complex and aimed at the discursive and legal construction of an Austrian state as a whole and the legitimation of absolutism.

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • I. Einleitung
  • 1. Forschungsgegenstand und -interesse
  • 2. Forschungsstand
  • 3. Quellenlage
  • 4. Der ereignisgeschichtliche Hintergrund: Unifizierung, Gleichmachung und Integration der österreichischen Länder
  • II. Die Wissenschaft vom Territorialstaatsrecht (vom Besonderen Staatsrecht)
  • 1. Der Name der rechtswissenschaftlichen Disziplin
  • 2. Die Verortung im Rahmen der Staatswissenschaften
  • 3. Methodisches: Die Quellenproblematik
  • 4. Entstehung und Entwicklung der Disziplin im 18. Jahrhundert
  • III. Praecursores der österreichischen Staatsrechtslehre
  • 1. Die staatsrechtliche Beschäftigung mit den österreichischen Freiheitsbriefen
  • 2. »weil der Oesterreichische Staat Zweiffels ohne der weitläuffigste unter den Teutschen Chur-Häusern ist«: Österreich in der Reichspublizistik
  • 3. Praecursores und Nebengleise: staatsrechtliche Streitschriften
  • IV. Autoren und Werke der österreichischenStaatsrechtslehre
  • 1. Christian August Beck
  • 2. Franz Ferdinand von Schrötter
  • 3. Die Autoren des letzten Viertels des 18. Jahrhunderts
  • 4. Die unveröffentlichten Praktiker
  • 4.1 Theodor Anton Taulow von Rosenthal
  • 4.2 Gottfried Ernst Fritsch
  • 4.3 Andere
  • 5. Zu den Sozialmilieus der Verfasser: Staatsrechtslehre als Karrieremotor?
  • V. Quellen und Methoden der österreichischen Staatsrechtslehre
  • 1. Quellen
  • 2. Methoden
  • VI. Leitthemen der österreichischen Staatsrechtslehre
  • 1. Der Verfassungsbegriff der österreichischen Staatsrechtslehre
  • 2. Die Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes – was ist »Österreich«?
  • 3. Zu den Inhalten der österreichischen Staatsrechtslehre
  • 4. Die Binnenintegration der österreichischen Länder
  • 5. Die Legitimation des Absolutismus
  • 6. Die Staatsrechtslehre und der Staat: zwischen Förderung, Kontrolle und Unterdrückung
  • VII. Die österreichische Staatsrechtslehre im juristischen Unterricht
  • 1. Allgemeines
  • 2. Allgemeines Staatsrecht, Reichsstaatsrecht und Reichshistorie: von den Anfängen eines Lehrfachs in den österreichischen Ländern
  • 3. Von der maria-theresianischen Studienreform bis 1810
  • VIII. Der Nachhall: die österreichische Staatsrechtslehre bis 1848
  • 1. Allgemeines
  • 2. Die Standardwerke: Joseph C. Bisinger und Johann Springer
  • 3. Andere Statistiker
  • 4. Exkurs: Zur Frage von Kontinuitäten nach 1848/1867
  • IX. Teilbereiche, Nebengleise oder Gegenentwürfe? Andere »iura publica specialissima«
  • 1. Allgemeines
  • 2. Das böhmische Staatsrecht
  • 3. Das ungarische Staatsrecht
  • 4. Das Staatsrecht der österreichischen Niederlande
  • 5. Die österreichischen Besitzungen in Italien
  • 6. Besondere Staatsrechte der anderen österreichischen Länder
  • X. Zusammenfassung und Schluss
  • XI . Anhang
  • XII. Abkürzungsverzeichnis
  • XIII. Literatur- und Quellenverzeichnis
  • 1. Ungedruckte Quellen
  • 2. Literatur und gedruckte Quellen
  • XIV. Orts- und Personenregister
  • Ortsregister
  • Personenregister

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor