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Sich selbst vergleichen

Zur Relationalität autobiographischen Schreibens vom 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Walter Erhart, Franz-Josef Arlinghaus, Lena Gumpert und Simon Siemianowski
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Walter Erhart, Franz-Josef Arlinghaus, Lena Gumpert, Simon Siemianowski, Sich selbst vergleichen (2020), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839452004

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Beschreibung / Abstract

Wer das eigene Leben beschreibt, vergleicht sich mit anderen und mit sich selbst: Unter diesem Gesichtspunkt nehmen die vier Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen die Geschichte des autobiographischen Schreibens neu in den Blick. Leitend ist dabei die Erkenntnis, dass in Selbstbeschreibungen nicht ein vermeintlich autonomes Ich im Mittelpunkt steht, sondern ein stets in Beziehung stehendes relationales Selbst. Wie sich solche Individualität durch das Sich-Selbst-Vergleichen auf historisch jeweils unterschiedliche Weise herstellt, wird anhand von Autor*innen wie Petrus Abaelard, Guibert von Nogent, Giovanni di Pagolo Morelli, Jean-Jacques Rousseau, Johann Wolfgang von Goethe, Bertha von Suttner, Walter Benjamin, Roland Barthes, Didier Eribon und vielen anderen analysiert.

Beschreibung

Franz-Josef Arlinghaus, geb. 1960, ist Professor für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung des Hoch- und Spätmittelalters an der Universität Bielefeld.
Walter Erhart, geb. 1959, ist Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld.
Lena Gumpert, geb. 1987, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Geschichtswissenschaft und am Sonderforschungsbereich 1288 »Praktiken des Vergleichens« an der Universität Bielefeld.
Simon Siemianowski, geb. 1991, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Globalgeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Tübingen.

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution 4.0 License (CC BY 4.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Vorwort
  • I. Ähnlich, Anders, Einzigartig
  • Rousseaus »Bekenntnisse« und die moderne Paradoxie des Vergleichens
  • Vormoderne Ähnlichkeitsbeziehungen
  • Von der Notwendigkeit, Individualität zu historisieren. Theoretische Überlegungen
  • Zur Relationalität autobiographischen Schreibens
  • Vormoderne und Moderne: zum Inhalt des Buches
  • II. Relationierungen
  • Wie auf Erden, so im Himmel
  • Die ›Verkettung‹ der Welt. Zur Historisierung des Vergleichs
  • ›Beziehungsanalogie‹: Judas' Taufe
  • Brüche in der ›Verkettung‹ der Welt
  • Von Judas zu Hermann – der Weg zur Taufe
  • Burkhard Zink und Didier Eribon – Individualität und Vergleich
  • Schluss
  • III. Ich und Hieronymus, Hieronymus und ich
  • Die Individualität und die Praxis des Vergleichens
  • Petrus Abaelard
  • Guibert von Nogent
  • Exkurs: Gerald von Wales
  • Zusammenfassende Bemerkungen
  • IV. Warum ich doch nicht anders bin
  • Genau eingepasst – Selbstverortung im genealogischen Mosaik
  • Klar begrenzt – Kategoriale Abgrenzung als strukturelles Vergleichshindernis
  • Trotzdem ähnlich – Vergleichen zur Relativierung der Fremddifferenz
  • Trotzdem unverändert – Vergleichen zur Relativierung der Selbstdifferenz
  • Fazit
  • V. »Jeder soll werden wie er.«
  • Goethes »Dichtung und Wahrheit« – Über die autobiographische Kunst, sich selbst zu vergleichen
  • »Wie ein alberner Werther« – Individualität als Epigonentum
  • Nachkommenschaft und Karrieren – Übergangszeiten des autobiographischen Schreibens
  • VI. Warum ich mich anders schreibe
  • Fragmentierte Erinnerung, wiederverzauberte Welt: Walter Benjamin
  • Sich selbst unähnlich werden, mit dem Körper schreiben: Roland Barthes
  • Grenzen der Vergleichbarkeit: Wolfgang Koeppen, Christa Wolf, Imre Kertész
  • Postskriptum zur Gegenwart
  • Nachwort
  • Register

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