Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Mahnmale als Zeitzeichen

Der Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur Nordrhein-Westfalens

Jan Niko Kirschbaum

Diese Publikation zitieren

Jan Niko Kirschbaum, Mahnmale als Zeitzeichen (2020), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839450642

Getrackt seit 05/2018

87
Downloads

Beschreibung / Abstract

Erinnerungszeichen sind seltsame Wesen und stecken voller Widersprüche. Errichtet, um von der Vergangenheit zu künden, fristen sie oft ein Leben am Rande der Wahrnehmung. Jan Niko Kirschbaum nimmt 13 nordrhein-westfälische Erinnerungszeichen für den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg aus den 1950er bis 1980er Jahren in den Fokus. Er befragt sie nach den Motiven ihrer Errichter*innen und bekommt verblüffend vielfältige und kontroverse Antworten. Denn Erinnerungszeichen verraten meist mehr über die Zeit, in der sie errichtet wurden, als über die historische Zeit, die sie thematisieren.

Beschreibung

Jan Niko Kirschbaum, geb. 1985, lebt in Wuppertal und forscht zur Geschichte des 20. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf Erinnerungskultur.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • 1 Zeichen der Erinnerung
  • 2 Zwischen Aufbruch und Erinnerung:Die erste Konjunktur der Erinnerungszeichen (1945-ca. 1965)
  • 2.1 Eine widersprüchliche Erinnerungskultur: Brüche und Kontinuitäten nach 1945
  • 2.2 Vergraben: Das Sühnekreuz von Meschede (1947)
  • 2.3 Für den Widerstand: Das Mahnmal in Wuppertal (1950/1958)
  • 2.4 Annahme ohne Debatte: Die Gedenktafel für die Neusser Synagoge (1953)
  • 2.5 Für den Frieden: Das Mahnmal in Paderborn (1953)
  • 2.6 Zeichen der Zerrissenheit: Die Drei Nornen in Düsseldorf (1958)
  • 2.7 Zeichen der Versöhnung: Das Bittermark-Denkmal in Dortmund (1960)
  • 2.8 Für das Staatsprotokoll: Das nationale Ehrenmal in Bonn (1964)
  • 2.9 Zeit der Zerrissenheit
  • 3 Symbole einer untergegangenen Zeit:Krisenjahre der Erinnerungszeichen (ca. 1965-ca. 1975)
  • 3.1 Das Scheitern des Mahnmals in Münster (1950-1973)
  • 3.2 Die Krise der Erinnerungszeichen
  • 3.3 Der »Verlust der Geschichte«
  • 3.4 Geschichtsbilder und Geschichtslosigkeit:Die Gedenkpraxis an den Erinnerungszeichen
  • 3.5 Zeit der Zukunft
  • 4 Zwischen Stolz und Scham:Die zweite Konjunktur der Erinnerungszeichen (ca. 1975-1990)
  • 4.1 Vom »Verlust der Geschichte« zur »Erinnerungswut«
  • 4.2 Gegen den Zeitgeist: Das Kardinal‑von‑Galen‑Denkmal in Münster (1978)
  • 4.3 Zwei unumstrittene Denkmäler:Die Erinnerung an die Paderborner Synagoge (1980/1993)
  • 4.4 Ausgegraben: Das Sühnekreuz von Meschede (1981)
  • 4.5 Jugend forscht, Jugend baut: Das Mahnmal für das KZ Kemna in Wuppertal (1983)
  • 4.6 Zeichen der Pluralität: Der Zwinger in Münster (1985/1997)
  • 4.7 Gescheitert: Das nationale Mahn- und Ehrenmal in Bonn (1975-1986)
  • 4.8 Protest und Historisierung: Die Gedenkpraxis an den Erinnerungszeichen
  • 4.9 Zeit der Deutungskämpfe
  • 5 Mahnmale als Zeitzeichen:Der Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur Nordrhein‑Westfalens
  • 6 Danksagung
  • 7 Anhang
  • 7.1 Abkürzungsverzeichnis
  • 7.2 Verzeichnis der verwendeten Sekundärliteratur
  • 7.3 Verzeichnis der gedruckten Quellen
  • 7.4 Verzeichnis der verwendeten Archivbestände
  • 7.5 Verzeichnis der verwendeten Zeitungen und Zeitschriften
  • 7.6 Sonstiges

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel

      Mehr von diesem Autor