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Aneignung und Eigensinn

Interpikturalität in der Malerei Helene Funkes

Anna Storm

Diese Publikation zitieren

Anna Storm, Aneignung und Eigensinn (2020), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839450574

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Mit einer eigensinnigen Form der Bildfindung nimmt die in Deutschland kaum rezipierte Malerin Helene Funke (1869-1957) sich der etablierten männlichen Kunst an, um sich zugleich emanzipatorisch davon abzugrenzen. Innerhalb einer Künstlerinnensozialgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts steht ihr Werk exemplarisch für eine Vielzahl von Künstlerinnen, die stetige und systematische Ausgrenzungen aus einem mehrheitlich männlich dominierten Kunstbetrieb erfahren haben und sich dennoch widerständig darin behaupten konnten. Anna Storm analysiert in ihrer Studie - vor dem Hintergrund hegemonialer Kunstdiskurse - diese komplexe Form künstlerischer Aneignung, die durch das systematische Aufgreifen und Verarbeiten von fremden Bildvorlagen charakterisiert ist.

Beschreibung

Anna Storm (Dr. phil.), geb. 1986, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Von der Heydt-Museum Wuppertal. Sie hat Kunstgeschichte und Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum studiert und ihre Dissertation an der Leuphana Universität Lüneburg verfasst. Ihre Forschungsschwerpunkte sind feministische Kunstgeschichte und Künstlerinnensozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Einleitung
  • I. Interpikturalität, Modernität und Originalität
  • Interpikturalität – ein »operatives Konstrukt«
  • Modernität und Originalität
  • II. Die Marginalisierung von Frauen in der Kunst
  • Über das »Wesen« der Frau in philosophischen undkunstkritischen Texten um 1900
  • Feministische Kunstgeschichte und institutionelle Rahmenbedingungen
  • Der Impressionismus ist weiblich!
  • III. Assimilation und Aneignung
  • Künstlerinnenausbildung im Schatten. Die Damen-Akademie
  • München zwischen Tradition und Erneuerung
  • Teilhabe am Konventionellen. Funkes frühe Landschaften
  • Erste Hybride: »Haus im Park«
  • IV. Oberflächlichkeit: Hybride Tänzerinnen
  • Das Motiv der Tänzerinnen
  • Der Raum als Fläche – Der Körper als Fragment
  • Picassos »Demoiselles« in neuen Gewändern
  • Fest im Blick: Die Ganzkörperfigur und ihr Porträtcharakter
  • Das Kostüm als textile Maske
  • Das Bild als hybrides Objekt
  • V. Sehen und Gesehenwerden in der Loge
  • Die Loge als Motiv in der Moderne
  • Das Blickregime (in) der Loge
  • Funkes Loge als Idealort weiblicher Emanzipation
  • Loge und Balkon. Aneignung bei Édouard Manet
  • Die Pluralität des Hybriden
  • Abschluss: »Eine schreckliche Van-Goghiade«
  • Literatur- und Quellenverzeichnis
  • Online-Quellen
  • Abbildungsverzeichnis

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