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Digitaler Kapitalismus

Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit

Philipp Staab

Diese Publikation zitieren

Philipp Staab, Digitaler Kapitalismus (2019), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518763858

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Beherrschten vor 20 Jahren noch Industriekonglomerate, Energiekonzerne und Banken die Rangliste der wertvollsten Unternehmen, wurden diese längst von Internetgiganten wie Google, Apple, Amazon und Tencent abgelöst. Digitale Technik ist allgegenwärtig: Wir tragen Hochleistungsrechner in unseren Taschen herum, Waschmaschinen können sich mit dem Internet verbinden. Doch erschöpft sich darin das Neue am digitalen Kapitalismus?


Philipp Staab beleuchtet den digitalen Kapitalismus aus unterschiedlichen Perspektiven, um ihn präziser auf den Begriff zu bringen. Er zeigt, wie digitale Überwachungs- und Bewertungspraktiken in immer mehr Bereiche der Wirtschaft vordringen und dabei die soziale Ungleichheit verschärfen. Das Spezifische am digitalen Kapitalismus, so Staab, ist die Herausbildung »proprietärer Märkte«: Kam es früher darauf an, Dinge herzustellen und mit Gewinn zu verkaufen, geht es im Zeitalter der Unknappheit um das Eigentum an den Märkten selbst.

Kritik

»Staab liefert eine überzeugende Beschreibung des Geschäftsmodells und der Expansion der digitalen Leitunternehmen ab.«

Nico Beckert, Der Tagesspiegel 02.11.2019

Beschreibung

<p>Philipp Staab, geboren 1983, ist Professor für die Soziologie der Zukunft der Arbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin.</p>

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Informationen zum Buch
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • 1. Einleitung: Nach dem Neoliberalismus
  • Tautologische Metapher oder analytische Kategorie?
  • Schumpeter im Internet
  • Märkte in Privatbesitz
  • 2. Die Wurzeln des digitalen Kapitalismus
  • Innovation gesucht
  • Das ordnungspolitische Element des investiven Staates
  • Ökonomische Makrotrends und der investive Staat
  • 3. Finanzkapitalismus online
  • Ökonomien der Unknappheit und die Propheten des Postkapitalismus
  • Finanzialisierung und Digitalisierung: Aus demselben Holz geschnitzt
  • Das Erbe der Krise und die Krise als Erbe
  • Finanzkapitalismus online
  • 4. Ein System proprietärer Märkte
  • Politische Ökonomie der Digitalisierung
  • Die Vermachtung des Internets
  • Warum proprietäre Märkte?
  • Proprietäre Märkte verstehen
  • 5. Arbeit im digitalen Kapitalismus
  • Proprietäre Märkte als Vorbild der Restrukturierung von Arbeit
  • Informations- und Leistungskontrolle - einseitige Transparenz
  • Zugangs- und Preiskontrolle: Einseitige Rechte
  • 6. Privatisierter Merkantilismus, Ungleichheit und Konflikt
  • Privatisierter Merkantilismus
  • Digitale Quellen sozialer Ungleichheit
  • Der blockierte soziale Konflikt
  • 7. Schluss: Kann es einen digitalen Kapitalismus europäischer Prägung geben?
  • Die rauchenden Ruinen des Neoliberalismus
  • Lebenschancen als Services
  • Der digitale Kapitalismus chinesischer Prägung
  • Eine digitale Gesellschaft der Anrechte
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang

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