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„Hä, hier sind ja Jungs?!“

Heteronormativitätskritische Mädchen*arbeit in der Praxis

Johanna Schmitz

Diese Publikation zitieren

Johanna Schmitz, „Hä, hier sind ja Jungs?!“ (28.02.2020), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1438-5295, 2020 #1, S.4

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Seit über 15 Jahren finden sich innerhalb von Publikationen zu Konzepten feministischer Mädchen*arbeit zunehmend Anregungen aus einer heteronormativitätskritischen Perspektive (vgl. Howald 2001; Plößer 2009; Busche et al. 2010). Doch bezüglich des Hinterfragens geschlechtlicher Kategorien scheinen diese Konzepte nur langsam den Weg in die pädagogische Praxis zu finden. Einrichtungen der Mädchen*arbeit gehen nach wie vor mehrheitlich von einer homogenen Gruppe von cis-Mädchen aus, an die Angebote gerichtet werden (vgl. Pohlkamp 2018: 60). „Eine Infragestellung oder Öffnung der Geschlechtlichkeit der adressierten Gruppe findet in der Regel nicht statt“ (Pohlkamp 2018: 60). Woran liegt das? Was macht es so schwer heteronormativitätskritische Aspekte in die pädagogische Praxis umzusetzen? Um dieser Frage nach zu gehen skizziert der vorliegende Beitrag kurz aktuelle konzeptuelle Vorschläge, die sich in theoretischen Veröffentlichungen zu heteronormativitätskritischen Perspektive innerhalb von Mädchen*arbeit wiederfinden, ergänzt werden diese durch Erfahrungen aus der Praxis. Hierzu werden im vorliegenden Artikel Auszüge von Interviews angeführt, die ich im Rahmen meines Dissertationsvorhabens entstanden sind. Geführt wurden die Interviews mit Pädagog*innen aus Projekten der Mädchen*arbeit, die heteronormativitätskritische Aspekte in ihre pädagogische Praxis mit einfließen lassen und diese explizit als Teil ihres Konzeptes benennen. Die befragten Personen sind in vier unterschiedlichen Projekten in drei Bundesländern tätig. Der Schwerpunkt der Leitfaden gestützten Interviews lag neben Fragen zum Konzept der Projekte auf der individuellen Erfahrungen von Chancen und Grenzen einer heteronormativitätskritischen Praxis innerhalb der Mädchen*arbeit.

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