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Kohäsion durch Kampf?!

Überlegungen zur Bedeutung von Loyalität für Hochschulen

Angela Graf

Diese Publikation zitieren

Angela Graf, Kohäsion durch Kampf?! (25.06.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 2195-867X, 2019 #1, S.94

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Im Zuge des derzeitigen Strukturwandels des deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystems werden Hochschulen angerufen, sich als handlungsfähige Kollektivsubjekte zu konstituieren und im Wettbewerb untereinander zu positionieren. Aus einer feldtheoretischen Perspektive lässt sich vor diesem Hintergrund ein Machtkampf innerhalb der Hochschulen zwischen der Professorenschaft auf der einen und dem Hochschulmanagement auf der anderen Seite um die Durchsetzung legitimer Habitusschemata resp. Subjektformen im wissenschaftlichen Feld konstatieren. Um sich im Wettbewerb erfolgreich positionieren zu können, müssen Hochschulen zunehmend auf die Loyalität ihrer Mitglieder bauen, denn einerseits wirkt Loyalität als spezifischer habitualisierter Selektionsmodus und kann so soziale Kohäsion befördern und zur Konstitution der Hochschulen als Kollektivsubjekte beitragen. Andererseits dient Loyalität der Hochschule als Governance- und Herrschaftsinstrument. Als verinnerlichte Verhaltensdisposition ermöglicht sie eine subtile, informelle Verhaltenssteuerung der Hochschulmitglieder und sorgt damit zugleich für die Stabilisierung und Legitimation der Herrschaftsverhältnisse innerhalb der Hochschule.

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