Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Das Nachleben der Toten

Philosophie auf der Grenze

Jean-Pierre Wils

Diese Publikation zitieren

Jean-Pierre Wils, Das Nachleben der Toten (2019), mentis, Münster, ISBN: 9783957438010

Beschreibung / Abstract

Erst kommt das Leben, dann der Tod, denken viele. Doch schon das Verweilen vor einem Grab eröffnet einen Dialog, der das Band zwischen dem Vergangenen und Gegenwärtigen spürbar werden lässt: Das Band der Kommunikation zwischen den Toten und den Lebenden scheint unzerreißbar. Der Tod – der eigene und der der anderen - ist eine Kategorie des Lebens, die jeden von uns zur Auseinandersetzung zwingt.
Das Buch von Jean-Pierre Wils ist seit langer Zeit der erste, großangelegte Versuch einer Lehre vom Tod, einer Thanatologie, die ein umfassendes Panorama entfaltet: Todesarten, Todesangst, Todeszeitpunkt werden zum Thema ebenso wie die Frage nach der Unsterblichkeit, dem angemessenen Trösten und den Riten der Bestattung. Angesichts des Todes kommt die Philosophie an ihre Grenze – darum holt der Autor der Philosophie eine „Weggefährtin auf der Erkundungsfahrt zum Tod“ an die Seite, nämlich die Literatur. So wird das Buch zu einem einmaligen Grenzgang zwischen Philosophie und Literatur, zwischen Reflexion und Narration und beglaubigt den Satz von Saint-Exupéry: „Es wird aussehen, als wäre ich tot, und das wird nicht wahr sein.“

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Anstelle eines Vorworts
  • I. Das Gespräch über den Tod und mit den Toten
  • 1. Versuch und Erfahrung
  • 2. Vergangenheitspolitik
  • 3. Verschiebungen und Zeitschichtwechsel
  • II. Die Unumgänglichkeit der Erzählung
  • 1. Das literarische Milieu der Philosophie
  • 2. Resonanz und Struktur
  • 3. Der Genuss an falscher Stelle
  • III. Lob der Spekulation
  • 1. Plausibilitätsgewinne angesichts der großen Grenze
  • 2. Die Plastizität des Denkens
  • 3. Vorläufiges über Endgültiges
  • IV. Todesarten
  • 1. Tod und Gewalt – ein Geschwisterpaar
  • 2. Die Brutalisierung des Sterbens
  • 3. Vernichtung
  • 4. Verwirrungen aus Überlebenssinn
  • 5. Versöhnte Landschaften und der leichte Tod
  • V. Wann ist der Tod?
  • 1. Der Todeszeitpunkt im freien Fall
  • 2. Zwei Tode?
  • 3. Das geht absolut nicht, aber so ist das nun mal.
  • VI. Die Todesfurcht
  • 1. Das Gewicht der Transzendenz
  • 2. Todesangst, Todesfurcht
  • 3. Die angebliche Irrelevanz des Todes
  • 4. Ein Eigentlichkeitsversprechen
  • 5. Müdigkeit und das Versiegen der Furcht
  • 6. Lakonisches zur Einwilligung
  • VII. Der gedachte Tod
  • 1. Erkundungen des Wohin
  • 2. Das Wo des Todes
  • 3. Der Tod – ein Übel?
  • 4. Die drei Personen
  • 5. Eloge der Passivität
  • 6. Selbstbewusstsein und Sterblichkeit
  • 7. Sinnbedarf und Resignation
  • VIII. Die Rückkehr der Unsterblichkeit
  • 1. Ästhetisch-anthropologische Immortalität
  • 2. Welche Unsterblichkeit und wozu?
  • 4. Sterblichkeit und die Entstehung der Werte
  • IX. Schwierigkeiten mit dem Trösten
  • 1. Missverständnisse der ars moriendi
  • 2. Die Trostgemeinschaft
  • 3. Kann Natur trösten?
  • 4. Trostversagen und das Ende der Interpretation
  • 5. Logik des Tröstens
  • 6. Trost angesichts des Untröstlichen
  • 7. Intermezzo auf Athos
  • 8. Verräumlichte Zeit und Traumzeit – wir Nocturnes
  • X. Der Traum und der Tod
  • 1. Imaginatives Erleben
  • 2. Zwischen den Welten
  • 3. Das Drama der Heimkehr
  • XI. Zwei Chronisten des eigenen Sterbens – der Trost der Abstraktion
  • 1. In Todesnähe
  • 2. Der eigene Tod: Péter Nádas
  • 3. Die Geschichte meines Todes: Harold Brodkey
  • 4. Das Schauen durch und durch
  • XII. Trauerarten als Gedächtnisarten
  • 1. Räume und Zeiten
  • 2. Der Verdacht gegen die Trauer
  • 3. Renaturalisierung der Toten
  • 4. Arbeit an der Restitution der Toten
  • 5. Totengedenken ist keine Kopfgeburt
  • Bibliographie

Ähnliche Titel

    Mehr von diesem Autor