Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Max Ophüls

Diese Publikation zitieren

Max Ophüls (2011), edition text+kritik, 81673 München, ISBN: 9783869168876

Beschreibung / Abstract

Melancholisch erzählen Max Ophüls’ Filme vom untergehenden Bürgertum in Europa, aber keine Geschichte verharrt oder endet im Stillstand. Schier unaufhaltsame Kamerafahrten, unendliche Raumkaskaden, verwirrende Spiegel- und Fensterdurchblicke und atemberaubende Treppengänge verweisen auf Ophüls’ außerordentliche Beweglichkeit als Stil- und Lebensprinzip.
Max Ophüls, geboren 1902 in Saarbrücken, arbeitete zunächst sehr erfolgreich als Schauspieler und Regisseur am Theater und als Autor für das neue Medium Radio, bevor er 1931 nach der Etablierung des Tonfilms Filmregisseur wurde. Mit "Liebelei" (1932/33), seinem vierten langen Spielfilm, hätte eine große Karriere in Deutschland ihren Anfang nehmen können, aber zwischen der Produktion des Films und dessen Kinostart mussten Ophüls und seine Familie 1933 den Weg aus dem "Dritten Reich" nach Frankreich antreten. Der Emigrant Ophüls erfuhr die Unbehaustheit des Exils, als Regisseur in Frankreich, Italien, den Niederlanden und den USA, wo er vor den Studios Hollywoods fünf Jahre auf seine erste Filmregie warten musste. Erst für seinen letzten Film "Lola Montez", einer deutsch-französischen Koproduktion von 1955, drehte Ophüls wieder in Deutschland. Der Beginn seiner Karriere in Deutschland, die Werke seiner europäischen Exilstationen vor und nach dem Krieg, natürlich auch der Jahre in Hollywood, werden in den Texten dieses Heftes vornehmlich danach befragt, ob es Ophüls tatsächlich gelang, seinen künstlerischen Eigensinn unter wechselnden und fremdbestimmten Umständen der Filmproduktion zu verwirklichen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorbemerkung
  • Verena Lueken – Alles ist so gut wie richtig? Max Ophüls – die frühen Jahre in Deutschland
  • Fritz Göttler – Gegen den Wind, gegen die Epoche. Ophüls in den Dreißigern
  • Kann dir nicht folgen
  • Prostitution, Spiel
  • Frei von Assoziationen
  • Stukas über Wahlheim
  • Filme der Karosse
  • Geschichten in der Straßenbahn
  • Mitleid und Schwindel
  • Druck auf die Bilder
  • Die guten Gründe
  • Menschen zu Schatten gemacht
  • Wer jetzt kein Haus hat . . .
  • Nicht zum Verweilen
  • Zeit, vom Dämon verneint
  • Rousseaus Rivalen
  • Schwellen der Träume
  • Ein Blick, der den Raum frisst
  • Im Nebel
  • Lutz Bacher – Erfahrungen in Hollywood. Max Ophüls’ Lernprozesse in den amerikanischen Studios
  • Einleitung
  • Methode
  • Stilistische Charakteristika der späten französischen Filme
  • Stilcharakteristika in den Vorkriegsfilmen
  • Intentionen und Produktionsbedingungen
  • Halbunabhängige Produktion als Auftragsregisseur bei Universal Pictures
  • Unabhängigkeit und Stress bei Enterprise
  • Ausrichtung von Ophüls’ Leistung an den Anforderungen von Columbia Pictures
  • Fazit
  • Martina Müller» – Meine vagen Filmgeschäfte in diesem vagen Filmbetrieb. «Max Ophüls’ Filme 1950–1955
  • I La ronde (Der Reigen, F 1950)
  • II Le plaisir (Pläsier, F 1952)
  • III. Madame de . . ./I gioielli di Madame de . . . (F/I 1953)
  • IV. Lola Montès (F 1955) Lola Montez (BRD 1956)
  • Ronny Loewy – Biografie
  • Filmografie
  • Abstracts
  • Autorinnen und Autoren
  • Reihenanzeige

Mehr von dieser Serie

    Ähnliche Titel