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Gesellschaft in Angst?

Zur theoretisch-empirischen Kritik einer populären Zeitdiagnose

Judith Eckert

Diese Publikation zitieren

Judith Eckert, Gesellschaft in Angst? (2019), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839448472

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Zeitdiagnosen einer verängstigten Gesellschaft sind populär. Doch welche Bedeutung kommt Angst im Alltag der Menschen wirklich zu - und welche Ängste spielen konkret eine Rolle? Mittels eines innovativen qualitativen Forschungsdesigns hinterfragt Judith Eckert die Annahme von Angst als zentraler zeitgenössischer Befindlichkeit und trägt zur Differenzierung der Debatte bei. Neben empirischen Analysen bietet sie Bausteine für eine theoretisch, konzeptuell und methodologisch fundierte Soziologie der Angst sowie Anregungen für eine reflexive, lebensweltlich orientierte Sicherheitsforschung.

Beschreibung

Judith Eckert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik der Universität Duisburg-Essen. Die Soziologin promovierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und war Gastwissenschaftlerin an der University of Georgia, Athens, und an der University of California, Berkeley.

Kritik

»Ein Buch, das zum Nachdenken über den Begriff Angst und seine Verwendung anregt.«
Thomas Feltes, www.polizei-newsletter.de, 236 (2019)

Besprochen in:
www.scharf-links.de, 05.02.2020, Michael Lausberg

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Dank
  • Einleitung
  • 1 Gesellschaft in Angst? . Einleitung
  • 1.1 Die Diagnose
  • 1.2 Die »Gretchenfragen«
  • 1.3 (Un-)Sicherheit und Angst: Begriffs- und Gegenstandsverständnis
  • 1.4 Aufbau der Arbeit
  • 2 Theoretische und methodologische Bezugspunkte der Sociology of Risk and Uncertainty
  • 2.1 Sociology of Risk and Uncertainty als zentrales Diskussionsfeld
  • 2.2 Gesellschaftstheorien
  • 2.3 Lebensweltlich orientierte, themenoffene Ansätze
  • 2.4 Reflexive Ansätze
  • 2.5 Bilanz: Stärken der Ansätze und Fragen der Integration
  • 3 Angst als soziales, lebensweltliches Phänomen. Eine qualitative Programmatik
  • 3.1 Sozialtheorie: eine praxeologische Konzeption der Lebensweltund von Angst
  • 3.2 Erkenntnistheorie: eine soziologische Konzeption und ihre forschungspraktischen Folgen
  • 3.3 Interviewtheorie: das Interaktive, Performative und Implizite berücksichtigen
  • 3.4 Auswertungsmethodologie: das Interaktive, Performative und Implizite rekonstruieren
  • 3.5 Bilanz: ein neuer Blick auf Angst
  • 4 Methodische Umsetzung
  • 4.1 Die Interviews
  • 4.2 Sampling, Sample und Repräsentation
  • 4.3 Die Auswertung mit dem integrativen Basisverfahren
  • 4.4 Bilanz: Methodik im Lichte der Programmatik
  • 5 Warum wir nicht nach (Un-)Sicherheit, sondern nach Angst fragen sollten. Eine Methodenreflexion
  • 5.1 Methodendiskussion und -reflexion: Bedarf erkannt
  • 5.2 Methodische Fokussierung: Material, Analyseheuristiken und Erkenntnismöglichkeiten von »gescheiterten« Interviews
  • 5.3 Sicherheit als enger Begriff in einem unpersönlichen Interview
  • 5.4 Angst als alltagssprachlicher, tendenziell offener Begriffin einem persönlichen Interview
  • 5.5 Methodische Entscheidungen sind politisch – Bilanz, Interpretation und Ausblick
  • 6 Emotion, Positionierung, Argument. Was über Angst und (Un-)Sicherheit Sprechen bedeutet
  • 6.1 Bisherige Forschungen: spezifische Nutzungsweisen und spezifische Themen
  • 6.2 Methodische Fokussierung: Material, Analyseheuristiken und Angst/Ärger-Differenzierung
  • 6.3 Emotion: unterschiedliche Erlebnisqualitäten von Angst
  • 6.4 Positionierung: die ›Ängste‹ der Anständigen
  • 6.5 Argument: Angst und (Un-)Sicherheit als wirkmächtiger Topos
  • 6.6 Angst ist nicht gleich Angst – Bilanz und Ausblick
  • 7 Welche Ängste (k)eine Rolle spielen. Rekonstruktion des Impliziten und Rekontextualisierung im Lebensverlauf
  • 7.1 Bisherige empirische Studien: Mangel an themenoffenen und rekonstruktiven Studien
  • 7.2 Methodische Fokussierung: Material, Fallauswahl, Analyseheuristiken und -einstellungen
  • 7.3 Sicherheit und Angst im Lebensverlauf als neue Perspektive
  • 7.4 Postadoleszenz: Orientierung und Etablierung
  • 7.5 Erwachsenenalter: Entwicklung, Stabilität oder Existenzsicherung
  • 7.6 Rentenalter: Ruhe und Ordnung
  • 7.7 Themenbezogene Bündelung, Diskussion und Ausblick
  • 8 Konsequenzen der Differenzierungen
  • 8.1 Paradox der Doxa statt Sicherheitsparadox?
  • 8.2 Kriminalitätsfurcht: weder Kriminalität noch Furcht?
  • 8.3 Rassismus (und Klassismus): welche Angst, wessen Angst?
  • 9 Soziologie der Angst? Rückblick und Ausblick
  • Anhang
  • Transkriptionsregeln
  • Kurzvorstellung der Interviewpartner*innen
  • Literaturverzeichnis

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