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Die Chiffre des ‚Bildungsinteresses‘ im Diskurs der Grundschulwahl

Identifizierungspraktiken zwischen Segregationsverdacht und Normierung von Elternschaft

Anna Roch, Georg Breidenstein und Jens Oliver Krüger

Diese Publikation zitieren

Anna Roch, Georg Breidenstein, Jens Oliver Krüger, Die Chiffre des ‚Bildungsinteresses‘ im Diskurs der Grundschulwahl (28.10.2020), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0514-2717, 2019 #1, S.109

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die Idee, dass es sich bei der Grundschule um eine „für alle gemeinsame“ Schulform handelt, wird durch den Befund konterkariert, dass sich die Schülerschaft an deutschen Grundschulen zunehmend unterscheidet. Diese Entwicklung wird aktuell vor allem auf eine Zunahme elterlicher Schulwahlpraktiken zurückgeführt. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Bildungsforschung vielfach vor die Aufgabe gestellt, jene Eltern, die die Einschulung ihrer Kinder als Wahl begreifen, genauer zu bestimmen und attestiert ihnen in durchaus kritischer Absicht eine besondere Orientierung an Bildung. Die Problematik solcher Bestimmungen soll im folgenden Beitrag mit Blick auf die im Diskurs der Grundschulwahl selbst kursierenden Identifizierungspraktiken deutlich werden. Auf Basis der Auswertung von Interviews mit Eltern und Schulleiterinnen wird aufgezeigt, inwiefern mittels der Chiffre eines elterlichen ‚Bildungsinteresses‘ an normative Entwürfe ‚guter Elternschaft‘ angeschlossen wird, die Segregationseffekte gleichermaßen zu problematisieren wie zu distanzieren vermögen.

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