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Irritation und Improvisation

Zum kreativen Umgang mit Unerwartetem

Diese Publikation zitieren

Robert Gugutzer(Hg.), Charlotte Uzarewicz(Hg.), Thomas Latka(Hg.), Michael Uzarewicz(Hg.), Irritation und Improvisation (2019), Verlag Karl Alber, Freiburg, ISBN: 9783495817612

Beschreibung / Abstract

Zum Alltag gehört, dass nicht immer alles glatt läuft. Überraschendes passiert, Routinen greifen nicht mehr, das Selbstverständliche wird problematisch. Wie reagieren Menschen auf solche Irritationen, die aus dem "plötzlichen Einbruch des Neuen" (H. Schmitz) resultieren? Wie es scheint, häufig spontan, intuitiv, improvisierend. Was aber heißt Improvisation und wie gelingt sie? Und wie spielen Irritation und Improvisation in alltäglichen und beruflichen Situationen konkret zusammen? Die Beiträge des Buches behandeln diese Fragen aus der Perspektive der Neuen Phänomenologie.
Mit Beiträgen von Heinz Becker, Walter Burger, Sabine Dörpinghaus, Jürgen Hasse, Henning Hintze, Robby Jacob, Robert Josef Kozljanič, Gudula Linck, Hermann Schmitz, Klaudia Schultheis, Viola Straubenmüller und Barbara Wolf.

Beschreibung

Robert Gugutzer ist Gründungsmitglied des Münchner Arbeitskreises für Neue Phänomenologie.

Charlotte Uzarewicz, Ethnologin (M.A.), Soziologin (Dr. disc. pol.), Professorin für Pflegewissenschaft an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, Honorarprofessorin für Kultur und Ästhetik in der Pflege an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar.

Thomas Latka ist Gründungsmitglied des Münchner Arbeitskreises für Neue Phänomenologie.

Michael Uzarewicz ist Gründungsmitglied des Münchner Arbeitskreises für Neue Phänomenologie.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Philosophische und soziologische Reflexionen
  • Hermann Schmitz: Geschichte als Herausforderung durch das Unerwartete
  • Literatur
  • Robert Gugutzer: Situationsprobleme und kreatives Handeln
  • 1. Hans Joas’ neopragmatische Theorie kreativen Handelns
  • 2. Hermann Schmitz’ Anmerkungen zu einer Neophänomenologie der Kreativität
  • 3. Situationsprobleme und kreatives Handeln – Folgerungen für eine neophänomenologisch-soziologische Handlungstheorie
  • 4. Zusammenfassung und Ausblick
  • Literatur
  • Walter Burger: Stabilität und Irritation aus systemischer Sicht
  • 1. Stabilität ist gut … oder?
  • 2. »Grau, teurer Freund, ist alle Theorie …«
  • 3. Einheit in der Vielfalt
  • 4. »Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen«
  • 5. Wieso gibt es in einer komplexen Welt überhaupt »Stabilität«?
  • 6. Systeme sind sowohl komplex als auch kompliziert
  • 7. Umgang mit Komplexität
  • 8. Geht es auch anders?
  • 9. Irritation erzeugt Stabilität
  • 10. Kann man daraus etwas für die Praxis lernen?
  • Literatur
  • Robert Josef Kozljanič: Von normwidrigen Irritationen zu vernünftigen Improvisationen
  • 1. Die Lebenserfahrungsvernunft als selbst- und fremdberatende Vernünftigkeit
  • 2. Lebenskünstlerisches Pendeln zwischen Emanzipation und Regression (Schmitz)
  • 3. Verzweifelndes Scheitern und kreatives Werden (Jaspers)
  • 4. Die Begegnung als ›ekstatisches‹ Ereignis (Guardini und Hasse)
  • 5. Begegnung als unstetige Erlebnis- und Interaktionsform (Bollnow, Uzarewicz)
  • 6. Vorläufige Zusammenfassung
  • 7. Beispiele und Folgerungen aus der Physiotherapie (Inga Haverkampf)
  • 8. Erster Exkurs: Aushalten und »Kneten« der Situation (Schmitz)
  • 9. Zweiter Exkurs: Spüren und Sprechen (Pothast)
  • 10. Lebendige Vernünftigkeit – Psychotherapeutische und kulturkritische Überlegungen (Rudolf Gaßenhuber)
  • Literatur
  • Ungewissheit und Unbestimmtheit in Pädagogik und Pflege
  • Viola Straubenmüller: Am Betroffensein lernen
  • 1. Das souveräne Selbst – kompetent oder gebildet?
  • 2. Könnerschaft aus Sicht der Neuen Phänomenologie
  • 3. Zur Vergegenwärtigung von Situativität
  • 4. Fazit
  • Literatur
  • Klaudia Schultheis: Das Unerwartete als pädagogische Chance
  • 1. Irritation als Aufforderung zum eigenständigen Denken: Der Club der toten Dichter
  • 2. Irritierende Explosion: Die Pädagogik Makarenkos
  • 3. Irritation als Lernmotivation
  • 4. Irritation in der erziehungswissenschaftlichen Reflexion
  • 5. Leibphänomenologische Deutung pädagogischer Irritation
  • Literatur
  • Barbara Wolf: Leibliche Dimensionen des pädagogischen Taktes
  • 1. Einleitung
  • 2. Das Unverfügbare des Unterrichts – theoretische Vorüberlegungen
  • 3. Der pädagogische Takt nach Jakob Muth
  • 4. Die gemeinsame Situation im Unterricht
  • 5. Über die Bedeutung von Engung, Weitung und Einleibung im Unterricht
  • 6. Atmosphären im pädagogischen Kontext
  • 7. Schlussbetrachtungen
  • Literatur
  • Sabine Dörpinghaus: Leibliche Gewissheit
  • 1. Hinführung
  • 2. Was sind Unbestimmtheiten und warum tun wir uns mit ihnen so schwer?
  • 3. Fallbeispiele
  • 4. Paradoxieproblem
  • 5. Umgang mit Differenzerleben
  • 6. Sind wir nun Unbestimmtheiten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert?
  • 7. Conclusio und Ausblick
  • Literatur
  • Die (Un-)Verfügbarkeit von Körper und Natur
  • Gudula Linck: Auf Katzenpfoten gehen. Das Qi mit einander tauschen
  • 1. Einleitung
  • 2. Die Aktualität der chinesischen Philosophie
  • 3. Chinesische Kampfkunst als Übung für Offenheit und Improvisation
  • 4. Fazit
  • Literatur
  • Michael Uzarewicz: Das Irritierende brachialer Handlungen
  • 1. Einführung
  • 2. Europäische Gewaltaversion: Eine kurze Irritationsgeschichte
  • 3. Gewalt als das verfemte ganz Andere
  • 4. Reale und fiktive Gewalt
  • 5. Die Ohrfeige
  • 6. Das Irritationspotenzial durch »Gewalt«
  • 7. Irritationsstufen und Intensität
  • 8. Irritation und Fassung
  • Literatur
  • Jürgen Hasse: Irritation im Natur-Erleben
  • 1. Spannungsreiche Naturverhältnisse
  • 2. Selbstgewahrwerdung in der Natur
  • 3. Zur irritierenden Eindrucksmacht des Schrecks
  • 4. Wachwerden im Naturverhältnis
  • Literatur
  • Irritationen in der Praxis: Werkstattberichte
  • Heinz Becker: Vitalisierung von Organisationen
  • 1. Einleitung
  • 2. Über die Empfänglichkeit von irritierenden Reizen
  • 3. Ausblick
  • Literatur
  • Robby Jacob: Irritation und Improvisation in der prosopiatrischen Behandlung
  • 1. Die Entstehung der Prosopiatrie
  • 2. Grundlagen der prosopiatrischen Behandlung
  • 3. Irritierte Therapeuten
  • 4. Irritation und Improvisation als wichtige therapeutische Elemente
  • 5. Ausblick
  • Literatur
  • Thomas Latka: Die Rolle der Haltung im Umgang mit Irritation und Improvisation
  • 1. Agile Software-Entwicklung
  • 2. Provokative Psychotherapie
  • 3. Phänomenologische Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • 4. Die Rolle der Haltung in der Neuen Phänomenologie
  • Literatur
  • Henning Hintze: Irritation als Ausgangspunkt von Innovation
  • 1. Einleitung
  • 2. Grade der Innovation und Kreativität
  • 3. Situationen und Konstellationen
  • 4. Der Weg in die Innovation
  • 5. Anwendungsbeispiel: Die Entwicklung des Retail-Bankings in Deutschland
  • 6. Fazit
  • Literatur
  • Zu den Autorinnen und Autoren
  • Neue Phänomenologie

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