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Radikale Demokratie und Gemeinschaft

Wie Konflikt verbinden kann

Theresa Clasen

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Theresa Clasen, Radikale Demokratie und Gemeinschaft (2019), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593442006

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Beschreibung

Theresa Clasen ist Sozialphilosophin und arbeitet als Lektorin.

Beschreibung

Demokratische Gesellschaften brauchen Zusammengehörigkeit, darüber sind sich die meisten Menschen einig. Doch wie viel und welche Art der Verbundenheit in Demokratien geboten sind, um sich langfristig gemeinsam regieren zu können, ist ungleich strittiger. Ausgehend von radikalen Demokratietheorien, die keine Einheit, sondern eine fundamentale Offenheit und Konflikthaftigkeit an den Anfang des demokratischen Gemeinwesens stellen, erarbeitet dieses Buch eine neue Idee politischer Gemeinschaft. Sie lässt identitätslogische Vorstellungen von Zusammenhalt hinter sich und sieht im Vollzug konfliktueller Beziehungen eine wichtige Bedingung, sich wechselseitig als Anteile eines gemeinsamen demokratischen Projekts zu verwirklichen.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung: Radikale Demokratietheorien und das Desiderat der Gemeinschaft
  • Die Anforderungen zeitgenössischer Demokratietheorien
  • Das Defizit radikaldemokratischer Gemeinschaft
  • Die sozialtheoretische Vertiefung
  • Von vorne anfangen: Gemeinschaft als Beziehung des mutual concern
  • Methodischer Ansatz und Aufbau
  • I. Die radikale Interventionu nd der verbindende Konflikt
  • Die Unbestimmtheit des Sozialen
  • Die radikale Negativität des Sozialen
  • Die Politisierung der Politik
  • Der antagonistische Konfliktbegriff
  • Die hegemoniale Gesellschaft und die imaginierte Einheit
  • Die Unverfügbarkeit des sozialen Zusammenhaltes und der verbindende Konflikt
  • Das radikaldemokratische Projekt kollektiver Selbstbestimmung
  • II. Chantal Mouffes agonale Gemeinschaft
  • Die agonistische Gemeinschaft
  • Das zivilbürgerliche Modell demokratischer Gemeinschaft
  • Die Preisgabe der Radikalität
  • Die Vernachlässigung des Sozialen
  • Die sozialtheoretische Alternative
  • III. Ferdinand Tönnies: Zwei Dimensionen der gemeinschaftlichen Fundierung von Zusammenhalt
  • Die Gegenüberstellung der Grundbegriffe
  • Die Willenslehre
  • Der Wesenwille
  • Der Kürwille
  • Die Vermittlung der Willensformen und die politische Gemeinschaft
  • Die Unüberwindbarkeit der ursprünglichen Grundlegung
  • Die vertikale Determiniertheit des Wesenwillens
  • Zwischenresümee
  • IV. Max Weber: Die affektive Spur derVergemeinschaftung
  • Vom sozialen Handeln zur Organisation sozialer Beziehungen
  • Handlungen und soziale Strukturen
  • Vergemeinschaftung auf der Grundlage von Gefühlen
  • Historisch-empirische Gemeinschaften
  • Die Spur des mutual concern
  • Die Ambivalenz der Affektivität
  • Die Wertegemeinschaft
  • Das individualistische Wertefundament politischer Gemeinschaft
  • Zwischenresümee
  • V. Émile Durkheim: Die horizontale Begründung von sozialem Zusammenhalt
  • Das Faktum der Verbundenheit
  • Die vertikal begründete mechanische Solidarität
  • Die horizontal begründete organische Solidarität
  • Entstehungsbedingungen horizontaler Solidarität
  • Die bewusste Verbundenheit
  • Die Unterordnung der affektiven Komponente des mutual concern
  • Zwischenresümee
  • VI. Georg Simmel: Konfliktuelle Beziehungen als Keim des mutual concern und die Öffnung des gesamtgesellschaftlichen Ganzen
  • Die Gesellschaft als Summe von Wechselwirkungen
  • Die Positivität von Konflikt: Konflikt als formale Wechselwirkung
  • Die Produktivität von Konflikten als soziale Beziehungen
  • Die gesamtgesellschaftliche Produktivität von Konflikt
  • Im Inneren des Konflikts: Dualismus und gesellschaftliche Einheit
  • Der nicht gemeinschaftliche Konflikt
  • Die horizontale Integration konfliktueller Beziehungen
  • Die »fließende« Einheit der Gesellschaft
  • Zwischenresümee
  • VII. Die nicht instrumentelle Beziehung des mutual concern und die Gesellschaft als gemeinsames Projekt
  • Was bedeutet es, in einer Beziehung des mutual concern zu stehen?
  • Die vertikale Vergemeinschaftung
  • Die horizontale Vergemeinschaftung
  • Gesellschaft als gemeinsames Projekt
  • Gemeinsame Praxis als Ermächtigung und die Gestaltbarkeit sozialer Lebensumstände
  • Der Holismus als offener Interdependenzzusammenhang
  • Gemeinschaft als Ermächtigung
  • VIII. Ausblick: Die konfliktuelle Gemeinschaft
  • Die Beziehung des Politischen zum Sozialen
  • Die Kompatibilität des mutual concern mit radikalen Modellen
  • Konflikt als Moment des mutual concern
  • Die konfliktuelle Gemeinschaft
  • Literatur

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