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Wenn der Markt regiert

Die Politische Ökonomie der Europäischen Kapitalmarktunion

Marina Hübner

Diese Publikation zitieren

Marina Hübner, Wenn der Markt regiert (2019), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593443188

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung

Marina Hübner ist Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln.

Beschreibung / Abstract

Schattenbanken und Kreditverbriefung haben die globale Finanzkrise ausgelöst. Dennoch fördert die Europäische Kommission mit dem nur wenige Jahre später aufgelegten Projekt einer Europäischen Kapitalmarktunion aktiv marktbasierte Finanzpraktiken. Marina Hübner zeigt, dass dies nicht etwa das Ergebnis erfolgreichen Lobbyings ist. Die Ursache der Rehabilitation dieser Finanzpraktiken liegt vielmehr in der unvollendeten Struktur der Europäischen Währungsunion. Reformen in der Governance-Architektur des Euro sind anfällig für Blockaden, sobald sie Umverteilung zwischen den Mitgliedsländern der Eurozone hervorzurufen drohen. Im Gegensatz zu neuen Formen fiskalischer Risiko- und Kostenverteilung versprechen Umverteilungen von Risiken über den Marktmechanismus einen konfliktarmen Lösungsweg.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Kapitel 1 – Einleitung
  • 1.1 Fiskalische Solidarität als Risikoteilung in der Eurozone
  • 1.2 Das Argument: Der Markt als Ausweg aus derEuro-Reformblockade
  • 1.3 Methodologie, empirisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit
  • Kapitel 2 – Die globale Finanzkrise und die Resilienz von Vermarktlichung
  • 2.1 Grenzen der Machtressourcenthese
  • 2.2 Politische Steuerung in einer »Währungsunion ohne Staat«
  • Kapitel 3 – Das Kreditgeldsystem als öffentlich-private Partnerschaft: Sonderfall Europäische Währungsunion
  • 3.1 Eine kleine Geschichte des Geldes
  • 3.2 Vertikaler Aufbruch der öffentlich-privaten Partnerschaft als Auslöser der Eurokrise
  • 3.3 Zusammenfassung
  • Kapitel 4 – Risikoeinhegung, Risikoteilung und Risikokonzentrationin der Finanz- und Eurokrise
  • 4.1 Das Krisenmanagement der EZB in der globalen Finanzkrise, 2007 bis 2009
  • 4.2 Die Euro-Rettungspolitik der EZB, 2010 bis 2012
  • 4.3 Die risikokonzentrierenden Effekte geldpolitischer Kriseninterventionen
  • 4.4 Zusammenfassung
  • Kapitel 5 – Vom Risiko zur Lösung der Risikoteilungsproblematik: Das Comeback der Kreditverbriefung
  • 5.1 Für Verbriefungsmärkte gegen Verbriefungsmärkte: Die marktformende Rolle der EZB, 2009 bis 2012
  • 5.2 Grenzen der Austerität: Neue Handlungsspielräume durch innovative Finanzinstrumente, 2012 bis 2017
  • 5.3 Zusammenfassung
  • Kapitel 6 – Das Gespenst der Transferunion: Dertransnationale Markt als automatischermakroökonomischer Stabilisator
  • Kapitel 7 – Schlussbetrachtung
  • 7.1 Theoretische Reflexion und kontingente Generalisierung der Ergebnisse
  • 7.2 Quo vadis, Euro? Tentative Überlegungen zur Zukunft der Europäischen Währungsunion
  • Anhang
  • A Das Projekt Kapitalmarktunion im Überblick
  • B Geldpolitische Implementation und Transmission – technische Details
  • C Interviews, Konferenzen und Workshops
  • Abbildungen und Tabellen
  • Abkürzungen
  • Literatur

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