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Geschlecht, Familie, Sexualität

Die Entwicklung der Kritischen Theorie aus der Perspektive sozialwissenschaftlicher Geschlechterforschung

Barbara Umrath

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Barbara Umrath, Geschlecht, Familie, Sexualität (2019), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593441559

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Beschreibung

Barbara Umrath hat Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie studiert. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschlechter-Studien des TH Köln.

Beschreibung

Der Band bietet die erste profunde Rekonstruktion der Entwicklung der Frankfurter Schule aus feministischer Perspektive und eröffnet damit neue Anschlussmöglichkeiten für die Gesellschafts- wie Geschlechtertheorie. Basierend auf Schriften von Horkheimer, Adorno, Marcuse, Fromm u.a. wird gezeigt, wie Geschlechterverhältnisse, Familie und Sexualität in der Kritischen Theorie reflektiert wurden. Dabei deckt die Studie nicht nur Schwächen auf, die durch feministische Theorie und Geschlechterforschung bearbeitet wurden. Sie skizziert auch, wie sich Desiderate feministischer Theorie mithilfe der Kritischen Theorie gesellschaftstheoretisch fassen lassen.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • 1. Einleitung
  • Aufbau des Buches
  • Hinweise für Leser*innen
  • 2. Die Geschlechterthematik in der Rezeption der Kritischen Theorie
  • Zur Darstellung des grundlegenden Ansatzes der Kritischen Theorie
  • Die Geschlechterthematik in der Einführungsliteratur und den Studien zu Geschichte und Entwicklung der Kritischen Theorie
  • Die Geschlechterthematik in der Rezeption Herbert Marcuses
  • Überblick über die geschlechterthematische Rezeption der Kritischen Theorie
  • (Homo-)Sexualität in der Rezeption der Kritischen Theorie
  • Schwerpunkte der feministischen Rezeption Kritischer Theorie
  • Perspektivverschiebungen in der feministischen Rezeption
  • Vorgehensweise und Material
  • 3. Geschlecht, Geschlechterdifferenz und patriarchale Geschlechterordnung als Momente der bürgerlichen Gesellschaft
  • Die Debatten zu Mutterrecht und Männerbund als Bezugspunkte der Kritischen Theorie
  • Horkheimer zur Genese und Wirkmächtigkeit des Charakters
  • Fromm zur Historizität und Gesellschaftlichkeit der menschlichen ›Triebnatur‹
  • Das Mutterrecht und die Notwendigkeit einer historisch-materialistischen Situierung psychoanalytischer Überlegungen in der bürgerlich-vaterrechtlichen Gesellschaft
  • Die patriarchale Geschlechterordnung als konstitutives Moment bürgerlicher Gesellschaft und die affektive Abwehr der Mutterrechtstheorie
  • Fromms dialektisches Verständnis von Emanzipation
  • Psychische Veränderung als genuiner Bestandteil von Emanzipation
  • Gleichheit, Differenz und die Notwendigkeit eines alternativen Verständnisses von Geschlecht
  • Bedingungslose Mutterliebe und psychische Bisexualität
  • Zwischen Konkurrenz und ›Kolonialisierung‹: Löwenthal zum Verhältnis von Erwerbs- und Privatsphäre
  • Zum emanzipatorischen Potenzial der Liebe
  • Adornos These der Entwicklung spezifisch weiblicher bürgerlicher Züge
  • Odysseus oder: Die Konstitution des bürgerlichen Subjekts in herrschaftsförmigen Klassen-, Geschlechter- und Naturverhältnissen
  • Problematisierungen der ›Emanzipation der Frau‹ in der spätbürgerlichen Gesellschaft
  • Horkheimers Sorge um das Schwinden von Sorge
  • Marcuses Emanzipationsperspektive: Androgynität und feministischer Sozialismus
  • Adornos Analyse von Weiblichkeit und Männlichkeit als Produkt ›männlicher‹ Gewalt
  • Das Ringen um und mit (Geschlechter-)Differenz bei Adorno und Horkheimer
  • Zusammenfassung
  • 4. Familie als Zugang einer kritischen Gesellschaftstheorie und das Problem des Autoritarismus
  • Gesellschaftstheorie als Zusammenhangsanalyse: Von den Arbeiter(-inne)n und Angestellten zur Familie
  • Die Konzeption eines gesellschaftstheoretisch orientierten Forschungsprojekts zur Familie
  • Die Umsetzung des Forschungsvorhabens als Projekt zu Autorität und Familie
  • Die Notwendigkeit einer Differenzierung zwischen Zwang, Herrschaft und Autorität
  • Autorität in der bürgerlichen Gesellschaft
  • Exkurs: Reproduktion und Verschiebung eurozentrischer Perspektiven in Marxismus und Kritischer Theorie
  • Karl August Wittfogel: Geschlechtliche Arbeitsteilung und androzentrisch verengter Arbeitsbegriff
  • Veränderung von Geschlechter- und Generationenverhältnissen mit Entstehung des Privateigentums
  • Zur Klassenspezifik familiärer Autoritätsverhältnisse in der bürgerlichen Gesellschaft
  • Zur Bedeutung von Hausarbeit für die Gestaltung familiärer Autoritätsverhältnisse
  • Die Antizipation einer feministischen Rechtskritik bei Ernst Schachtel
  • Zur Bedeutung ökonomischer Faktoren und gesellschaftlicher Anschauungen für die rechtliche Regulierung patriarchaler Geschlechterverhältnisse
  • Intermezzo: Horkheimers und Fromms Beiträge zu Autorität und Familie in der feministischen Rezeption
  • Horkheimers dialektische Betrachtung von Familie in der bürgerlichen Gesellschaft
  • Fromms Konzeption des sado-masochistischen Charakters zwischen Situierung und androzentrischer De-Thematisierung
  • Die Bedeutung patriarchaler Geschlechterverhältnisse für die Entwicklung autoritärer Charakterstrukturen
  • Von den Studien der 1930er-Jahre zu Arbeiten aus späteren Jahrzehnten
  • The Authoritarian Personality: Zur Bedeutung von Familie und Geschlecht für die Entwicklung (nicht-)autoritärer Charakterstrukturen
  • Horkheimers Thesen zur Entwicklung von Familie in der spätbürgerlichen Gesellschaft
  • Ador­nos Auseinandersetzung mit der (Familien-)Soziologie der Nachkriegsgesellschaft
  • Keine Emanzipation der Familie ohne die Emanzipation des Ganzen
  • Zur Genese autoritärer Charakterstrukturen in der spätbürgerlichen Gesellschaft
  • Zusammenfassung
  • 5. Sexualität und Sexualmoral als Schlüssel zur Gesellschaft
  • Von der (früh-)sozialistischen Kritik der monogamen Sexualmoral zum Freudomarxismus
  • Fromm zur Sexualmoral des bürgerlich-kapitalistischen ›Geistes‹
  • Veränderung und Persistenz der bürgerlichen Sexualmoral zu Beginn des 20. Jahrhunderts
  • Borkenaus Analyse der bürgerlichen Jugendbewegung: Rebellion statt emanzipatorischer Überwindung der tradierten Sexualmoral
  • Einschränkung, Entwertung und Instrumentalisierung von Glück und Genuss
  • Die herrschaftsstabilisierende Bedeutung einer restriktiven Sexualmoral
  • Fromm zu den (unbewussten) Grenzen einer Reform der bürgerlichen Sexualmoral
  • Horkheimers dialektische Betrachtung von Moral
  • Von der freudomarxistischen Aufklärung der 1930er-Jahre zur Reflexion der Dialektik der Aufklärung in späteren Schriften
  • Odysseus und Juliette: Aufklärung als Internalisierung des Opfers und Entmythologisierung von Moral, Sexualtabus und Liebe
  • Eros and Civilization: Historisierung der Freudschen Kulturtheorie und des patriarchalen, repressiven Realitätsprinzips
  • Problematisierung des Körpers als Instrument fortpflanzungs­zentrierter Sexualität und entfremdeter Arbeit
  • Die Emanzipationsperspektive einer Transformation von Sexualität in Eros und von entfremdeter in libidinöse Arbeit
  • One-Dimensional Man: Liberalisierung der Sexualmoral als ›repressive Entsublimierung‹
  • Adorno zur Liberalisierung der Sexualmoral in der bundesrepublikanischen Nachkriegsgesellschaft und ihren Grenzen
  • Zusammenfassung
  • 6. Schlussbetrachtung
  • Grenzen der Rekonstruktion und weiterführende Forschungsfragen
  • Die Auseinandersetzungen mit Geschlecht, Familie und Sexualität als integraler Bestandteil der Kritischen Theorie
  • Zur Produktivität Kritischer Theorie für heutige Geschlechterforschung
  • Danksagung
  • Anhang
  • Primärtexte
  • Weitere Literatur

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