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Der Staat der Historiker

Staatsvorstellungen deutscher Historiker seit 1945

Gabriele Metzler

Diese Publikation zitieren

Gabriele Metzler, Der Staat der Historiker (2018), Suhrkamp Verlag, Berlin, ISBN: 9783518759769

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die Bundesrepublik entwickelte sich im Laufe ihres Bestehens zu einem liberalen Rechts- und Sozialstaat nach westlichem Muster. Historiker trugen dazu bei, indem sie Orientierungswissen lieferten und als public intellectuals diese Entwicklung kritisch begleiteten. Sie erinnerten, imaginierten und kritisierten spezifische Staatsvorstellungen beziehungsweise reflektierten die Krisen von Rechts- und Sozialstaatlichkeit seit den 1970er Jahren. Und auch heute sind Historiker an der Neukonzeption von Staatlichkeit im Kontext von Globalisierung und europäischer Integration beteiligt. Gabriele Metzler erzählt eine Geschichte der Bundesrepublik von ihren Anfängen bis heute durch das Prisma ihrer zeithistorischen Erforschung.

Beschreibung

<p>Gabriele Metzler ist Professorin f&uuml;r die Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen an der Humboldt- Universit&auml;t zu Berlin.</p>

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Informationen zum Buch
  • Titel
  • Impressum
  • Inhalt
  • Einleitung
  • I. Prägezeiten. (Zeit-)Geschichte und Staat vom Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus
  • 1. Die Tradition des Historismus
  • 2. Revisionswissenschaft: Zeitgeschichte in der Weimarer Republik
  • 3. »Kämpfende Wissenschaft«? Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus
  • (Zeit-)Geschichte als Legitimationswissenschaft
  • II. Geschichte schreiben in der Zusammenbruchgesellschaft
  • 1. »Stunde null« in der Geschichtswissenschaft? Personelle und institutionelle Kontinuitäten
  • 2. »Die deutsche Katastrophe« als Leitnarrativ
  • 3. Preußentum oder Abendland? Alternativen im Konservatismus
  • 4. Aufbruch in die Bundesrepublik – Perspektiven des Neubeginns
  • Zeitgeschichte als defensive Wissenschaft
  • III. Den neuen Staat denken
  • 1. Ein Staat auf der Suche nach Sinn und die Institutionalisierung zeithistorischer Forschung
  • 2. Frühe Forschungen zum Nationalsozialismus: Widerstand und »totaler Staat«
  • 3. Souveränität und Supranationalität
  • 4. Die DDR als blinder Fleck
  • 5. Zu viel Demokratie? Spiegel-Affäre und das Ende der Weimarer Republik
  • Zeitgeschichte als Stabilisierungswissenschaft
  • IV. »Umgründung der Republik« – Auf dem Weg zum liberalen Staat
  • 1. Fischer-Kontroverse und moderne Sozialgeschichte
  • 2. Parteienstaat und Notstandsrecht: Neue Kontroversen um Weimar
  • 3. Vom Antitotalitarismus zur Kritik am Antipluralismus: NS-Forschung in den 1960er Jahren
  • 4. Erfolgsgeschichte? Erste Studien zur Geschichte der Bundesrepublik
  • 5. Neue Ostpolitik und die DDR
  • Zeitgeschichte als Reformwissenschaft
  • V. Staat in der Krise? Die 1970er Jahre
  • 1. Staatshistoriographie von links: Stamokap und »Restauration«
  • 2. »Organisierter Kapitalismus«
  • 3. NS-Forschung zwischen Politisierung und »Entpolemisierung«
  • 4. »Moderne Politikgeschichte«
  • 5. Bedrohte Demokratie? Die Bundesrepublik und die Frage der Legitimation
  • 6. Staatshistoriographie von rechts?: Das Problem der »Unregierbarkeit«
  • Zeitgeschichte als polarisierte Wissenschaft
  • VI. Ein ganz normaler Staat?
  • 1. Geschichte ohne Staat – Geschichte »von unten«
  • 2. Noch einmal Preußen: Die »Preußen-Renaissance« der 1980er Jahre
  • 3. Das »stolze Staatsschiff« Bundesrepublik
  • 4. Deutschland, Europa und der Marshallplan
  • 5. Eine »normale Nation«? Historikerstreit, NS-Geschichte und der transatlantische Kontext
  • 6. Ambivalenzen der Moderne
  • 7. Die Entdeckung der DDR
  • Zeitgeschichte als pluralistische Wissenschaft
  • VII. Zeitenwende, Zeitgeschichtswende? Der Umbruch von 1989/1990
  • 1. Rückkehr zum Nationalstaat? 1989/1990 als Herausforderung für die Zeitgeschichte
  • 2. Wie weiter mit der DDR-Geschichtswissenschaft?
  • 3. Diktaturenvergleich und Verflechtungsgeschichte: Die DDR in der zeithistorischen Forschung
  • 4. Lange Wege nach Westen
  • 5. NS-Geschichte als Konsensgeschichte
  • Zeitgeschichte als Konsenswissenschaft
  • VIII. Vom Ende der großen Gewissheiten. Aktuelle Herausforderungen des demokratischen Rechts- und Interventionsstaats
  • 1. Das Politische ohne Staat? Die »Kulturgeschichte der Politik«
  • 2. Staat und »Zivilgesellschaft«
  • 3. Staat »nach dem Boom«
  • 4. Staat und »Sicherheit«
  • 5. Legitimationsfragen europäischer Staatlichkeit
  • 6. »Neue Staatlichkeit«: Das innovative Potential der aktuellen NS-Forschung
  • Zeitgeschichte als suchende Wissenschaft
  • Schluss
  • Dank
  • Literaturverzeichnis
  • Namenregister

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