Therapeutische Empfehlungen für Menschen mit Demenz

Selbsterhaltungstherapie (SET) im Krankenhaus

Barbara Romero und Michael Wenz

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Barbara Romero, Michael Wenz, Therapeutische Empfehlungen für Menschen mit Demenz (2018), W. Kohlhammer Verlag, 70565 Stuttgart, ISBN: 9783170316683

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung

Dr. phil. Barbara Romero, Diplompsychologin und Klinische Neuropsychologin (GNP), war als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Warschau, am Institut für Medizinische Psychologie, LMU München und an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, TU München tätig. In ihrer wissenschaftlichen, klinischen und didaktischen Arbeit beschäftigt sie sich seit 30 Jahren mit der Situation von Menschen mit Demenz. Sie ist Konzeptgeberin und Gründungsleiterin des Alzheimer Therapiezentrums Bad Aibling, Autorin der Selbsterhaltungstherapie (SET) und eines integrativen Behandlungsprogramms für Demenzkranke und deren betreuenden Angehörigen. Dr. Romero ist derzeit freiberuflich an der Implementierung dieser Konzepte in der stationären und ambulanten Behandlung und in stationären Pflegebereichen tätig. Sie ist Autorin zahlreicher Fachpublikationen und Dozentin.

Dr. phil. Michael Wenz, Psychologischer Psychotherapeut, ist seit 1999 im Alzheimer Therapiezentrum der Schön Klinik Bad Aibling tätig, seit 2014 zusätzlich in freier psychotherapeutischer Praxis in München.

Beschreibung / Abstract

Dieses Buch stellt das Konzept der Selbsterhaltungstherapie (SET) und seine Anwendung in der Krankenhausbehandlung von Menschen mit Demenz vor. Die Autoren beschreiben praxisnah, wie im Rahmen von stationären und teilstationären Behandlungen die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz berücksichtigt werden können. Im Fokus steht dabei die an den Ressourcen der Betroffenen orientierte Vermittlung von Erfahrungen behandelnder Fachteams an Bezugspersonen, die die Erkrankten im Alltag begleiten. Ergänzend zur persönlichen Beratung wurden von diesen Behandlungsteams schriftliche "Therapeutische Empfehlungen" (TE) für die Bezugspersonen entwickelt, in denen individuell angepasste Hinweise zur Alltagsgestaltung, Kommunikation und Entlastung pflegender Angehöriger zusammengefasst werden. TE leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung und zur Stabilisierung von Behandlungserfolgen nach dem Krankenhausaufenthalt. Dieses Buch motiviert zur Einbindung von Bezugspersonen in die Krankenhausbehandlung und unterstützt mit zahlreichen Fallbeispielen und Materialien die Gestaltung von Beratungsgesprächen und die Erstellung der TE.

Inhaltsverzeichnis

  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • 1 Einleitung
  • 2 Demenz verändert
  • 2.1 Das Demenzsyndrom und Charakteristika der Betroffenen
  • 2.2 Kognitive Beeinträchtigungen
  • 2.3 Neuropsychiatrische Symptome
  • 2.4 Veränderungen im motorischen Bereich
  • 3 Das Konzept der Selbsterhaltungstherapie (SET)
  • 3.1 Demenz betrifft auch und gerade das »Selbst« einer Person
  • 3.2 Das System »Selbst« erhält Stabilität und Kohärenz im Selbst- und Weltverständnis
  • 3.3 Erhaltung der Stabilität und der Kohärenz im System »Selbst« bei Demenz
  • 3.4 Kann man das Selbst verlieren?
  • 3.5 Vergessen, aber vertraut
  • 3.6 Schutz des Selbstwertes
  • 3.7 Resilienz: die übergeordneten Schutzmechanismen
  • 3.8 Merkmale der SET-basierten psychosozialen Interventionen
  • 4 Die Situation der Angehörigen von Menschen mit Demenz
  • 4.1 Belastungen und Copingstrategien
  • 4.2 Ein Modell zur Belastung von Angehörigen
  • 5 Angehörigenberatung und Empfehlungen zur Begleitung von Menschen mit Demenz
  • 5.1 Erweiterung der Kompetenz der Angehörigen, die eigene Gesundheit zu erhalten
  • 5.2 Erweiterung der Kompetenz, den Kranken zu begleiten
  • 5.3 Kontrovers diskutiert: Anpassung der Kommunikation und die Beziehung zu Menschen mit Demenz
  • 5.4 Beratung zu einigen speziellen Problemsituationen
  • 6 Menschen mit Demenz im Allgemeinkrankenhaus und in Rehabilitationsabteilungen
  • 6.1 Der Anteil von an Demenz erkrankten Krankenhauspatienten steigt
  • 6.2 Spezielle Risiken und Belastungen, die mit einer stationären Krankenhausbehandlung von Menschen mit Demenz verbunden sind
  • 6.3 Die beste Empfehlung: Vermeiden Sie einen Krankenhausaufenthalt
  • 6.4 Maßnahmen zur Reduktion von Risiken und Belastungen
  • 6.5 Integration der Angehörigen in die Krankenhausbehandlung
  • 6.6 Behandlung trotz und wegen der Demenz
  • 6.7 Erfolge trotz Demenz: Rehabilitation bei somatischen Erkrankungen
  • 6.8 Spezielle Rehabilitationsprogramme für somatisch erkrankte Patienten mit Demenz
  • 6.9 Verhinderung von Wiederaufnahmen als nachhaltiges Behandlungsziel
  • 6.10 Geriatrische Spezialstationen für Menschen mit Demenz
  • 6.11 Entlassmanagement: Spezielle Bedürfnisse von Menschen mit Demenz
  • 7 Selbsterhaltungstherapie (SET) in der Krankenhausbehandlung von Menschen mit Demenz
  • 7.1 Anwendungsbereiche der SET
  • 7.2 Alzheimer Therapiezentrum (ATZ) Bad Aibling
  • 7.3 Gerontopsychiatrische Akutstation im Evangelischen Krankenhaus KEH in Berlin
  • 7.4 Tagesklinik mit dem Schwerpunkt demenzielle Erkrankungen in Mainz
  • 7.5 Lichthof: eine spezielle Einheit für demenziell erkrankte, geriatrische Patienten in Berlin
  • 7.6 Spezialstation »Neurogeriatrie – Fokus Demenz« in Ulm
  • 7.7 Weiterentwicklung: SET in akuten somatischen Krankenhausstationen
  • 8 Therapeutische Empfehlungen
  • 8.1 Das Konzept der Therapeutischen Empfehlungen (TE)
  • 8.2 Therapeutische Empfehlungen, Arztbriefe und Pflegeüberleitungsberichte
  • 8.3 Inhalte und Umfang der Therapeutischen Empfehlungen
  • 8.4 Vorbereitung der Therapeutischen Empfehlungen
  • 8.5 Textvorlagen für TE
  • 9 Spezialstation »Neurogeriatrie – Fokus Demenz«: Konzept und erste Erfahrungen
  • 9.1 Warum eine Spezialstation: Ziele und Aufgaben
  • 9.2 Wer wird behandelt: Klinikstruktur, Zielgruppe und Aufnahmekriterien
  • 9.3 Das Neurogeriatrie-Team und seine Aufgaben
  • 9.4 Selbsterhaltungstherapie (SET) als die konzeptionelle Grundlage für die Neurogeriatrie
  • 9.5 Diagnose Demenz
  • 9.6 Teamkommunikation und Teamarbeit
  • 9.7 Anpassung der Therapieziele und -verfahren an die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz
  • 9.8 Maßnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit der stationären Behandlung und Hilfen für Angehörige und Betreuer
  • 9.9 Maßnahmen zur Reduktion der Risiken und Belastungen, die mit dem Krankenhausaufenthalt verbunden sind
  • Literatur
  • Anlagen
  • Anlage 1 – TE: Relevante Themenbereiche mit Hilfsfragen
  • Anlage 2 – TE bei mittelschwer ausgeprägter Demenz und starker Sturzgefährdung
  • Anlage 3 – TE bei mittelschwer ausgeprägter Demenz und aggressivem Verhalten
  • Anlage 4 – TE bei schwer ausgeprägter Demenz und belastendem Verhalten
  • Anlage 5 – TE bei leicht bis mittelschwer ausgeprägter Demenz
  • Anlage 6 – TE bei schwerer Demenz und motorischer Funktionseinschränkung
  • Anlage 7 – TE bei schwer ausgeprägter Demenz und nach akutem Schlaganfall
  • Anlage 8 – TE bei leicht bis mittelschwer ausgeprägter Demenz und nach Ischämie
  • Anlage 9 – TE: Vorlage mit vorformulierten Textbausteinen
  • Anlage 10 – Konzept zur Arbeit mit Angehörigen und anderen Kümmerern
  • Anlage 11 – Teamsitzung: inhaltliche Elemente und Struktur
  • Sachregister

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