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Das sogenannte Recht auf Nichtwissen

Normatives Fundament und anwendungspraktische Geltungskraft

Diese Publikation zitieren

Gunnar Duttge(Hg.), Christian Lenk(Hg.), Das sogenannte Recht auf Nichtwissen (2019), mentis, Münster, ISBN: 9783957437792

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Spätestens mit Inkrafttreten des Gendiagnostikgesetzes wird in Recht, Ethik und Genetik verstärkt diskutiert, wie das dort dem Grunde nach anerkannte „Recht auf Nichtwissen“ in den jeweiligen konkreten Anwendungskontexten rechtspraktisch operationalisiert werden kann. Vor diesem Hintergrund etablierte sich eine vom BMBF geförderte Göttinger Projektgruppe (2013–2015), die sich aus renommierten Vertretern der Fachdisziplinen Ethik, Humangenetik, Genetischer Psychiatrie und Recht zusammensetzte. Ihr Ziel war es, unter besonderem Fokus auf die aktuellen bzw. absehbaren technologischen Entwicklungen der modernen Gensequenzierung den zentralen Wertekonflikt im Spannungsfeld von „Autonomie“ und „ärztlicher Fürsorge“ interdisziplinär und systematisch unter anderem auf Grundlage einer begleitenden Fragebogenstudie zu analysieren. Dieser Band bündelt die wesentlichen Erkenntnisse der einzelnen Forschungsdisziplinen; zudem beziehen weitere namhafte Experten zu den Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen vertiefend Stellung.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Gunnar Duttge: Zur Sinnhaftigkeit des Nichtwissens und seiner normativen Absicherung. Eine thematische Einführung
  • I. Die gesellschaftlich-kulturelle Vorherrschaft des Wissens
  • II. Zu den Risiken des Wissens
  • III. Offene Fragen
  • Literatur
  • Tim Kraft und Hans Rott: Was ist Nichtwissen?
  • I. Einleitung
  • II. Nichtwissen und die Negationsthese
  • III. Arten des Nichtwissens
  • IV. Bekanntes und unbekanntes Nichtwissen
  • V. Nichtwissen und Nichtwissenwollen
  • VI. Um welche Art von Nichtwissen geht es beim Recht auf Nichtwissen?
  • VII. Schluss
  • Literatur
  • Christian Lenk und Debora Frommeld: Ethische und soziologische Aspekte des Rechtes auf Nichtwissen
  • I. Einleitung
  • II. Einordnung in gesellschaftliche Transformationen
  • III. Definition, Kontext und ethische Positionen zum Recht auf Nichtwissen
  • IV. Problembeschreibung
  • V. Ethische Perspektiven
  • IV. Schlussfolgerungen und Ausblick
  • Literatur
  • Roberto Andorno: Foundations and implications of the right not to know
  • I. Introduction*
  • II. Objections to the right not to know
  • III. The legal recognition of the right not to know
  • IV. The right not to know: an expression of autonomy
  • V. How does the right not to know work?
  • VI. Conclusions
  • References
  • Fruzsina Molnár-Gábor: Das Recht auf Nichtwissen. Fragen der Verrechtlichung im Kontext von Big Data in der modernen Biomedizin
  • I. Einführung*
  • II. Die Entwicklung der Humangenetik im Zeitalter von Public Health und Big Data: allgemeiner Stand der Wissenschaft und Technik
  • III. Die verfassungsrechtliche Grundlage und die gesetzliche Regulierung des Rechts auf Nichtwissen
  • 2. Konkrete Herausforderungen für die einfachgesetzliche Regelung des Rechts auf Nichtwissen
  • IV. Schlussgedanken
  • Literatur
  • Klaus Arntz: Das Recht auf Nichtwissen im Kontext prädiktiver Medizin. Anmerkungen aus ethischer Sicht
  • I. Nichtwissen – eine Problemskizze
  • II. Aufgeklärtes Nichtwissen
  • III. Konturen einer Ethik des Nichtwissens
  • IV. Ethik des Nichtwissens – praktisch
  • Literatur
  • Christoph Rehmann-Sutter: Gibt es eine Pflicht, seine Gene zu kennen?. Moralische Kontextualisierung des Rechts auf Nichtwissen
  • I. Moralische und rechtliche Pflichten
  • II. Die Frage nach einer Pflicht, seine Gene zu kennen
  • III. Teamplay
  • IV. Schluss
  • Literatur
  • Empirische Begleitstudie im Rahmen des BMBF-Projekts Normatives Fundament und anwendungspraktische Geltungskraft des Rechts auf Nichtwissen: Schlussfolgerungen für Humangenetik, Ethik und Recht
  • Laura Flatau und Thomas G. Schulze: Zur Methodik der empirischen Begleitstudie
  • Barbara Zoll: Normative Schlussfolgerungen aus humangenetischer Perspektive
  • Christian Lenk: Normative Schlussfolgerungen aus ethischer Perspektive
  • Gunnar Duttge und Anja Zimmermann: Normative Schlussfolgerungen aus der Perspektive des Rechts
  • Rainer Nustede: Nichtwissen in der klinischen Praxis. Nur ein unvermeidliches Übel oder mitunter auch nützlich?
  • Wolfgang Poser: Zum Noceboeffekt in Krankenbehandlung und Probanden-Experiment. Kann Aufklärung schaden?
  • Maximiliane Wilkesmann: Zum professionellen Umgang mit Nichtwissen im Krankenhaus
  • Peter Wehling: Die letzte Rettung?. Das Recht auf Nichtwissen in Zeiten von Anlageträger-Screening und Genom-Sequenzierung
  • BMBF-Projektgruppe Recht auf Nichtwissen: Empfehlungen zum anwendungspraktischen Umgang mit dem Recht auf Nichtwissen – . Ergebnisse einer rechtsethischen Grundlagenanalyse auf erfahrungswissenschaftlicher Basis in den Anwendungsfeldern von Humangeneti
  • Autorenverzeichnis

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